SVLFG zahlt Prä­mie für Prä­ven­ti­ons­pro­duk­te

Andreas Neuner, KFZ-Meister, beim Einbau der Rückfahrkamera. Foto: SVLFG
Andreas Neuner, KFZ-Meister, beim Einbau der Rückfahrkamera. Foto: SVLFG

Josef Neu­ner aus Etz­dorf erhielt Zuschuss aus dem Prä­mi­en­topf der SVLFG

Ab 1. August för­dert die SVLFG wie­der den Kauf von bestimm­ten Prä­ven­ti­ons­pro­duk­ten. Eine Prä­mie von bis zu 100 Euro gibt es für ab die­sem Datum ange­schaff­te Kame­ra-Moni­tor-Syste­me, akti­ven Kap­sel­ge­hör­schutz, Steh­hil­fen, Anti-Ermü­dungs­mat­ten, Rei­fen­mon­ta­ge­wa­gen und Vor­rich­tun­gen zur Tier­fi­xie­rung.

Die vom Vor­stand der SVLFG ins­ge­samt geneh­mig­te För­der­sum­me beträgt 200.000 Euro. Jeder Betrieb kann sich ein Pro­dukt för­dern las­sen, bis die bereit gestell­ten Gel­der aus­ge­schöpft sind. Infor­ma­tio­nen zum Ver­fah­ren ste­hen auf der Inter­net­sei­te unter www​.svlfg​.de (Such­be­griff: Prä­mi­en). Dort steht ab 1. August auch das Antrags­for­mu­lar bereit.

Gute Erfah­rung mit Rück­fahr­ka­me­ra

Josef Neu­ner aus Etz­dorf bei Göß­wein­stein hat aus dem För­der­topf im letz­ten Jahr einen Zuschuss zum Kauf eines Rück­fahr­ka­me­ra­sy­stems bean­tragt und bekom­men. „Ich habe mich immer gefragt, wie die LKW-Fah­rer ihre Anhän­ger ohne einen Ein­wei­ser so punkt­ge­nau ankup­peln kön­nen“, erzählt der ober­frän­ki­sche Unter­neh­mer, der eine Bio­gas­an­la­ge sowie eine Brenn­holz- und Hack­schnit­zel­trock­nung betreibt. Dass eine sol­che Rück­fahr­ka­me­ra für sei­nen Betrieb eine Arbeits­er­leich­te­rung und ein höhe­res Maß an Arbeits­si­cher­heit bedeu­ten wür­de, ins­be­son­de­re beim Ein- und Aus­hän­gen der Abroll­con­tai­ner mit dem Haken­lift­an­hän­ger und beim Ran­gie­ren, hat Josef Neu­ner sofort erkannt. Eine zwei­te Per­son ist durch den Ein­satz eines Rück­fahr­ka­me­ra­sy­stems bei sol­chen Arbei­ten nicht mehr nötig.

Schnell bean­tragt

„In LSV kom­pakt habe ich gele­sen, dass es für die Anschaf­fung Zuschüs­se gibt. Ich habe gleich einen Antrag gestellt, das Ver­fah­ren war ein­fach und alles hat sehr gut funk­tio­niert, so dass dem Kauf des Rück­fahr­ka­me­ra­sy­stems nichts mehr im Weg stand“, erin­nert sich der Land­wirt. Durch den Zuschuss war sogar noch die Anschaf­fung eines hoch­wer­ti­ge­ren Bild­schirms mit im Bud­get, der gleich­zei­tig Bil­der von zwei Kame­ras anzei­gen kann.

Leich­ter Ein­bau

Der Ein­bau der Kame­ra war für Sohn Andre­as Neu­ner als KFZ-Mei­ster mit weni­gen Hand­grif­fen erle­digt: „Damit die Kame­ra auch bei schlech­te­rem Licht sinn­voll genutzt wer­den kann, habe ich einen Zusatz­schein­wer­fer instal­liert, der den Bereich, den die Kame­ra erfasst, gut aus­leuch­tet. So wird die Kame­ra opti­mal genutzt.“

Mehr Sicher­heit für Kin­der

Des­sen Bru­der Mar­kus Neu­ner ist nicht nur von der Arbeits­er­leich­te­rung über­zeugt. Für den jun­gen Vater hat die Sicher­heit sei­ner bei­den klei­nen Kin­der höch­ste Prio­ri­tät: „Die Kin­der haben im Arbeits­be­reich der Maschi­nen nichts zu suchen, das ist viel zu gefähr­lich. Soll­ten sie sich aber uner­laubt trotz­dem ein­mal dort auf­hal­ten, kann ich mit der Rück­fahr­ka­me­ra die toten Win­kel ein­se­hen, in die ich sonst auch mit den Zusatz­spie­geln nicht schau­en kann. Das beru­higt mich schon“.

Aus­wei­tung geplant

Josef Neu­ner und sei­ne Söh­ne Andre­as und Mar­kus sind nach den ersten Arbeits­ein­sät­zen so über­zeugt von der neu­en Rück­fahr­ka­me­ra, dass auch der Ein­bau eines zwei­ten Systems am Rad­la­der des Unter­neh­mens unmit­tel­bar bevor steht. „Der Rad­la­der hat sehr gro­ße tote Win­kel, in denen Per­so­nen ein­fach ver­schwin­den. Ich habe da immer ein schlech­tes Gefühl beim Ran­gie­ren oder Rück­wärts­fah­ren. Eine Rück­fahr­ka­me­ra hilft uns hier sehr“, begrün­det Josef Neu­ner die Inve­sti­ti­on.

Gut für den Rücken

Ein wei­te­rer Plus­punkt: Vor allem beim Fest­wal­zen der Sila­ge im Fahr­si­lo kommt es immer wie­der zu Fehl­hal­tun­gen des Fah­rers, da er beim Rück­wärts­fah­ren ohne Rück­fahr­ka­me­ra häu­fig und auch über län­ger Zeit über die Schul­ter nach hin­ten schau­en muss. Eine sol­che Zwangs­hal­tung bei der Arbeit kann erheb­li­che Ver­span­nun­gen und Rücken­schmer­zen pro­vo­zie­ren. Der Ein­satz der Rück­fahr­ka­me­ra ermög­licht das Fah­ren in einer ergo­no­misch sinn­vol­len Sitz­hal­tung. Josef Neu­ner kennt das Pro­blem: „Das stän­di­ge ver­dreh­te Sit­zen beim Wal­zen der Sila­ge strengt auf Dau­er schon sehr an. Das ist mit der Rück­fahr­ka­me­ra dann zum Glück auch vor­bei.“

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