Eckentaler Musterhaus überzeugt mit Energiekonzept

KfW-55-Effizienzhaus

KfW-55-Effizienzhaus

Im Rahmen der Klimawoche des Landkreises Forchheim konnten sich die Interessenten und Bauwilligen ein KfW-55-Effizienzhaus in Eckental aus nächster Nähe anschauen.

Dabei war es nicht nur möglich, einen Blick ins Innere des sehr geräumigen Musterhauses zu werfen, sondern es standen neben den Firmeninhabern, Herrn und Frau Dellermann, weitere Fachleute und Experten für die Beratung über energieeffizientes und innovatives Bauen zur Verfügung. Bei den Führungen gab es ausführliche Informationen zu den technischen Anlagen.

Neben der insgesamt energiesparenden Bauweise, u. a. mit einer 16 cm dicken Dämmung und 3-fach verglasten Fenstern, sorgt eine Wärmepumpe im Keller für die notwendige Energie für Warmwasser und Heizung. Zudem liefert die PV-Anlage auf dem Hausdach einen Großteil des benötigten elektrischen Stromes. Der Experte, Herr Baumeister von der Firma Sonnenschmiede aus Dormitz, informierte über die von ihm montierte 5,83 kWp Photovoltaikanlage und die damit verbundene 6,4 kWh Tesla Powerwall Batterie. Der flache und relativ leicht an der Wand zu installierende Speicher sowie der unscheinbare Wechselrichter, der den Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt, befinden sich ebenfalls im Technikraum im Keller und benötigen nur wenig Platz.

Der durch die PV-Anlage selbst erzeugte Strom wird vorrangig für die elektrischen Geräte oder den Betrieb der Wärmepumpe im Haus sowie für das Laden des Batteriespeichers verwendet; nur der verbleibende Teil wird ins Stromnetz eingespeist und nach Vorgabe des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vergütet – derzeit 12,21 Cent/kWh. Durch den Einsatz eines Speichersystems lässt sich die Eigenverbrauchsquote steigern und es müssen deutlich weniger Kilowattstunden an Strom vom Energieversorger bezogen werden. Über die Vernetzung der Anlage mit dem Computer oder Smartphone kann der Eigentümer jederzeit erkennen, wieviel Strom seine Anlage gerade produziert, welche Strommenge im Haushalt verbraucht wird; die PV-Anlage macht also ein Stück weit unabhängig.

Landrat Dr. Ulm bedankt sich bei allen Besuchern sowie bei den Anlagenbetreibern, Unternehmen, Akteuren usw. die ihre Türen anlässlich der Klimawoche geöffnet und Ihre Zeit investiert haben. So konnten die interessierten Besucher bei den Veranstaltungen zur Klimawoche wieder einmal einen direkten Blick in ein KfW-55-Effizienzhaus oder in die Technik einer Biogas- und einer Wasserkraftanlage werfen, E-Mobilität anhand von E-Bikes, Pedelecs oder verschiedener E-Autos hautnah erleben, sich über Carsharing-Modelle informieren oder sich bei den Beratungsangeboten über Förderprogramme für energieeffizientes Bauen und Sanieren informieren. Klimaschutz ist interessant und manchmal gar nicht so schwer.

Natürlich können sich Interessenten auch das ganze Jahr über bei Fragen zum Energiesparen, zu effizienten Techniken und Fördermöglichkeiten an das Büro Energie und Klima des Landratsamtes Forchheim wenden.

Die nächste kostenfreie Energiesprechstunde des Landratsamtes und der Energieagentur Oberfranken findet statt am Do, 06. Juli 2017 im Landratsamt Ebermannstadt, Oberes Tor 1, 91320 Ebermannstadt. Für die ca. 45-minütigen individuellen Beratungstermine über energetische Sanierungsmaßnahmen oder energieeffizientes Bauen ist eine vorherige Anmeldung notwendig, Tel. 01919 86-1025.

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