Forch­hei­mer Sport­ler bei berühm­ten Rad­ren­nen ‚Die gro­ße Stär­ke­prü­fung‘ von Trond­heim nach Oslo

Von Trondheim nach Oslo: Fans an der Strecke
Von Trondheim nach Oslo: Fans an der Strecke

Von Trond­heim nach Oslo unter 24 h: Nicht umsonst trägt die­ses Ren­nen den Namen “Styrke­pro­ven“ – die gro­ße Stärkeprüfung!

Bei dem berühm­ten Rad­sport­event in Nor­we­gen gehen seit 1967 immer zur Zeit der Mit­ter­nachts­son­ne Mit­te Juni jähr­lich ca. 5000 Teil­neh­mer an den Start, um sich auf 543 km und 3700 Höhen­me­tern der Her­aus­for­de­rung bei oft­mals schwie­rig­sten Wet­ter­be­din­gun­gen zu stellen.

Mit dabei waren dies­mal die Forch­hei­mer Renn­rad­ler Ste­phan Wet­zel, Chri­sti­an Zeh und der Neun­kir­che­ner Roland Hans.
Hans, der die Strecke bereits 2010 in einer Zeit von 19:27 h mit Wet­zel und Zeh im Begleit­fahr­zeug absol­vier­te, soll­te bei die­sem Ren­nen als ‚Zug­ma­schi­ne‘ für sei­ne Freun­de fungieren.

Der Strecken­re­kord liegt bei unfass­ba­ren 12:50 h – für das 3er Gespann uner­reich­bar, eine Zeit unter 24 h schien aber nach rea­li­sti­scher Pla­nung mach­bar und erstrebenswert.

Wet­zel und Hans gin­gen mit der ersten Start­grup­pe am Frei­tag­abend um 22:00 ins Ren­nen. Zeh, der sich auf Grund einer Ver­let­zung im Vor­jahr für die ver­kürz­te Strecke von 279 km ab Kvam ent­schie­den hat­te, star­te­te am Sams­tag früh. Die Her­aus­for­de­rung bestand nun dabei, Kvam recht­zei­tig zu Zeh´s Start zu errei­chen, um als Trio gemein­sam mit ihm wei­ter bis ins Ziel zu fahren.

Hans und Wet­zel wur­den vom Start weg von Dau­er­re­gen über die ersten 150 km durch die Nacht beglei­tet. Dun­kel wird es zwar in die­sen Brei­ten­gra­den um die­se Jah­re­zeit nicht (nur leich­te Däm­me­rung für 2–3 h), aber die Tem­pe­ra­tu­ren auf der Hoch­ebe­ne des Natio­nal­parks Dov­ref­jell lagen nahe am Gefrier­punkt und die durch­näss­ten Schu­he fühl­ten sich an wie Eis­klum­pen an ihren Füßen.
Gott­sei­dank konn­ten Wet­zel und Hans sich und ihre Schu­he nach 200 km und nach einer lan­gen, zap­fi­gen Abfahrt in der Ver­pfle­gungs­sta­ti­on in Dom­bas kurz an einem Heiz­strah­ler auf­wär­men, den sie sich freund­schaft­lich mit ein paar nor­we­gi­schen Lei­dens­ge­nos­sen teilten.

Ab Dom­bas bes­ser­te sich das Wet­ter, und mit einer klei­nen Ver­spä­tung von nur 25 Minu­ten konn­te das Trio dann ab ab Kvam bei einem Son­ne-Wol­ken­mix und mil­den Tem­pe­ra­tu­ren von tags­über bis an die 20° zusam­men bis Oslo fah­ren. Lei­der wur­de der Regen durch star­ken Gegen­wind abge­löst, der das Trio bis ins Ziel zuset­zen sollte.

In Oslo, wo das Trio von sei­nen Frau­en gefei­ert wur­den, blieb die Uhr für Hans und Wet­zel bei 23:36 h ste­hen und die Vor­ga­be von 24 h wur­de deut­lich unter­schrit­ten. Zeh absol­vier­te sei­ne 279 km lan­ge Strecke in deut­lich unter 13 h.

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