MdB Andre­as Schwarz: “Finanz­mi­ni­ste­ri­um lenkt bei TASS-Streit ein”

Andreas Schwarz (3.v.r.) beim Abschlussgespräch
Andreas Schwarz (3.v.r.) beim Abschlussgespräch

Gute Nach­rich­ten für die ehe­ma­li­gen zivi­len Beschäf­tig­ten ehe­ma­li­ger der Sta­tio­nie­rungs­strei­kräf­te in Deutsch­land. Ein jah­re­lan­ger Streit auf poli­ti­scher, gewerk­schaft­li­cher und recht­li­cher Ebe­ne ist vor­erst been­det. In Bam­berg ging es um 337 Per­so­nen, bun­des­weit sind Tau­sen­de betrof­fen. Die zivi­len Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter wur­den mit dem end­gül­ti­gen Abzug der US-Streit­kräf­te aus den War­ner Bar­racks in Bam­berg im Jahr 2014 in die Arbeits­lo­sig­keit ent­las­sen. Seit 1971 steht für das Per­so­nal des­halb der soge­nann­te Tarif­ver­trag zur Sozia­len Siche­rung (TASS) bereit. Der TASS hilft nach der Ent­las­sung bei der Job­su­che und ermög­licht durch eine finan­zi­el­le Über­brückungs­bei­hil­fe die unmit­tel­ba­re Wie­der­ein­glie­de­rung des Per­so­nals auf dem frei­en Arbeits­markt.

„Müh­sam muss­ten sich in den letz­ten Jah­ren hun­der­te Per­so­nen ihren TASS-Anspruch vor Gericht ein­kla­gen. Auch ein­deu­ti­ge Fäl­le wur­den durch das Finanz­mi­ni­ste­ri­um nicht aner­kannt. Mein Kol­le­ge Uli Grötsch und ich konn­ten es nicht nach­voll­zie­hen, dass jeder Bescheid erst hart vor Gericht erklagt wer­den muss­te“, erklärt der SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Andre­as Schwarz.

Es folg­ten lan­ge Brief­wech­sel zwi­schen dem Bam­berg-Forch­hei­mer Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten und dem Bun­des­fi­nanz­mi­ni­ste­ri­um. Auch zahl­rei­che Gesprä­che mit der zustän­di­gen Abtei­lung im Finanz­mi­ni­ste­ri­um wur­den geführt. Dort trägt Andre­as Schwarz nun inof­fi­zi­ell die Bezeich­nung „Brief­freund“, wie beim abschlie­ßen­den Gespräch am ver­gan­ge­nen Diens­tag ver­söhn­lich und scher­zend erklärt wur­de.

„Ich bin froh, dass das Finanz­mi­ni­ste­ri­um ein­lenkt und die Dis­kus­si­on nun been­den hat. Die Kla­ge­wel­le half Nie­man­dem wei­ter. Die gericht­li­che Prü­fung nahe­zu jedes Ein­zel­falls war eine Bela­stung für die Men­schen und deren Fami­li­en. Sie ver­un­si­cher­te die Betrof­fe­nen und schreck­te poten­ti­el­le Arbeit­ge­ber ab. Der Zweck des TASS, schnell wie­der in Arbeit zu kom­men, wur­de durch die lan­gen Gerichts­ver­fah­ren ad absur­dum geführt “, so Schwarz.

Edu­ard May­er war jah­re­lang der Vor­sit­zen­de der Betriebs­ver­tre­tung der zivi­len Mit­ar­bei­ter am US-Stand­ort Bam­berg und selbst betrof­fen: „Vie­le unse­rer Kol­le­gen muss­ten vor dem Arbeits­ge­richt kla­gen und jede ein­zel­ne Kla­ge wur­de gewon­nen. Hier in Bam­berg hat sich kein Poli­ti­ker so für uns ein­ge­setzt wie Andre­as Schwarz und Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke. Das muss man auch erwäh­nen und da kann man ruhig mal dan­ke sagen“, so May­er. Auch nach der Schlie­ßung der US-Kaser­ne blieb er bei TASS-Fra­gen wich­ti­ger Ansprech­part­ner für sei­ne ehe­ma­li­gen Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen. Intern wird er noch immer als „inof­fi­zi­el­ler Betriebs­rat“ beti­telt.

„Auf viel­fäl­ti­gen Druck wur­de das Finanz­mi­ni­ste­ri­um zum Ein­len­ken bewo­gen, sich wie­der tarif­kon­form zu ver­hal­ten. Wir neh­men das Finanz­mi­ni­ste­ri­um da beim Wort. Wir dan­ken dem Bun­des­tag und Abge­ord­ne­ten, wie Uli Grötsch, Gustav Her­zog und Andre­as Schwarz, die sich für die Inter­es­sen der Beschäf­tig­ten mit uns gemein­sam ein­set­zen. Ich freue mich auf wei­te­re Zusam­men­ar­beit“, erklärt der zustän­di­ge Bun­des­fach­grup­pen­lei­ter von ver.di ‚Chri­sti­an Fuhr­mann.

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