Auto­fah­rer fährt rück­sichts­los auf Poli­zei­be­am­ten zu – drin­gen­der Zeu­gen­auf­ruf

TRA­BITZ, LKR. NEUSTADT/WALDNAAB. Ohne Rück­sicht auf die mög­li­chen Fol­gen, fuhr ein Pkw-Fah­rer am Mitt­woch­abend, 21.06.2017 auf einen Poli­zei­be­am­ten zu, der sich nur durch einen Sprung zur Sei­te ret­ten konn­te. Bei ihren Ermitt­lun­gen, unter ande­rem wegen Gefähr­li­chem Ein­griff in den Stra­ßen­ver­kehr, sucht die Poli­zei drin­gend Ver­kehrs­teil­neh­mer, die sich in unmit­tel­ba­rer Nähe zum Gesche­hen auf­ge­hal­ten haben.

Beam­te der Poli­zei­in­spek­ti­on Eschen­bach führ­ten am Mitt­woch­abend gegen 21:10 Uhr rou­ti­ne­mä­ßi­ge Ver­kehrs­kon­trol­len auf der Bun­des­stra­ße 470 bei Pres­s­ath durch. Die Anhal­te­stel­le rich­te­ten die Beam­ten zwi­schen Pres­s­ath und Eschen­bach, kurz nach Pres­s­ath an der Abzwei­gung nach Pichlberg ein.

Gegen 21:10 Uhr hat­te einer der Beam­ten bereits ein Fahr­zeug zur Kon­trol­le ange­hal­ten, wäh­rend der zwei­te drei aus Pres­s­ath her­an­na­hen­den Fahr­zeu­gen ein Anhal­te­zei­chen gab. Die drei Fahr­zeu­ge ver­lang­sam­ten dar­auf­hin die Geschwin­dig­keit auf nahe­zu Schritt­ge­schwin­dig­keit, als unver­mit­telt das zwei­te Fahr­zeug über­hol­te und der bis­lang unbe­kann­te Fah­rer den Wagen beschleu­nig­te und auf den Anhal­te­be­am­ten zusteu­er­te.

Die­ser konn­te einen Zusam­men­stoß mit dem Fahr­zeug nur durch einen Sprung zur Sei­te ver­hin­dern und blieb dadurch nahe­zu unver­letzt. Obwohl die bei­den Beam­ten unmit­tel­bar die Ver­fol­gung des flüch­ti­gen grau­en Pkw der Mar­ke Tes­la auf­nah­men gelang dem Fahr­zeug­len­ker uner­kannt die Flucht.

Dies war ins­be­son­de­re mög­lich, da das Fahr­zeug mit Tir­schen­reu­ther (TIR) Zulas­sung mit Geschwin­dig­kei­ten von über 200 Stun­den­ki­lo­me­tern auf der B 470 in Rich­tung Peg­nitz davon fuhr.

Die Ermitt­lun­gen zur Iden­ti­fi­zie­rung des Fahr­zeug­len­kers durch die Kri­mi­nal­po­li­zei­in­spek­ti­on Wei­den lau­fen in enger Abstim­mung mit der Staats­an­walt­schaft Wei­den auf Hoch­tou­ren.

Die Poli­zei bit­tet nun ins­be­son­de­re die Ver­kehrs­teil­neh­mer, die sich zusam­men mit dem spä­ter flüch­ti­gen Tes­la der Kon­troll­stel­le genä­hert haben oder bereits gehal­ten haben, sich zu mel­den. Die Fahr­zeug­insas­sen sind für die ermit­teln­den Beam­ten wich­ti­ge Zeu­gen und wer­den drin­gend gebe­ten, sich mit der Kri­mi­nal­po­li­zei­in­spek­ti­on Wei­den unter der Tel.-Nr. 0961/401–291 in Ver­bin­dung zu set­zen. Ins­be­son­de­re die Fahr­zeug­len­ker, die vor und hin­ter dem Tes­la gefah­ren sind, müss­ten den Vor­gang bemerkt haben, da sie im wei­te­ren Ver­lauf von dem ver­fol­gen­den Strei­fen­wa­gen über­holt wur­den.

Auch wenn die jewei­li­gen Fahr­zeug­füh­rer nach eige­ner Ein­schät­zung kei­ne sach­dien­li­chen Wahr­neh­mun­gen gemacht haben, wer­den sie drin­gend auf­ge­for­dert, sich mit der Poli­zei in Ver­bin­dung zu set­zen.

Dar­über hin­aus bit­tet die Poli­zei um Infor­ma­tio­nen zum Fah­rer des flüch­ti­gen Tes­la. Wem ist am Mitt­woch­abend ein grau­er Tes­la mit TIR Kenn­zei­chen im Bereich nörd­li­che Ober­pfalz oder in Ober­fran­ken auf­ge­fal­len? Ins­be­son­de­re wer­den Infor­ma­tio­nen zum jewei­li­gen Fah­rer unter der genann­ten Num­mer oder über jede ande­re Poli­zei­dienst­stel­le erbe­ten.

Eben­falls sind Ver­kehrs­teil­neh­mer, die am Mitt­woch­abend ins­be­son­de­re auf der B 470 durch einen sehr schnell fah­ren­den grau­en Tes­la gefähr­det oder geschä­digt wur­den, auf­ge­ru­fen, sich mit der Poli­zei in Ver­bin­dung zu set­zen.

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