Landkreis Forchheim: Gesundheitsforum der Gesundheitsregion.plus verabschiedet Gesundheitsziele

Foto vom 2. Gesundheitsforum
Foto vom 2. Gesundheitsforum

Auf Einladung von Landrat Dr. Hermann Ulm kamen im Klinikum Forchheim die Mitglieder des Gesundheitsforums der Gesundheitsregionplus zu ihrer zweiten Sitzung zusammen. Hauptthema der Sitzung war die Diskussion und die Verabschiedung der regionalen Gesundheitsziele, die die Grundlage für die weitere Arbeit von Forum und Arbeitsgruppen darstellen.

Die Ziele der Gesundheitsregionplus umfassen folgende sechs Handlungsfelder in der Gesundheitsversorgung und der Gesundheitsförderung:

  • Sicherstellung der wohnortnahen Gesundheitsversorgung
  • Verbesserung der sektor-übergreifenden Kommunikation
  • Verzahnung von Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung im Bereich psychischer Erkrankungen
  • Förderung der Gesundheitskompetenz unabhängig von Alter und sozialer Lage in allen Settings
  • Förderung einer betrieblichen Präventionskultur
  • Gesundes Altern im selbstbestimmten Lebensumfeld

Das Gesundheitsforum besteht aus 22 regionalen Fachexpertinnen und Fachexperten. Den Vorsitz hat Landrat Dr. Hermann Ulm inne, der insbesondere die wohnortnahe Gesundheitsversorgung zukunftssicher gestalten sowie die Vernetzung und den Informationsaustausch über die Sektor-Grenzen im Gesundheitswesen hinweg voranbringen möchte.

Die Leiter der Arbeitsgruppen berichteten über die bisher erreichten Fortschritte und anstehende Entwicklungen. Sven Oelkers, Leiter der Arbeitsgruppe „Wohnort-nahe Hausarztversorgung“, konnte die erfolgreiche Gründung des Weiterbildungsverbundes Allgemeinmedizin Landkreis Forchheim als ersten Schritt zur Gewinnung von hausärztlichem Nachwuchs vermelden. Gegenwärtig gibt es eine vakante Position für eine/n Weiterbildungsassistentin/-en im Klinikum Forchheim. Insgesamt stehen zur Weiterbildung drei Stellen an den Kliniken in Ebermannstadt und Forchheim zur Verfügung.

Der Leiter der Arbeitsgruppe „Sektorübergreifende Kommunikation“, Christian Bleile, berichtete von der gemeinsamen Erstellung einer „Positivliste“ für die Ärzte und Apotheken, als Versuch, dass die Einlösung der Rezepte noch besser garantiert werden kann. In der Bereitschaftspraxis bei der UGeF im Ärztehaus am Klinikum Forchheim verrichten Ärzte aus dem gesamten Landkreis ihre Bereitschaftsdienste. Die diensthabenden Apotheken in der Nähe der Bereitschaftspraxis waren mit den Verordnungen von Ärzten aus anderen Teilen des Landkreises nicht vertraut und hatten daher nicht immer die verschriebenen Medikamente auf Lager. Über die nächsten Wochen soll beobachtet werden, ob die vorgeschlagene Liste sicherstellen kann, dass die Rezepte immer vollständig abends und am Wochenende eingelöst werden können. Weiterhin erarbeitete die Gruppe eine Informationskarte nach Vorbild des ASB. Diese Karte soll von den Notärzten in der Wohnung hinterlassen werden, um den ambulanten Pflegedienst oder Angehörige über den Verbleib von aufgrund eines Notfalles in ein Krankenhaus eingewiesenen Bürgern zu informieren.

Das Gesundheitsforum ist das zentrale Steuerungsgremium für Verbesserungsmaßnahmen im Bereich der Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung im Landkreis. Die organisatorische Betreuung des Projektes liegt in den Händen von Frau Bärbel Matiaske aus dem Gesundheitsamt, die hier für die Leitung der Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus verantwortlich ist.

Bei Interesse an einer Mitarbeit in den Arbeitsgruppen sind alle Interessierten herzlich eingeladen, sich bei der Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus zu melden. Weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den einzelnen Arbeitsgruppen sind herzlich willkommen.

Die Gesundheitsregionplus ist ein vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördertes Projekt mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Weitere Auskünfte dazu erhalten Sie unter der Telefonnummer 09191/86-3510.