Wohnungseinbruchskriminalität: Erfolgreiche länderübergreifende Schwerpunktaktion

OBERFRANKEN / SACHSEN. Erfolgreich verlief die länderübergreifende Schwerpunktaktion zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität, die oberfränkische und sächsische Polizisten am Dienstag durchführten. Dabei konnten die Beamten im Bereich Hochfranken mehrere Straftaten aufklären und griffen einen behördlich gesuchten Mann auf. Die Oberfränkische Polizei hat somit ihr Ziel erreicht, den Fahndungsdruck weiter zu erhöhen.

Mehr als 70 Beamte eingesetzt

Mit tatkräftiger Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei führten oberfränkische Fahnder, sowohl uniformiert als auch in zivil, ab dem frühen Nachmittag bis in die Abendstunden gezielte Kontrollen durch. Die mehr als 70 Beamten konzentrierten sich vorrangig auf überregionale Verkehrswege im Bereich Hochfranken, während ihre sächsischen Kollegen in ihrem angrenzenden Bereich Fahndungsmaßnahmen durchführten. Darüber hinaus waren auch Beamte der Bundespolizei und des Zolls eingesetzt. Bei dem Schwerpunkteinsatz nahmen die Ordnungshüter besonders reisende Täter ins Visier, die bekanntermaßen auch vor Länder- oder Staatsgrenzen nicht Halt machen.

Basis für die gemeinsame Aktion ist die zwischen den Ländern Bayern und Sachsen geschlossene Kooperationsvereinbarung zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität.

Über 200 Personen und rund 50 Fahrzeuge kontrolliert

An verschiedenen Örtlichkeiten unterzogen die Polizisten vorrangig auf den Autobahnen A9 und A93 insgesamt mehr als 200 Personen und rund 50 Fahrzeuge intensiven Kontrollen. Die Fahnder nahmen bei dieser Gelegenheit nicht nur Autofahrer, sondern auch Busse und Lastwagen sowie deren Insassen genau unter die Lupe.

Mehrere Straftaten aufgedeckt – Fahndungsdruck erhöht

Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen deckten die Beamten mehrere Straftaten auf. Dabei handelte es sich vorrangig um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und Verkehrsstraftaten. Bei der Suche nach den versteckten Drogen wurden sie von einem Rauschgiftsuchhund der Operativen Ergänzungsdienste Bayreuth unterstützt.

Darüber hinaus ging den Polizisten ein Mann ins Netz, nach dem Baden-Württemberger Behörden seit einigen Tagen fahndeten.

Auch wenn das Risiko, Opfer eines Wohnungseinbruchs zu werden, in Oberfranken im Vergleich zu den übrigen Polizeipräsidien am niedrigsten in Bayern ist, erhöhte die Oberfränkische Polizei durch die gezielten Kontrollen den Druck auf reisende Täter weiter erheblich. Gezielte Fahndungsmaßnahmen werden neben qualifizierter Ermittlungs- und Tatortarbeit weiterhin einen wichtigen Baustein bei der Bekämpfung der Einbruchskriminalität darstellen. Hierbei nimmt auch die Präventionsarbeit einen gewichtigen Teil ein.

Einfache Hinweise für mehr Sicherheit

Mit folgenden Tipps der Oberfränkischen Polizei können Sie das Risiko, Opfer eines Einbruchs zu werden, minimieren:

  • Sperren Sie Ihre Haustür stets ab.
  • Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster!
  • Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck!
  • Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus.
  • Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit beispielsweise in sozialen Netzwerken oder auf Ihrem Anrufbeantworter.
  • Praktizieren Sie Nachbarschaftshilfe! Betreuen Sie die Wohnung länger abwesender Nachbarn und erwecken Sie einen bewohnen Eindruck, indem Sie beispielsweise den Briefkasten leeren oder die Rollläden zur Nachtzeit schließen.
  • Achten Sie auf Fremde in Ihrer Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück.
  • Notieren Sie sich Kennzeichen und Beschreibungen verdächtiger Autos und Personen.
  • Informieren Sie bei verdächtigen Beobachtungen sofort die Polizei und auch ihre Nachbarn!

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Kostenlos und unabhängig informieren die Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen in Bamberg, Bayreuth, Coburg und Hof über die vielfältigen Möglichkeiten zur Sicherung Ihres Eigenheims sowie über finanzielle Förderungen. Verhaltenstipps im Zusammenwirken mit den Sicherungseinrichtungen erklären die Beamten verständlich und gehen individuell auf die Bedürfnisse und Vorstellungen der Haus- und Wohnungsbesitzer ein. Denn je schwerer es den Tätern gemacht wird, desto eher rücken sie ohne Beute auch wieder ab.