Geld­au­to­mat in Strul­len­dorf zur Spren­gung vor­be­rei­tet – ein Tat­ver­däch­ti­ger fest­ge­nom­men

Gemein­sa­me Pres­se­er­klä­rung des Poli­zei­prä­si­di­ums Ober­fran­ken und der Staats­an­walt­schaft Bam­berg

STRUL­LEN­DORF, LKR. BAM­BERG. Ver­mut­lich meh­re­re Täter haben am frü­hen Mitt­woch­mor­gen offen­bar den Geld­au­to­ma­ten einer Bank im Orts­teil Lee­sten zur Spren­gung vor­be­rei­tet. Im Rah­men einer groß ange­leg­ten Fahn­dung konn­ten Bam­ber­ger Poli­zi­sten unweit des Tat­orts einen Ver­däch­ti­gen fest­neh­men. Kri­po und Staats­an­walt­schaft Bam­berg haben die Ermitt­lun­gen über­nom­men und prü­fen der­zeit eine mög­li­che Tat­be­tei­li­gung des Man­nes. Zudem suchen die Kri­po­be­am­ten noch Zeu­gen.

Geld­au­to­mat für Spren­gung prä­pa­riert

Gegen 3.15 Uhr bemerk­te ein Kun­de der Bank tech­ni­sche Vor­rich­tun­gen, die an dem Geld­au­to­ma­ten ange­bracht waren und ihm ver­däch­tig vor­ka­men. Beam­te der dar­auf­hin ver­stän­dig­ten Poli­zei Bam­berg-Land tra­fen nur weni­ge Minu­ten spä­ter am Tat­ort ein und stell­ten fest, dass der Geld­au­to­mat offen­bar für eine Spren­gung prä­pa­riert wor­den war. Nach­dem die Täter den Geld­be­häl­ter nicht zur Explo­si­on gebracht hat­ten, waren sie ver­mut­lich vor­her gestört wor­den und vor­erst uner­kannt geflüch­tet. Sie hat­ten wohl aber bereits ein Gas ein­ge­lei­tet, das die Spren­gung aus­lö­sen und ihnen so den Zugriff auf die Bar­geld­be­stän­de des Auto­ma­ten ermög­li­chen soll­te. Ein­satz­kräf­te der Feu­er­wehr besei­tig­ten die gesund­heits­schäd­li­chen Gas­rück­stän­de, bevor Ermitt­ler und Spu­ren­si­che­rer der Kri­po Bam­berg ihre Arbeit am Tat­ort auf­nah­men.

Tat­ver­däch­ti­ger fest­ge­nom­men – Ermitt­lun­gen dau­ern an

Im Rah­men der sofort aus­ge­lö­sten Groß­fahn­dung, bei der zahl­rei­che Beam­te und auch ein Poli­zei­hub­schrau­ber ein­ge­setzt waren, gelang es Bam­ber­ger Ver­kehrs­po­li­zi­sten noch im Gemein­de­ge­biet Strul­len­dorf einen Tat­ver­däch­ti­gen fest­zu­neh­men. Die Ermitt­ler des Fach­kom­mis­sa­ri­ats für Eigen­tums­de­lik­te der Kri­po Bam­berg und der Staats­an­walt­schaft prü­fen momen­tan die mög­li­che Tat­be­tei­li­gung des Man­nes. Auch die Ermitt­lun­gen zu mög­li­chen wei­te­ren Kom­pli­zen des weiß­rus­si­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen dau­ern an.

Dar­über hin­aus unter­su­chen die Beam­ten mög­li­che Zusam­men­hän­ge mit einem ähn­li­chen Fall, bei dem am Sonn­tag in Dit­tel­brunn im Land­kreis Schwein­furt, Unbe­kann­te einen Geld­au­to­ma­ten gesprengt hat­ten.

Kri­po Bam­berg sucht Zeu­gen

Die Kri­po Bam­berg bit­tet auch die Bevöl­ke­rung um Mit­hil­fe und stellt ins­be­son­de­re fol­gen­de Fra­gen:

  • Wem sind in der Nacht zum Mitt­woch im Strul­len­dor­fer Orts­teil Lee­sten ver­däch­ti­ge Per­so­nen und/​oder Fahr­zeu­ge auf­ge­fal­len?
  • Wer hat im Vor­feld in Strul­len­dorf ver­däch­ti­ge Wahr­neh­mun­gen gemacht, die im Zusam­men­hang mit der ver­such­ten Geld­au­to­ma­ten­spren­gung ste­hen könn­ten?
  • Wer kann sonst sach­dien­li­che Hin­wei­se zur Tat geben?

Zeu­gen wer­den gebe­ten, sich unter der Tel.-Nr. 0951/9129–491 bei der Bam­ber­ger Kri­mi­nal­po­li­zei zu mel­den.

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