Universität Bamberg: Podiumsdiskussion über Martin Luther eröffnet ZEMAS-Ringvorlesung

Vorbild oder Antisemit?

„Bruder, Provokateur, Plakat-Ikone. Martin Luther einst und jetzt“ – so kündigt das Zentrum für Mittelalterstudien (ZEMAS) der Universität Bamberg seine Podiumsdiskussion am Mittwoch, 10. Mai, an. Es geht zunächst um Luther als Vorbild einerseits und seine antisemitischen Schriften andererseits, um die Reformation als Medienrevolution und den Katholiken Luther. Zu Wort kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bamberg: Präsident Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert und Prof. Dr. Rudolf Stöber, der den Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft innehat. Außerdem spricht die Professorin für Judaistik Dr. Susanne Talabardon sowie Prof. Dr. Henrik Simojoki, der Lehrstuhlinhaber für Evangelische Theologie mit Schwerpunkt Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts. Die Podiumsdiskussion wird moderiert von Dr. Markus Behmer, Professor für Kommunikationswissenschaft mit dem Schwerpunkt empirische Kommunikatorforschung. Die Veranstaltung findet um 20 Uhr in der AULA der Universität, Dominikanerstraße 2a, statt.

Drei Themenaspekte stehen im Mittelpunkt der Diskussion: Das Reformationsjahr 1517, die Bedeutung der Reformation für die Gegenwart und der aktuelle Hype um Luther. Mit der Podiumsdiskussion leitet das ZEMAS seine Ringvorlesung im Sommersemester ein. Unter dem Titel „Martin Luther: Der Mensch und seine Zeit“ stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sprach- und literaturwissenschaftliche sowie historische Perspektiven auf den Reformator vor. Es gibt Vorträge über die deutsche Bibelübersetzung, das deutsche Kirchenlied oder auch die Biographie Luthers. An acht Montagen, beginnend am 15. Mai, steht die Ringvorlesung allen Interessierten offen. Sie startet immer um 20 Uhr in Hörsaal 1, Raum 00.25, An der Universität 2.

Das vollständige Programm der Ringvorlesung steht online unter: www.uni-bamberg.de/zemas/veranstaltungen/sommersemester-2017/ringvorlesung