Forch­hei­mer Grü­ne gegen obe­ren Kellerwald-Parkplatz

Foto: Fabiola Reges-Huber
Foto: Fabiola Reges-Huber

Die Forch­hei­mer Grü­nen wen­den sich ganz ent­schie­den gegen den von den bei­den Stadt­rats­mit­glie­dern des FBF gefor­der­ten zusätz­li­chen Park­platz am Obe­ren Kel­ler­wald. Emme­rich Huber, Spre­cher der Grü­nen, hält das Vor­ha­ben für eine aus­ge­spro­che­ne Schnaps‑, bzw. Bier-Idee, geht aber davon aus, dass der Antrag des FBF den­noch ernst gemeint ist, denn offen­sicht­lich wur­den in der Ver­wal­tung bereits Pla­nun­gen in Rich­tung einer Park­platz­flä­che für etwa 80 Pkw auf­ge­nom­men, ohne daß der Stadt­rat oder ein Aus­schuß bis­her damit befaßt waren. Lächer­lich und ärger­lich fin­den die Grü­nen auch teil­wei­se die Begrün­dung des Vor­ha­bens, näm­lich u.a. das Ziel einer Ein­tra­gung des Kel­ler­wal­des als größ­ten Bier­gar­ten im Guin­ness-Buch. Für so einen Gag wert­vol­len Natur­raum zer­stö­ren zu wol­len, hal­ten sie schlicht für absurd und unver­ant­wort­lich. FGL-Stadt­rä­tin Edith Fie­ßer weist dar­auf hin, daß das Wald­stück gleich mehr­fach geschützt ist, näm­lich u.a. als Natur­park, Land­schafts­schutz­ge­biet, Bann‑, Erho­lungs- und Kli­ma­schutz­wald. Außer­dem sie­del­ten dort geschütz­te Tier- und Pflanzenarten.

Abge­se­hen von die­sen eher for­ma­len Hin­der­nis­sen wen­den sich die Grü­nen auch mas­siv gegen die Vor­stel­lung, immer und an jeden Ort und auch in die schön­ste Natur mög­lichst nah mit dem Auto kom­men zu müs­sen. „Wir war­ten nur noch drauf, daß hier einer den Antrag auf einen Dri­ve-in-Kel­ler stellt“ sagt Huber. Auto und Bier­kel­ler pas­se ohne­hin nicht zusam­men und die Kel­ler sei­en ins­ge­samt gut erreich­bar, z.B. mit dem Fahr­rad und beim Anna-Fest sogar mit dem Shut­tle. Die ÖPNV-Anbin­dung müs­se aber ver­bes­sert wer­den. Noch mehr Park­plät­ze zie­hen, so zei­ge jede Erfah­rung, noch mehr Auto­ver­kehr nach sich, was die Situa­ti­on für die Anlie­ger noch ver­schär­fen wür­de. Im Umkreis des Kel­ler­wal­des gäbe es, so argu­men­tie­ren die Grü­nen, ohne­hin bereits an die 600 Park­plät­ze und allein in unmit­tel­ba­rer Nähe des Schüt­zen-Kel­lers, also ganz oben, rd. 30. Von denen ist aber nach Fest­stel­lung Hubers nur genau einer für Behin­der­te aus­ge­wie­sen. Das soll­ten sei­ner Mei­nung nach min­de­stens 4 oder 5 sein, denn das sei ein nach­voll­zieh­ba­rer Bedarf – und die soll­ten ganz­jäh­rig offen sein. Anson­sten beto­nen die Grü­nen, müs­se es dabei blei­ben, näm­lich, daß man auf die Kel­ler GEHT und nicht auf die Kel­ler fährt.

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