Mut­maß­lich inter­na­tio­nal agie­ren­der Seri­en­ein­bre­cher fest­ge­nom­men

(ots) – Nach umfang­rei­chen Ermitt­lun­gen gelang es den Ermitt­lern der Beson­de­ren Auf­bau­or­ga­ni­sa­ti­on Wohn­raum­ein­bruch­dieb­stahl des Poli­zei­prä­si­di­ums Mit­tel­fran­ken (BAO WED) mit tat­kräf­ti­ger Unter­stüt­zung der unter­frän­ki­schen Poli­zei und dem Baye­ri­schen Lan­des­kri­mi­nal­amt sowie in enger Abstim­mung mit der Staats­an­walt­schaft Nürn­berg-Fürth, einen mut­maß­lich inter­na­tio­nal agie­ren­den Seri­en­ein­bre­cher fest­zu­neh­men. Der Tat­ver­däch­ti­ge räumt in sei­ner Ver­neh­mung rund ein­hun­dert Woh­nungs­ein­brü­che in Bay­ern und dem benach­bar­ten Aus­land ein.

Dem Beschul­dig­ten kön­nen auch Woh­nungs­ein­bruch­dieb­stäh­le in Ober­fran­ken, Land­kreis Bam­berg, zuge­ord­net wer­den. Dem­nach beging der Ost­eu­ro­pä­er zwei Woh­nungs­ein­brü­che in Strul­len­dorf, am 22.01.2017 und 23.01.2017, einen Woh­nungs­ein­bruch in Hirschaid am 07.02.2017, zwei Woh­nungs­ein­brü­che in Bisch­berg, bei­de in der Zeit von 07.02.17 auf 08.02.17 sowie einen Woh­nungs­ein­bruch in Hall­stadt im Zeit­raum von 08.02.17 auf 09.02.17.

Gegen ihn wur­de Haft­be­fehl erlas­sen.

Seit Okto­ber 2016 häuf­ten sich in Bay­ern Woh­nungs­ein­brü­che, die stets die glei­che Vor­ge­hens­wei­se zeig­ten. Dabei wur­den die Rah­men von Fen­stern oder Ter­ras­sen­tü­ren, zum Teil wäh­rend die Geschä­dig­ten schlie­fen, auf­ge­bohrt. In den Anwe­sen hat­te es der zunächst unbe­kann­te Täter auf hoch­wer­ti­ge Elek­tronik­ge­rä­te (Han­dys, Tablets, Lap­tops) und Bar­geld abge­se­hen.

Im Lau­fe der umfang­reich und zeit­auf­wän­dig geführ­ten Ermitt­lun­gen gelang es den Beam­ten der BAO WED, Zusam­men­hän­ge zwi­schen gleich­ge­la­ger­ten Fäl­len in den Regio­nen Mün­chen, Regens­burg, Schwein­furt, Würz­burg und im Bal­lungs­raum Nürn­berg-Fürth her­zu­stel­len. Durch kri­mi­nal­tak­ti­sche Maß­nah­men und umfang­rei­che Über­wa­chungs­maß­nah­men geriet nun vor weni­gen Tagen ein 32-jäh­ri­ger Ost­eu­ro­pä­er in den Fokus der Poli­zei.

In der Nacht von Frei­tag auf Sams­tag (24./25.03.2017) erfolg­te die Fest­nah­me. Der Mann wur­de in einem Wald­ge­biet im Land­kreis Aschaf­fen­burg mit Unter­stüt­zung der unter­frän­ki­schen Poli­zei sowie des Baye­ri­schen Lan­des­kri­mi­nal­am­tes fest­ge­nom­men. Er hat kei­nen festen Wohn­sitz in Deutsch­land und hau­ste in einem Zelt, wel­ches er jeweils in schlecht zugäng­li­chen Wald­ge­bie­ten auf­ge­stellt hat­te.

Mit den Tat­vor­wür­fen kon­fron­tiert, leg­te der Beschul­dig­te ein umfang­rei­ches Geständ­nis ab und räum­te eine Viel­zahl von Ein­brü­chen ein. Zudem offen­bar­te er den Ermitt­lern fünf sei­ner Beu­t­ela­ger. Dort konn­te Die­bes­gut aus den zurück­lie­gen­den Taten sicher­ge­stellt wer­den. Nach der­zei­ti­gem Stand der Ermitt­lun­gen soll der 32-Jäh­ri­ge allein gehan­delt haben. Die Tat­or­te befan­den sich dabei nicht nur in Bay­ern, son­dern auch in Öster­reich. Die Ermitt­lun­gen der BAO WED dau­ern an. In die­sem Zusam­men­hang wer­den ähn­lich gela­ger­te Fäl­le in der Schweiz, Frank­reich, den Nie­der­lan­den und Bel­gi­en geprüft.

Auf Antrag der Staats­an­walt­schaft Nürn­berg-Fürth erließ eine Ermitt­lungs­rich­te­rin beim Amts­ge­richt Nürn­berg Haft­be­fehl gegen den Tat­ver­däch­ti­gen.

Wei­te­re Aus­künf­te zu die­sem Fall erteilt die Pres­se­stel­le der Staats­an­walt­schaft Nürn­berg-Fürth unter der Tele­fon­num­mer 0911 321‑2780.

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