Eines der bekann­te­sten Gesich­ter der GAL ver­lässt den Bam­ber­ger Stadt­rat

Peter Gack bleibt grün und aktiv

„Man soll­te dann gehen, wenn einen die ande­ren noch ver­mis­sen.“ So bringt Peter Gack – etwas ver­schmitzt – sei­ne Ent­schei­dung auf den Punkt, den Bam­ber­ger Stadt­rat nach 27 Jah­ren zu ver­las­sen.

1984 wur­de der gebür­ti­ge Bam­ber­ger erst­mals in das kom­mu­nal­po­li­ti­sche Gre­mi­um gewählt, als Mit­glied der ersten drei­köp­fi­gen Frak­ti­on der noch jun­gen „Grün-Alter­na­ti­ven Liste“. Seit­her gehör­te er dem Stadt­rat mit einer Unter­bre­chung von sechs Jah­ren an. Er kam als grü­ner Pio­nier in ein Stadt­par­la­ment, das ein unge­nau­es Kli­schee von unfri­sier­ten Atom­kraft­geg­nern im Strick­pul­li vor Augen hat­te und den ersten GAL­li­ern zurück­hal­tend bis feind­lich gegen­über­stand. Heu­te, über 30 Jah­re spä­ter, genießt Peter Gack unter den Stadtratskolleg*innen aller Frak­tio­nen höch­stes Anse­hen, sei­ne kom­mu­nal­po­li­ti­sche Kom­pe­tenz gilt als unum­strit­ten. Ins­be­son­de­re war er als finanz‑, ver­kehrs- und ener­gie­po­li­ti­scher Fach­mann gefragt und eine Säu­le der GAL. Auch in sei­ner Par­tei selbst zählt er seit Jah­ren zu den belieb­te­sten Politiker*innen.

Bei der letz­ten Kom­mu­nal­wahl erreich­te Gack die dritt­mei­sten per­sön­li­chen Stim­men aller 44 gewähl­ten Stadt­rä­te. Bei der Wahl 2008, als er schon ein­mal ein Aus­schei­den aus dem Stadt­rat in Erwä­gung zog, wähl­ten ihn die Wähler*innen sogar vom letz­ten Platz der GAL-Liste (44) nach vor­ne auf Platz 4 und somit in das Kom­mu­nal­par­la­ment hin­ein.

„Nun will ich eine Rei­he zurück­tre­ten und von der Basis aus grü­ne Poli­tik vor­an­brin­gen. Die GAL ist mich kei­nes­falls los“, meint Gack schmun­zelnd. „Ich blei­be aktiv und wer­de auch in Zukunft nicht feh­len, wenn es grü­ne Aktio­nen gibt.“ Sein Rück­tritts­ge­such reich­te der bekann­te Grü­nen-Poli­ti­ker zum Ende April ein, „mit Absicht wäh­rend der Amts­pe­ri­ode des Stadt­rats, um den Über­gang zu ver­ein­fa­chen und dem Nach­rücker eine ruhi­ge Ein­ar­bei­tungs­zeit zu ermög­li­chen.“ Der 58-Jäh­ri­ge will künf­tig mehr Zeit für Fami­lie und Frei­zeit nut­zen, beruf­lich ist er wei­ter­hin bei der Kom­mu­nal­po­li­ti­schen Ver­ei­ni­gung der baye­ri­schen Grü­nen GRiBs in Bam­berg tätig.

Auf­grund der Ergeb­nis­se der Stadt­rats­wahl 2014 steht Ralf Dischin­ger auf dem näch­sten GAL-Listen­platz. Der 57-jäh­ri­ge Rich­ter stammt aus Frei­burg, lebt seit 2001 in Bam­berg und ist seit­her auch bei der GAL aktiv.

Schreibe einen Kommentar