Bay­reuth: Erkran­kun­gen an Mumps – Impf­sta­tus über­prü­fen

Im Bay­reu­ther Stadt­ge­biet sind dem Gesund­heits­amt meh­re­re Erkran­kun­gen an Mumps gemel­det wor­den. Betrof­fen sind bis­her ein Kin­der­gar­ten und eine Grund­schu­le im Stadt­ge­biet, aber auch Erwach­se­ne im per­sön­li­chen Umfeld der erkrank­ten Kin­der. Bei die­sen han­delt es sich um ungeimpfte/​bzw. unvoll­stän­dig geimpf­te Kon­takt­per­so­nen. Um wei­te­re Erkran­kungs­fäl­le zu ver­hin­dern, sah sich das Gesund­heits­amt auf Grund­la­ge des Infek­ti­ons­schutz­ge­set­zes ver­an­lasst, alle unge­impf­ten oder nur unzu­rei­chend geimpf­ten Kin­der vom wei­te­ren Besuch der Gemein­schafts­ein­rich­tung aus­zu­schlie­ßen.

Der Krank­heits­er­re­ger ist das Mumps-Virus. Kom­pli­ka­tio­nen der Infek­ti­on kön­nen eine gefähr­li­che Ent­zün­dung des Gehirns, Taub­heit und Unfrucht­bar­keit bei Män­nern sein Die Zeit von der Ansteckung bis zum Aus­bruch der Erkran­kung dau­ert in der Regel 16 bis 18 Tage. Bei der Erkran­kung kommt es zu einer deut­li­chen Schwel­lung der Ohr­spei­chel­drü­se. Die Zeit der Ansteckungs­fä­hig­keit beginnt 7 Tage vor und endet bis 9 Tage nach Auf­tre­ten die­ser Schwel­lung. Auch Erkrank­te ohne typi­sche Sym­pto­me sind ansteckend.

Der Ansteckungs­weg ist eine Tröpf­chen­in­fek­ti­on, d. h. es kommt zu einer Über­tra­gung beim Spre­chen, Nie­sen, Husten, sel­te­ner durch mit Spei­chel ver­un­rei­nig­te Gegen­stän­de.

Als vor­beu­gen­de Maß­nah­me steht eine Imp­fung zur Ver­fü­gung, die als Kom­bi­na­ti­on­s­impf­stoff mit Masern und Röteln ange­bo­ten wird.
In der Regel wird zwi­schen dem 12. und 15. Lebens­mo­nat geimpft, eine zwei­te Imp­fung ist im Alter von 15 bis 23 Mona­ten emp­foh­len.

Im Rah­men eines Aus­bruchs­ge­sche­hens ist die sicher­ste vor­beu­gen­de Maß­nah­me eine Imp­fung inner­halb von 3 (maxi­mal nach 5) Tagen nach Kon­takt zu einer erkrank­ten Per­son. Sie kann bei unge­impf­ten bzw. ein­mal geimpf­ten Per­so­nen den Aus­bruch einer Mumps-Erkran­kung ver­hin­dern. Kon­takt­per­so­nen, die in der Ver­gan­gen­heit bereits ein­mal geimpft wor­den sind, kön­nen nach durch­ge­führ­ter zwei­ter Imp­fung wie­der die Gemein­schafts­ein­rich­tung besu­chen.

Wir emp­feh­len daher der Bevöl­ke­rung von Bay­reuth Stadt und Land, sowohl den Erwach­se­nen als auch den Kin­dern, ihren Impf­sta­tus zu über­prü­fen und ggf. ihren Haus­arzt oder Kin­der- und Jugend­me­di­zi­ner auf­zu­su­chen, um eine ent­spre­chen­de Imp­fung durch­füh­ren zu las­sen. Die Imp­fung ist kosten­los und wird von den Kran­ken­kas­sen über­nom­men.

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