Ansied­lung von groß­flä­chi­gem Möbel­ein­zel­han­del The­ma im Bay­reu­ther Bau­aus­schuss

Ver­wal­tung hat Stand­ort-Vari­an­ten geprüft – Stadt­rats­gre­mi­en sind nun gefor­dert, einen Stand­ort fest­zu­le­gen

Der Bau­aus­schuss des Stadt­rats wird sich in sei­ner Sit­zung am Diens­tag, 21. März, mit einer wich­ti­gen Wei­chen­stel­lung für die Bay­reu­ther Stadt­ent­wick­lung befas­sen. Sowohl die Lutz-Unter­neh­mens­grup­pe als auch die Krie­ger Unter­neh­mens­grup­pe haben Inter­es­se an Bay­reuth als Stand­ort für groß­flä­chi­gen Möbel­ein­zel­han­del. Nach einem Beschluss des Stadt­rats vom Dezem­ber 2015 sind sowohl Flä­chen auf dem Are­al der ehe­ma­li­gen Mark­gra­fen­ka­ser­ne als auch an der Dr.-Konrad-Pöhner-Straße denk­bar. Die Mit­glie­der des Bau­aus­schus­ses sind nun gefor­dert, als Emp­feh­lung an den Stadt­rat eine der bei­den Optio­nen zu prä­fe­rie­ren.

Mit Blick auf den Stand­ort der ehe­ma­li­gen Mark­gra­fen­ka­ser­ne wur­den im Ver­lauf des ver­gan­ge­nen Jah­res inten­si­ve Gesprä­che mit der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BImA) und mit der Eigen­tü­mer­sei­te des Nach­bar­grund­stücks geführt. Dabei waren unter ande­rem Fra­gen der Wert­ermitt­lung und der ver­trag­lich fest­ge­setz­ten Nach­zah­lungs­ver­pflich­tun­gen zu klä­ren, die ent­ste­hen, wenn auf die­sen Flä­chen ent­ge­gen der ursprüng­li­chen Pla­nung eines Logi­stik­zen­trums eine höher­wer­ti­ge Nut­zung rea­li­siert wird.

Auch mit der Städ­te­bau­för­de­rung wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr Gesprä­che geführt. Abzu­klä­ren galt es, ob und wie eine Rück­zah­lung von staat­li­chen För­der­mit­teln für die frag­li­chen Flä­chen der ehe­ma­li­gen Mark­gra­fen­ka­ser­ne abzu­wickeln ist, falls für die­se eine höher­wer­ti­ge bau­li­che Nut­zung vor­liegt. Die Regie­rung von Ober­fran­ken hat hier­zu inzwi­schen eben­falls eine ver­bind­li­che Aus­sa­ge getrof­fen.

Stand­ort Dr.-Konrad-Pöhner-Straße eben­falls geprüft

Eben­falls wei­ter geprüft wur­de von der Ver­wal­tung der Stand­ort Dr.-Konrad-Pöhner-Straße. Hier fand zuletzt im Dezem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res ein Gespräch zwi­schen den betei­lig­ten Pri­vat­per­so­nen und dem Rechts­re­fe­rat der Stadt statt. Denk­bar wäre eine Lösung, bei der ein flä­chen­mä­ßig deut­lich nach­ge­ord­ne­ter Teil des Grund­stücks für die Ansied­lung eines Möbel­fach­mark­tes ver­äu­ßert wird und der über­wie­gen­de Teil der Flä­chen an die Stadt Bay­reuth ver­kauft wird. Für die­se Flä­chen ist vor­ge­se­hen, ein Son­der­ge­biet Uni­ver­si­tät bezie­hungs­wei­se For­schung und Ent­wick­lung pla­ne­risch auf­zu­be­rei­ten. Damit wür­den sich sowohl für die Uni­ver­si­tät selbst als auch für Aus­grün­dun­gen und ein Exi­stenz­grün­der­zen­trum opti­ma­le Rah­men­be­din­gun­gen erge­ben.

Für den Fort­gang des Ansied­lungs­pro­zes­ses ist nach Ein­schät­zung des Rat­hau­ses nun eine Ent­schei­dung der Stadt­rats­gre­mi­en für einen kon­kre­ten Stand­ort not­wen­dig. Sie wäre gleich­be­deu­tend mit Pla­nungs­si­cher­heit für die Eigen­tü­mer und Inve­sto­ren und wür­de die Grund­la­ge für die erfor­der­li­chen Bau­leit­plan­ver­fah­ren schaf­fen.

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