Fas­zi­na­ti­on Motor­rad – aber das Risi­ko fährt mit

Kaum ist die Früh­jahrs­son­ne da, gehö­ren die Stra­ßen in Deutsch­land wie­der den Bikern. Nichts geht über die erste Tour: Kur­vi­ge Stra­ßen, Spit­zen­wet­ter, Motor­rad­fah­ren. Beim Frei­zeit­spaß soll­te aber auch immer der Gedan­ke an die eige­ne Sicher­heit mit­fah­ren. Lei­der lie­gen die Gefah­ren beim Motor­rad­fah­ren nur zu einem Teil auf der Stra­ße – zum ande­ren sind sie dar­auf unter­wegs. Vie­le Unfall­si­tua­tio­nen ent­ste­hen durch Auto­fah­rer, die Motor­rad­fah­rer über­se­hen oder Geschwin­dig­kei­ten falsch ein­schät­zen. Vor­sicht ist also nie­mals Feig­heit, son­dern immer die beste Lebens­ver­si­che­rung!

Das Risi­ko, mit dem Motor­rad töd­lich zu ver­un­glücken, ist wesent­lich höher als mit dem PKW. Für alle guten Fah­re­rin­nen und Fah­rer gilt des­halb die Devi­se: Gefah­ren­si­tua­tio­nen ver­mei­den durch vor­aus­schau­en­de und ver­nünf­ti­ge Fahr­wei­se.

Sicher fährt, wer immer damit rech­net, nicht wahr­ge­nom­men zu wer­den. Oft ist die schma­le Sil­hou­et­te des Motor­rad­fah­rers im Ver­kehr ver­deckt.
Kein Spie­gel kann den Blick über die Schul­ter vor Über­hol­ma­nö­vern und Fahr­bahn­wech­seln erset­zen.
Je kür­zer der Abstand zum Vor­der­mann ist, desto gerin­ger sind die Chan­cen, in einer Gefah­ren­si­tua­ti­on noch reagie­ren zu kön­nen.
Fahr­bahn­be­ob­ach­tung ist lebens­wich­tig. Bei Näs­se kön­nen aus­ge­bes­ser­te Stra­ßen­be­lä­ge, Kanal­deckel, Fahr­bahn­mar­kie­run­gen oder Spur­ril­len zur gro­ßen Gefahr wer­den.

Doch auch die Motor­rad­fah­rer selbst sind gefor­dert. Denn nach der Win­ter­zeit muss man sich erst wie­der an die Maschi­ne gewöh­nen.

  • Begin­nen Sie die neue Sai­son vor­sich­tig und „pro­bie­ren“ Sie erst mal auf ver­kehrs­ar­men Strecken.
  • Gehen Sie vor­sich­tig mit dem Gas­griff um, damit Sie nie die Kon­trol­le über die Maschi­ne ver­lie­ren.
  • Nei­gen Sie sich bei Kur­ven­fahr­ten nie mehr als not­wen­dig. Schnell rutscht sonst das Hin­ter­rad weg und Sie stür­zen auf die Stra­ße.
  • Las­sen Sie sich nicht vom unvor­bild­li­chen Ver­hal­ten ande­rer Motor­rad­fah­rer beein­flus­sen.

Jeder Biker kann sei­ne Sicher­heit durch die rich­ti­ge Klei­dung ver­bes­sern. Wer auf Schutz­klei­dung ver­zich­tet, ris­kiert sei­ne Gesund­heit. Egal, wie kurz die Strecke oder wie heiß der Som­mer ist: Pech kann jeder jeder­zeit haben, dann wiegt kein noch so guter Grund schwe­re Ver­let­zun­gen auf.

  • Pro­tek­to­ren­kom­bis bie­ten den besten Schutz. Sie ver­hin­dern nicht nur Abschür­fun­gen, son­dern sen­ken zudem das Risi­ko, Kno­chen­brü­che zu erlei­den. Hand­schu­he, Nie­ren­gurt, Motor­rad­stie­fel und natür­lich der Inte-gral­helm gehö­ren dazu.
  • Kom­pro­mis­se loh­nen nicht. Wenn die Ver­ar­bei­tungs­qua­li­tät der Schutz­klei­dung schlecht ist oder kei­ne Pro­tek­to­ren vor­han­den sind, spa­ren Fah­re­rin­nen oder Fah­rer an ihrer eige­nen Gesund­heit.
  • Buch­stäb­lich blind vor den Gefah­ren macht ein zer­kratz­tes oder schmut­zi­ges Visier. Der kla­re Durch­blick auch bei Dun­kel­heit ist unent­behr­lich.

All­zeit gute Fahrt wün­schen das Land­rats­amt Bam­berg und die Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Land.

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