Bücher­tausch­bör­se im Rat­haus Egloffstein

Lesen bil­det – das bele­gen vie­le Stu­di­en. Aller­dings haben sich durch den Ein­zug der elek­tro­ni­schen Medi­en in unser Leben und die dadurch ver­ur­sach­te „Infor­ma­ti­ons­flut“ die Lese­ge­wohn­hei­ten ver­än­dert. Zuneh­mend wer­den Tex­te nicht mehr ein­ge­hend stu­diert, son­dern nur noch über­flo­gen und häpp­chen­wei­se konsumiert.

Regel­mä­ßi­ges Lesen ver­bes­sert laut For­schern nicht nur bei Kin­dern den Signal­aus­tausch zwi­schen ver­schie­de­nen Hirn­re­gio­nen. Erwach­se­ne pro­fi­tie­ren eben­so davon: Wie Stu­di­en zei­gen, stärkt Lesen unter ande­rem die Fähig­keit, gei­stig in ande­re Rol­len zu schlüp­fen und bei der Sache zu blei­ben. Senio­ren, die viel lesen, blei­ben län­ger gei­stig fit und zei­gen sel­te­ner Sym­pto­me einer Demenz.

Das alt­be­währ­te Instru­ment für regel­mä­ßi­ges Lesen ist nach wie vor das klas­si­sche Buch. der Markt Egloff­stein möch­te ger­ne ani­mie­ren, wie­der mehr Bücher zu lesen und hat daher eine unkom­pli­zier­te Tausch­bör­se für Bücher im Foy­er des Rat­hau­ses in Egloff­stein ein­ge­rich­tet. Die Bücher­bör­se ist dazu gedacht, nicht mehr benö­tig­te Bücher ande­ren Bür­gern zum Lesen zukom­men zu lassen.

Bür­ger A hat z. B. ein paar Bücher über das The­ma xyz im Schrank ste­hen, kann aber nichts damit anfan­gen oder benö­tigt sie nicht mehr. Bür­ger B hin­ge­gen sucht eines die­ser Bücher. Dum­mer­wei­se wis­sen bei­de nichts von­ein­an­der und so ist nie­man­dem gehol­fen. Die Tausch­bör­se soll hier unkom­pli­ziert Abhil­fe schaf­fen. Auch sind gele­se­ne Bücher eigent­lich viel zu scha­de, um sie acht­los wegzuwerfen.

Im Foy­er des Rat­hau­ses wur­den Bücher­re­ga­le auf­ge­stellt, in denen ganz ein­fach nicht mehr benö­tig­ten Bücher ein­ge­stellt und im Gegen­zug ande­re Bücher mit­ge­nom­men wer­den kön­nen. Die Bücher­bör­se soll kei­ne Ver­kaufs­bör­se sein. Die hier ange­bo­te­nen Bücher sol­len ver­schenkt oder getauscht wer­den. Denk­bar sind alle Arten von Büchern – egal ob Kin­der­bü­cher, Sach­bü­cher oder Bel­le­tri­stik. Natür­lich sind Bücher mit jugend­ge­fähr­den­den oder gewalt­ver­herr­lich­ten Inhal­ten nicht erlaubt.

Die Art des Schenkens/​Tauschens soll – wie auch die Abwick­lung des Gan­zen – im Ermes­sen der Betei­lig­ten lie­gen und nicht regle­men­tiert wer­den. Es besteht die Hoff­nung, dass sich kei­ne Benut­zer fin­den, die ande­re nur ein­sei­tig ausnutzen.

Um das Gan­ze mög­lichst unkom­pli­ziert zu gestal­ten, ist das Rat­haus­foy­er ab sofort von Mon­tag bis Mitt­woch von 08:00 – 17:00 Uhr, am Don­ners­tag bis 18:00 Uhr und am Frei­tag bis 12:00 Uhr frei zugänglich.

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