Lan­des­grup­pe Bay­ern in der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on tagt in der Welt­erbe­stadt Bam­berg

Dritte Station der Mitglieder der Bayern SPD im Bundestag war Gundelsheim, das Modellgemeinde für das Städtebauprogramm „Soziale Stadt“ ist.
Dritte Station der Mitglieder der Bayern SPD im Bundestag war Gundelsheim, das Modellgemeinde für das Städtebauprogramm „Soziale Stadt“ ist.

Drei Tage lang waren die Mit­glie­der der Bay­ern SPD im Bun­des­tag bei ihrem Kol­le­gen Andre­as Schwarz in Bam­berg zu Gast. Zen­tra­le The­men der Klau­sur­ta­gung waren bezahl­ba­res Woh­nen, siche­rer Arbeits­markt, Frei­heit in Sicher­heit eben­so wie die Ent­la­stung von Fami­li­en. Ent­spre­chend die­ser The­men stan­den wäh­rend der Klau­sur drei Außen­ter­mi­ne auf dem Pro­gramm, dar­un­ter das Aus- und Fort­bil­dungs­zen­trums der Bun­des­po­li­zei in Bam­berg, die „Sozia­le Stadt“-Modellgemeinde Gun­dels­heim sowie ein AWO-Fami­li­en­stütz­punkt.

Über­rascht von den Aus­ma­ßen des Bun­des­po­li­zei­aus- und ‑fort­bil­dungs­zen­trums Bam­berg auf einer Flä­che von etwa 115 Hekt­ar zeig­ten sich die Abge­ord­ne­ten bei einer Rund­fahrt über das Gelän­de der ehe­ma­li­gen US Army Kaser­ne. Auch die stark fre­quen­tier­te Sport­hal­le hin­ter­ließ einen blei­ben­den Ein­druck. Der Prä­si­dent der Bun­des­po­li­zei­aka­de­mie, Alfons Aigner, und der Lei­ter der Dienst­stel­le in Bam­berg, Poli­zei­di­rek­tor Tho­mas Leh­mann, bedank­ten sich zunächst bei den Abge­ord­ne­ten für die Ent­schei­dung zur Auf­stockung der Poli­zei und erläu­ter­ten die der­zei­ti­gen Gege­ben­hei­ten vor Ort.

Im Sep­tem­ber 2016 haben die ersten 800 Poli­zei­schü­le­rin­nen und ‑schü­ler ihre Aus­bil­dung in Bam­berg ange­tre­ten. “Rund 2.200 Poli­zei­an­wär­ter wer­den letzt­lich ab Sep­tem­ber 2018 zeit­gleich hier aus­ge­bil­det”, so Leh­mann. “Dafür sanie­ren wir gera­de unter Hoch­druck wei­te­re Schu­lungs­räu­me, Funk­ti­ons­ge­bäu­de und Unter­künf­te.” Die teil­neh­men­den MdBs spra­chen sich im Anschluss der Füh­rung dafür aus, sich wei­ter für gute Arbeits­be­din­gun­gen bei der Poli­zei ein­zu­set­zen.

Zum zwei­ten Ter­min emp­fing der geschäfts­füh­ren­de Vor­stand der AWO Bam­berg, Wer­ner Dip­pold, die Lan­des­grup­pen-Mit­glie­der in den Räu­men des Fami­li­en­stütz­punk­tes in der Haupt­s­moor­stra­ße. Nach einem kur­zen Über­blick über den AWO Kreis­ver­band zeig­ten sich die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten bein­druckt von der Viel­falt und dem Umfang der Tätig­kei­ten. Mitt­ler­wei­le ist der Kreis­ver­band Bam­berg in nahe­zu allen Gemein­den des Land­krei­ses Bam­berg mit Ein­rich­tun­gen ver­tre­ten und befin­det sich wei­ter­hin auf Expan­si­ons­kurs. Jen­ni­fer Lorenz, die Lei­te­rin des Fami­li­en­stütz­punk­tes, stell­te anschlie­ßend ihre Ein­rich­tung vor. Es ent­wickel­te sich eine span­nen­de Dis­kus­si­on zu den The­men Pfle­ge­re­form, Ände­rung des Sozi­al­ge­setz­bu­ches VIII (Kin­der- und Jugend­hil­fe), Doku­men­ta­ti­ons­pflich­ten in den Pfle­ge­hei­men etc. „Ich habe die Expan­si­on der AWO in den letz­ten zehn Jah­ren haut­nah ver­folgt und sehe die wert­vol­le Arbeit, die hier in den Ein­rich­tun­gen für Jung und Alt gelei­stet wird“, lob­te Andre­as Schwarz.

Drit­te Sta­ti­on der Mit­glie­der der Bay­ern SPD im Bun­des­tag war Gun­dels­heim. Die Gemein­de Gun­dels­heim ist Modell­ge­mein­de für das Städ­te­bau­pro­gramm „Sozia­le Stadt“. Die SPD-Poli­ti­ker zeig­ten sich bei ihrem Rund­gang begei­stert über die posi­ti­ve Ent­wick­lung der Kom­mu­ne seit dem Start der För­de­rung.
Nach dem Ein­trag in das Gol­de­ne Buch erläu­ter­te Bür­ger­mei­ster Jonas Merz­ba­cher den Mehr­wert für sei­ne Gemein­de aus dem Bun­des­pro­gramm. Das aktu­el­le Pro­jekt Haupt­stra­ße 7 mache deut­lich, wie Kom­mu­nen einer pre­kä­ren Wohn­raum­si­tua­ti­on vor Ort posi­tiv ent­ge­gen­wir­ken könn­ten, zeig­ten sich die MdBs einig. Die SPD-Poli­ti­ker fühl­ten sich bei ihrem Ein­satz für mehr Mit­tel im Städ­te­bau bestä­tigt. Wer sei­ne Hei­mat wei­ter­ent­wickeln wol­le, kön­ne dies mit­hil­fe des Bun­des unter besten Vor­aus­set­zun­gen machen.

Ihre viel­fäl­ti­gen Ein­drücke konn­ten die SPD-Poli­ti­ker zum Ende der Tagung in die resul­tie­ren­den Beschlüs­sen und Posi­tio­nen ein­brin­gen.

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