EHC Bay­reuth: Heim­macht reicht nicht ganz gegen Auswärtsstärke

Tabel­len­füh­rer Bie­tig­heim behält in engem Duell knapp die Ober­hand gegen die Tigers

Mit 2:3 (1–3;0–0;1–0) unter­lie­gen die Bay­reuth Tigers vor 2001 Zuschau­ern gegen den sou­ve­rä­nen Tabel­len­füh­rer Bie­tig­heim in einem Kampf­spiel. Die Stee­lers leg­ten unter ande­rem mit gleich 2 Unter­zahl­to­ren im ersten Drit­tel vor. So sehr sich die Wag­ner­städ­ter auch müh­ten, mehr als die bei­den Tref­fern von Potac und Bar­tosch gelang ihnen in einem dra­ma­ti­schen Spiel nicht und so gehen die­se 3 Punk­te mit auf den Weg ins Ellental.

Die­ses Duell David (Auf­stei­ger) gegen Goli­ath (Tabel­len­füh­rer und ewi­ges Spit­zen­team der Liga) nahm schnell Fahrt auf. Wäh­rend sich die Tigers hin­ein zu kämp­fen ver­such­ten, bril­lier­ten die Gäste öfters mit ihrer rou­ti­nier­ten Klas­se und just in einem Bay­reu­ther Power­play sta­chen sie das erste Mal zu. Gold­helm McK­night wur­de mit einem lan­gen Pass allei­ne auf die Rei­se geschickt und ließ sich bei die­sem „short­han­der“ nicht zwei­mal Bit­ten. Aller­dings schlu­gen die Ober­fran­ken schnell zurück. Nach gewon­ne­nem Bul­ly kam die Schei­be zu Potac und der setz­te ganz Außen an der Ban­de sofort einen über­ra­schen­den Fern­schuss an. Mar­ti­no­vic im Tor der Stee­lers war da sicht­lich nicht ganz bereit und nicht opti­mal posi­tio­niert und so schlug das Hart­gum­mi zum Aus­gleich ein. Lei­der half das aber nicht, spe­zi­ell im Umschalt­spiel und der gesam­ten Defen­si­ve genug Sicher­heit zu geben. Denn wie­der nur kurz spä­ter gin­gen die Grün-wei­ßen erneut in Füh­rung. Mit einem schnel­len Gegen­zug nutz­ten sie den Platz, den ihnen die Bay­reu­ther Abwehr anbot und im drit­ten Ver­such brach­te Wri­g­ley dann doch die Schei­be an Vos­vr­da vor­bei über die Linie. Neben den Löchern fiel dabei auf, dass Bie­tig­heim auch immer etwas zu unge­stört und ein­fach zu den Nach­schüs­sen kam. So auch weni­ge Sekun­den vor der ersten Pau­se, als die Gäste mit dem zwei­ten Unter­zahl­tref­fer des Abends auf 1–3 stell­ten. Caba­na und Wri­g­ley fuh­ren dabei erneut einen Kon­ter bei 4 gegen 5 und Erste­rer traf wie­der­um per Nach­schuss, nach­dem Vos­vr­da den ersten Ver­such noch klas­se parie­ren konnte.

Für den zwei­ten Abschnitt merk­te man, dass Tigers­coach Waß­mil­ler die­se Lücken deut­lich ange­spro­chen hat­te denn die Wag­ner­städ­ter mach­ten nun die Räu­me vor dem eige­nen Gehäu­se enger. Durch meh­re­re, nicht immer nach­voll­zieh­ba­re Stra­fen, kamen die Gelb-schwar­zen lan­ge Zeit aber kaum zu eige­nen Aktio­nen. Hin­ten hielt man gestützt auf einen star­ken Goa­lie jetzt aber gut Stand, so dass man nicht wei­ter in Rück­stand geriet. In den letz­ten Minu­ten ver­la­ger­te man das Spiel­ge­sche­hen dann mehr und mehr in die Zone des Tabel­len­füh­rers, der Anschluss­tref­fer woll­te da aber noch nicht fal­len. Beson­ders Kolozva­ry erar­bei­te­te sich zwei präch­ti­ge Mög­lich­kei­ten, fand aber kei­nen Weg vor­bei an Mar­ti­no­vic im Tor der Gäste.

So ging es noch immer mit zwei Toren Rück­stand ins letz­te Drit­tel, wo der Kampf­geist der Tigers aber nie erlahm­te. Wei­te­ren Auf­wind bekam man durch den Power­play­tref­fer von Bar­tosch nach weni­gen Minu­ten. Einen schar­fen Pass ins Zen­trum von Gei­gen­mül­ler lenk­te der Bay­reu­ther Gold­helm gezielt zum 2–3 ins Tor und man spür­te förm­lich wie neue Ener­gie ins Team des Auf­stei­gers kam. Immer wie­der lie­fen die Gelb-schwar­zen jetzt an, doch Bie­tig­heim spiel­te sei­ne gan­ze Rou­ti­ne aus und so schaff­ten es die Haus­her­ren nicht noch ein­mal zuzu­schla­gen. Es war hin­ten raus, zwar noch ein­mal rich­tig eng, aber die Klas­se der Stee­lers hat sich dann doch knapp durch­ge­setzt. Für die Tigers bleibt die Erkennt­nis, dass es dies­mal nicht ganz gereicht hat, aber mit den ande­ren Resul­ta­ten ist jetzt klar. Ein Punkt aus den drei ver­blei­ben­den Spie­len – egal gegen wen – reicht für den vor­zei­ti­gen sport­li­chen Klas­sen­er­halt. Das ist und bleibt eine famo­se Lei­stung des gesam­ten Teams in der ersten DEL‑2 Spiel­zeit des EHC Bayreuth.

Das näch­ste Heim­spiel der Tigers fin­det am Frei­tag 03.03. dies­mal bereits um 19.30 Uhr gegen Bad Nau­heim statt. Tickets gibt es unter www​.etix​.com/​t​i​c​k​e​t​/​v​/​1​1​7​5​2​/​e​i​s​s​t​a​d​i​o​n​-​b​a​y​r​e​u​t​h​-​der tigerk%E4fig?cobrand=Bayreuth

EHC Bay­reuth – Bie­tig­heim Stee­lers 2:3 (1–3;0–0;1–0)

  • 2 001 Zuschauer
  • Stra­fen: BT: 10 Min B: 8 Min
  • Power­plays: BT: 1/6 B: 0/5
  • Bay­reuth: Vos­vr­da, Wie­de­mann – Neher, (2) Pav­lu, Hei­der, Lin­den (2), Kasten (2), Potac, May­er (2) – Mar­sall, S.Busch, Gei­gen­mül­ler, Robin­son, Kolozva­ry, Bar­tosch, Wohl­berg (2), V.Busch, Stas, Filin
  • Bie­tig­heim: Mar­ti­no­vic, Mechel – Prom­mers­ber­ger, Brown, Auger (2), Schwarz (2), Stein­groß, Bor­zecki – Schoofs, Lukes, Zien­tek (2), Wri­g­ley (2), Kel­ly, McK­night (2), Fink, Alt, Wel­ler, Caba­na +2
  • Tore: 0:1 (3) 4–5 McK­night (Prom­mers­ber­ger, Wri­g­ley); 1:1 (5) Potac (Gei­gen­mül­ler, Kolozva­ry); 1:2 (7) Wri­g­ley (Kel­ly, Zien­tek); 1:3 (20) 4–5 Caba­na (Wri­g­ley, Brown); 2:3 (45) 5–4 Bar­tosch (Gei­gen­mül­ler, Kolozvary)

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