BIWO Stra­te­gie 2017 gegen den Neu­bau der B 470

Zusage von Heimatminister Söder und Michael Hofmann MdL bei der Demo am 14.10.2016 in Ebermannstadt für einen Dialog mit der BIWO - wann?
Zusage von Heimatminister Söder und Michael Hofmann MdL bei der Demo am 14.10.2016 in Ebermannstadt für einen Dialog mit der BIWO - wann?

Hoff­nung mit Geduld gepaart stand bei der Stra­te­gie­sit­zung des Vor­stan­des und den Arbeits­krei­sen Tex­ten, Modell­bau, Wirt­schaft, Poli­tik und Natur der Bür­ger­initia­ti­ve pro Wie­sent­tal ohne Ost­span­ge (BIWO) im Gast­haus zur Eisen­bahn, Wie­sent­hau, im Vor­der­grund. Dabei ori­en­tier­ten sich die BIWO-Akti­ven am Vor­trag „Nah­ver­kehrs­plan als Pfei­ler des öffent­li­chen Nah­ver­kehrs vom VCD (Ver­kehrs­club Deutsch­land), wir bewe­gen Men­schen – öko­lo­gisch und sicher!“

BIWO wider­spricht der Dob­rindt-Wer­bung: Mehr Ver­kehr bringt mehr Wohl­stand! BIWO will Mobi­li­tät, Lebens­qua­li­tät mit einer intel­li­gen­ten Infra­struk­tur. Sie setzt auf Stär­kung des ÖPNV im öst­li­chen Land­kreis. Sie sucht nach Ver­bün­de­ten für die rich­ti­gen Wei­chen der Infra­struk­tur im öst­li­chen Land­kreis Forch­heim für eine zukunfts­fä­hi­ge, bür­ger­freund­li­che, umwelt­ver­träg­li­che Infra­struk­tur. BIWO Vor­sit­zen­der Kat­ten­beck ver­tritt die Fest­stel­lung: „Der am 3.12.2016 vom Bun­des­tag beschlos­se­ne BVWP (Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plant) 2030 zielt auf noch mehr Ver­kehr und lässt umwelt­ver­träg­li­che Alter­na­ti­ven auf der Strecke. Es gibt schon viel zu viel Stra­ßen­ver­kehr, zu viel Lärm, Abga­se, Unfäl­le, zu viel zer­stör­ten Natur-und Lebens­raum von Flo­ra und Fau­na. Ten­denz steigend“.

BIWO sucht Verbündete

Nach einer mehr­stün­di­gen Dis­kus­si­on beschloss die BIWO als Stra­te­gie: Wir brau­chen end­lich einen Ein­stieg in eine sozi­al öko­lo­gi­sche Verkehrswende!

Wir brau­chen einen deut­lich mehr öffent­li­chen Nah­ver­kehr, den Bahn­aus­bau in der Flä­che und über­all siche­re Fahr­rad­we­ge. Einen Nah­ver­kehrs­plan, wo nie­mand auf ein Auto ange­wie­sen ist. Es gilt die Zustän­dig­kei­ten und den Stand des Nah­ver­kehrs­plans für die Regi­on zu erkun­den. Die BIWO will, dass die Stär­kung des Bus-und Zug­ver­kehrs wei­ter ent­wickelt und in die öffent­li­chen Ver­fah­ren ein­ge­speist wird. BIWO möch­te die Poli­tik dazu bewe­gen, dass der Vor­schlag ernst­haft ver­tie­fend geprüft wird. Da bekannt­lich das ÖPNV immer defi­zi­tär ist, bedarf es des poli­ti­schen Wil­lens, Ver­bes­se­run­gen durch­zu­füh­ren und Bau und Betrieb dau­er­haft zu finanzieren.

BIWO Vor­sit­zen­der ruft in Erin­ne­rung, dass bei der Demo am 14.10. 2016 in Eber­mann­stadt, Hei­mat­mi­ni­ster Söder als auch MdL Micha­el Hof­mann Bereit­schaft für einen Dia­log für Alter­na­ti­ven signa­li­siert hat­ten. Die BIWO bedau­ert sehr, dass sich die Cen­tra­le zur Durch­füh­rung der Umwelt­zer­stö­rung (CDU) bis­her gewei­gert hat über Alter­na­ti­ven nach­zu­den­ken, Alter­na­ti­ven zu akzep­tie­ren oder zu prü­fen, trotz der vie­len Ein­ga­ben bei der Bür­ger­be­tei­li­gung mit Stel­lung­nah­men zum BVWP 2030 im Mai 2016.

Gut­ach­ten dringendst

Die Erstel­lung eines Gut­ach­tens ist erfor­der­lich, wie das Ver­kehrs­auf­kom­men durch ver­kehrs­ver­mei­den­de Maß­nah­men ver­rin­gert oder zumin­dest gedeckelt wer­den kann. Die­se Maß­nah­men sind poli­tisch noch unbe­legt. Ein Gut­ach­ter benö­tigt aber Aus­kunft über Ver­kehrs­stär­ken, Signal­pro­gram­me und Pla­nun­gen in den Gemein­den Forch­heim und Eber­mann­stadt. Für beson­ders wich­tig erach­tet die BIWO auch die Erstel­lung eines Gegen­gut­ach­tens zu den Berech­nun­gen im BVWP, weil hier die Kosten-Nut­zen-Ana­ly­se die ein­ge­reich­ten Alter­na­ti­ven unbe­rück­sich­tigt ließ. Kat­ten­beck fragt: „Wie ver­träg­lich ist der erheb­li­che Mehr­ver­kehr im Osten des Land­krei­ses z.B. Mug­gen­dorf, Göß­wein­stein, Pot­ten­stein? Und ist den Gemein­den über­haupt klar wel­che Ver­kehrs­wel­le auf sie zurollt?

Wird die Bahn ein Verbündeter?

So will die BIWO klä­ren wel­che unter­stüt­zen­den Maß­nah­men für Bahn und Bus mög­lich sind und hofft Befür­wor­ter beim ÖPNV zu fin­den. Und in der Land­wirt­schaft? Der BIWO Hoff­nung geht in Rich­tung Her­mann Greif, BBV Bezirks­prä­si­dent Ober­fran­kens, dass er sich vor sei­ne Bau­ern vor der Haus­tür im unte­ren Wie­sent­tal stellt und sich für die exi­stenz­ge­fähr­de­ten Land­wir­te ein­setzt und mit­hilft: Stoppt den Flä­chen­ver­brauch und die Zer­sie­de­lung unse­rer Heimatlandschaft.

Ziel­füh­ren­des BIWO Ergebnis:

Was müs­sen loka­le Poli­ti­ker für eine Lie­be zu ihrer Hei­mat im Her­zen haben, wenn sie 50 Hekt­ar wert­voll­stes und EU-hoch­wer­tig geschütz­tes Bau­er­land für eine nicht bedarfs­not­wen­di­ge 6,9 km „vierspurige/​zweispurige Renn­strecke“ opfern, zumal es ein bes­se­res Ver­kehrs­kon­zept gäbe. Der BVWP 2030, die O‑OU Forch­heim-Ost­span­ge steht dort im VB (vor­dring­li­chen Bedarf), stärkt nicht was unse­rem Land­kreis fehlt, eine ver­nünf­ti­ge natur­ver­träg­li­che Infra­struk­tur, Lebens­qua­li­tät und Mobi­li­tät. Wachs­tum-Wohl­stand-Wirt­schafts­kraft-Arbeit-Wert­schöp­fung bringt der Neu­bau der B 470 eben­falls nicht.

Zukunft: Grau­sa­mes Bild

„Die Gegen­über­stel­lung der der­zeit unbe­rühr­ten Win­ter­land­schaft im unte­ren Wie­sent­tal zur rot ein­ge­zeich­ne­ten Tras­se des Neu­baus der B 470 ver­deut­licht die unwie­der­bring­li­che Zer­stö­rung unse­rer idyl­li­schen frän­ki­schen Heimatlandschaft“.

Der Neu­bau der B 470 ist eine Gefahr für Umwelt und Tou­ris­mus. Drängt den ansau­gen­den zusätz­li­chen Ver­kehr in enge Täler ohne Opti­on für Umge­hung, gefähr­det den Bestand einer Regio­nal­bahn im Ver­kehrs­ver­bund Groß­raum Nürn­berg und för­dert nicht eine siche­re und schnel­le­re Fahrt zum Arbeits­platz der Pend­ler in die Metro­pol­re­gi­on, dies will die BIWO ver­stärkt in der Öffent­lich­keit bewusst machen.

Das Beschluss­ergeb­nis der BIWO für Ihre wei­te­re Stra­te­gie 2017 gegen den Neu­bau der B 470 ist mit der Hoff­nung gepaart auf wei­te­re Ver­bün­de­te in der Land­wirt­schaft, den Pend­lern, den Kom­mu­nen, den loka­len Poli­ti­kern, den Natur-und Umwelt­ver­bän­den und all den Men­schen, die ihre Hei­mat lie­ben und erhal­ten möch­ten unter dem Mot­to: Stoppt die Ost­span­ge, weil es ein bes­se­res Ver­kehrs­kon­zept gibt. Mehr dazu auf der BIWO Jah­res­haupt­ver­samm­lung am Mon­tag, 3. April um 19:30 Uhr im Gast­haus Egel­seer, Wiesenthau.

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