EHC Bay­reuth unter­liegt star­ken Wöl­fen aus Freiburg

Die Tigers fin­den kei­nen Weg und blei­ben dies­mal ohne Zähler

Die­ses Duell der Tabel­len­nach­barn began­nen die Tigers mit der glei­chen Auf­stel­lung wie zuletzt, also mit 4 fast kom­plet­ten Blöcken. Den Gästen aus Frei­burg fehl­ten dage­gen ein paar Spie­ler, doch das hin­der­te sie nicht sehr offen­siv zu agie­ren. Nach gut drei Minu­ten visier­te der neue tsche­chi­sche Ver­tei­di­ger Grof mit einem ful­mi­nan­ten Fern­schuss das Lat­ten­kreuz an. Auch in der Fol­ge­zeit stürz­ten die Breis­gau­er die Haus­her­ren immer wie­der in Ver­le­gen­heit und nur Vos­vr­da im Tor der Gelb-schwar­zen war es mit eini­gen Para­den zu ver­dan­ken, dass ihre Vor­tei­le nicht auch zähl­bar wurden.
Nach­ein­an­der schei­ter­ten Halu­za, Sac­co­ma­ni und Bil­lich am glän­zen­den Goa­lie. Im Gegen­satz dazu nutz­ten die Bay­reu­ther ihre erste gute Chan­ce gleich kon­se­quent aus. Im Power­play pro­fi­tier­te Robin­son von einem Schei­ben­klau von Valen­tin Busch und weil der Kana­di­er sofort schoss, über­rasch­te er den unvor­be­rei­tet wir­ken­den Wölfl durch die Bei­ne zum 1–0. Mit wei­te­ren Alu­mi­ni­um-Tref­fern hader­te die Wöl­fe dann auch in der Fol­ge­zeit, bei ihren guten Chan­cen die sie sich Lauf- und Kom­bi­na­ti­ons­stark immer wie­der her­aus spiel­ten und so blieb es beim für die Gast­ge­ber fast etwas schmei­chel­haf­ten 1–0.

Als nach nicht ein­mal einer Minu­te im zwei­ten Abschnitt Frei­burg der Aus­gleich gelang wur­den ihre Vor­tei­le dann auch immer mehr auf der Anzei­gen­ta­fel sicht­bar. Die Kom­bi­na­ti­on auf eng­sten Raum, an deren Ende dann der völ­lig frei gespiel­te Bil­lich ein­schoss, war jeden­falls sehens­wert. Das gab den Gästen noch mehr Auf­wind und im Gegen­satz zum ersten Drit­tel, wo man doch eini­ge Chan­cen unge­nutzt lie­gen ließ, hat­te man das Visier nun bes­ser ein­ge­stellt. Erst schlug Airichs Fern­schuss gegen den über­rasch­ten Vos­vr­da ein und als wie­der Bil­lich per Tip-in nach einem schar­fen Pass in der Slot den Schlä­ger rein hielt und damit auf 1–3 stell­te, war die Par­tie nur 39 Sekun­den spä­ter kom­plett gekippt. Von die­sem Schock muss­ten sich die Tigers erst ein­mal erho­len und das dau­er­te etwas. Eine gro­ße Mög­lich­keit wie­der her­an zu kom­men hat­te dann Bar­tosch per Break, doch die Akti­on sei­nes Gegen­spie­lers wer­te­te der Schieds­rich­ter nicht als Stra­fe oder gar Penal­ty und so ging man mit 1–3 zum zwei­ten Mal in die Kabine.

Für die letz­ten 20 Minu­ten woll­ten es die Tigers noch ein­mal wis­sen und kämpf­ten sich ins Spiel hin­ein. Zuvor gab es immer wie­der Unzu­läng­lich­kei­ten in Angriff und Abwehr, die man jetzt bes­ser mach­te. Die spie­le­ri­schen und läu­fe­ri­schen Vor­tei­le der Frei­bur­ger wur­den mit mehr Ein­satz und Kampf­kraft jetzt bes­ser ega­li­siert, so dass nun die Wag­ner­städ­ter optisch über­le­gen waren. Lohn dafür war der Anschluss­tref­fer von Wohl­berg, der sich mit einer fei­nen Bewe­gung sich seit­lich vom Tor Platz schafft, nach innen zieht und gegen Wölfl ein­netzt. Die dadurch wie­der frei gesetz­ten Kräf­te nutz­ten die Ein­hei­mi­schen zu wei­te­ren Angrif­fen, die aber Gei­gen­mül­ler und Filin bei ihren Top­chan­cen nicht zum Aus­gleich nut­zen konn­ten. Genau in die Drang­pha­se hin­ein gab es aber wei­te­re unglück­li­che Ent­schei­dun­gen des Schieds­rich­ters und nah­men wie­der den Schwung. Bei einer frag­li­chen Stra­fe gegen Wohl­berg zogen die Wöl­fe dann z.B. ihr Power­play auf und just als der Ame­ri­ka­ner zurück kam, bedien­te der auf­fäl­li­ge Lin­sen­mei­er mit guter Über­sicht Vas im Halb­feld und der traf zum vor­ent­schei­den­den 2–4. Tigers­coach Waß­mil­ler nahm dann zwar noch sei­ne Aus­zeit und Vos­vr­da vom Eis, doch an der Heim­nie­der­la­ge änder­te sich nichts mehr.

Die rei­fe­re und lan­ge Zeit bes­se­re Spiel­an­la­ge der Gäste setz­te sich am Ende nicht unver­dient durch. Eini­ge zwei­fel­haf­te Pfif­fe der Refe­rees soll­ten nicht dar­über hin­weg täu­schen, dass den Tigers dies­mal etwas die Mit­tel fehl­ten gegen star­ke Frei­bur­ger, die damit drei ganz wich­ti­ge Punk­te mit auf die Heim­rei­se nahmen.

Das näch­ste Heim­spiel des EHC fin­det am Sonn­tag 26.02 um 18.30 Uhr im Tiger­kä­fig gegen Tabel­len­füh­rer Bie­tig­heim statt. Tickets gibt es unter www​.etix​.com/​t​i​c​k​e​t​/​v​/​1​1​7​5​2​/​e​i​s​s​t​a​d​i​o​n​-​b​a​y​r​e​u​t​h​-​der tigerk%E4fig?cobrand=Bayreuth

EHC Bay­reuth – EHC Frei­burg 2:4 (1–0;0–3;1–1)

  • 1 706 Zuschauer
  • Stra­fen: BT: 20 Min F: 6 Min
  • Power­play: BT: 1/2 F: 0/4
  • Bay­reuth: Vos­vr­da, Wie­de­mann – Neher, Pav­lu, Hei­der, Lin­den, Kasten (2), Potac, May­er – Mar­sall (2), S.Busch, Gei­gen­mül­ler, Robin­son, Kolozva­ry, Bar­tosch (2), Wohl­berg (14), V.Busch, Stas, Filin, Fröh­lich, Rypar
  • Frei­burg: Wölfl (2), Haas – Vav­ru­sa, Rieß­le, Vas, Grof, Käst­le, Brück­mann – Lin­sen­mai­er (2), Bräu­ner (2), Sac­co­ma­ni, Kunz, Halu­za, Witt­foth, Wag­ner, Airich, Duda, C.Billich
  • Tore: 1:0 (9) 5–4 Robin­son (V.Busch, S.Busch); 1:1 (21) C.Billich (Kunz); 1:2 (30) Airich; 1:3 (30) C.Billich; 2:3 (44) Wohl­berg (Robin­son, Filin); 2:4 (55) Vas (Lin­sen­mai­er, C.Billich)

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