Brand- und But­ter­säu­re­schlag auf Bam­ber­ger Bor­dell – Tat­ver­däch­ti­ge festgenommen

Gemein­sa­me Pres­se­er­klä­rung des Poli­zei­prä­si­di­ums Ober­fran­ken und der Staats­an­walt­schaft Bamberg

Drei tat­ver­däch­ti­ge Män­ner haben die Beam­ten der Ermitt­lungs­kom­mis­si­on „Laub­an­ger“ mit Unter­stüt­zung von Spe­zi­al­ein­hei­ten nach dem Brand­an­schlag auf ein Eta­blis­se­ment in Bam­berg Mit­te Janu­ar 2017 sowie nach einem zuvor im Sep­tem­ber 2016 erfolg­ten But­ter­säu­re­an­schlag nun ermit­teln und fest­neh­men kön­nen. Nach inten­si­ven Ermitt­lun­gen des Fach­kom­mis­sa­ri­ats, die in enger Abstim­mung mit der Staats­an­walt­schaft Bam­berg geführt wur­den, sit­zen bereits Beschul­dig­te in ver­schie­de­nen Justizvollzugsanstalten.

Am spä­ten Sams­tag­abend des 14. Janu­ar 2017 leg­ten die zunächst unbe­kann­ten Per­so­nen Feu­er in einem Anwe­sen in der Stra­ße „Laub­an­ger“, wor­auf nur wenig spä­ter ein Raum einer Woh­nung in Flam­men stand und ein wei­te­rer Raum durch die Rauch­ent­wick­lung stark in Mit­lei­den­schaft gezo­gen wur­de. Nur auf­grund glück­li­cher Umstän­de blie­ben alle dar­in anwe­sen­den Per­so­nen unver­letzt. Brand­fahn­der und Spe­zia­li­sten der Spu­ren­si­che­rung der Bam­ber­ger Kri­po, die im Auf­trag der Staats­an­walt­schaft Bam­berg ab den Mor­gen­stun­den die Ermitt­lun­gen über­nah­men, gin­gen auf­grund der gewon­ne­nen Erkennt­nis­se rasch von vor­sätz­li­cher Brand­stif­tung aus.

Erfolg­rei­che Arbeit der Ermittlungskommission

Wie sich her­aus­stell­te, ver­schaff­ten sich die Täter mit bra­chia­ler Gewalt Zutritt zu dem Anwe­sen, zer­stör­ten Mobi­li­ar und brach­ten zudem einen Brand­be­schleu­ni­ger aus, bevor sie im Erd­ge­schoss Feu­er leg­ten. Dabei war den Tätern bewusst, dass sie dadurch das Leben der Frau­en und wei­te­rer dort befind­li­cher Per­so­nen erheb­lich in Gefahr brachten.

In der Fol­ge­zeit arbei­te­ten die zahl­rei­chen Beam­ten der EKO „Laub­an­ger“ im Zusam­men­wir­ken mit der Staats­an­walt­schaft Bam­berg inten­siv an der Auf­klä­rung des Ver­bre­chens. Die gesi­cher­ten Spu­ren wur­den über­wie­gend beim Baye­ri­schen Lan­des­kri­mi­nal­amt aus­ge­wer­tet. Die bis­lang vor­lie­gen­den Ergeb­nis­se, unter ande­rem auch zu DNA-Spu­ren, brach­ten wich­ti­ge Erkennt­nis­se für die Beamten.

Die sehr zeit- und arbeits­in­ten­si­ven Ermitt­lun­gen sowie Über­prü­fun­gen durch die Ermitt­ler von Poli­zei und Staats­an­walt­schaft, auch zu Infor­ma­tio­nen, die über das Hin­wei­s­te­le­fon bei der Ermitt­lungs­kom­mis­si­on ein­ge­gan­gen waren, lie­fen in den fol­gen­den Wochen auf Hoch­tou­ren. Drei Män­ner aus Bam­berg und dem Land­kreis, im Alter von 24 bis 27 Jah­ren, gerie­ten dabei immer mehr in den Mit­tel­punkt der Ermitt­lun­gen. Nicht zuletzt auf­grund umfang­rei­cher ope­ra­ti­ver Maß­nah­men, bei denen die Ermitt­lungs­be­am­ten von ver­schie­de­nen spe­zia­li­sier­ten Ein­satz­kräf­ten aus Ober- und Mit­tel­fran­ken Unter­stüt­zung erhiel­ten, konn­te schließ­lich der ent­schei­den­de Durch­bruch erzielt werden.

Fest­nah­men und Woh­nungs­durch­su­chun­gen mit Spezialeinsatzkräften

Mit­te Febru­ar 2017 zog sich die Schlin­ge dann für drei Tat­ver­däch­ti­ge zu. Nach­dem die Staats­an­walt­schaft Bam­berg beim Ermitt­lungs­rich­ter des Amts­ge­richts Bam­berg Durch­su­chungs­be­schlüs­se erwirkt hat­te, stan­den die Poli­zi­sten in den frü­hen Mor­gen­stun­den zusam­men mit Spe­zi­al­ein­satz­kräf­ten vor den Haus­tü­ren der Män­ner. Die Beam­ten nah­men die voll­kom­men Über­rasch­ten sofort fest. Anschlie­ßend durch­such­ten sie sämt­li­che Wohn­räu­me sowie zwei Gewer­be­ob­jek­te der Täter und konn­ten hier­bei meh­re­re wich­ti­ge Beweis­mit­tel auf­fin­den und sicherstellen.

Haft­be­feh­le gegen alle drei Tatverdächtigen

Auf Antrag der Staats­an­walt­schaft Bam­berg wur­den gegen zwei Tat­ver­däch­ti­ge Haft­be­feh­le wegen schwe­rer Brand­stif­tung, gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung und Sach­be­schä­di­gung sowie gegen einen wei­te­ren Tat­ver­däch­ti­gen Haft­be­fehl wegen gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung und Sach­be­schä­di­gung erlas­sen. Die Ermitt­lun­gen und Über­prü­fun­gen von Kri­mi­nal­po­li­zei und Staats­an­walt­schaft dau­ern an.

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