Grü­ne und Unab­hän­gi­ge gegen Gewer­be­ge­biet “Unte­re Rot­main­aue” in Bay­reuth

“Fin­ger weg vom Land­schafts­schutz­ge­biet Unte­re Rot­main­aue”

In der Sit­zung des Bau­aus­schus­ses am 14. Febru­ar 2017 soll das Gre­mi­um den Beschluss fas­sen, die Stadt­ver­wal­tung zu beauf­tra­gen, die erfor­der­li­chen Schrit­te für die Bau­leit­plan­ver­fah­ren Flä­chen­nut­zungs­än­de­rungs­ver­fah­ren und Bebau­ungs­plan­ver­fah­ren „Gewer­be­ge­biet Unte­re Rot­main­aue“ zu ergrei­fen. Der Frak­ti­ons­vor­stand der Grü­nen und Unab­hän­gi­gen, Sabi­ne Stei­nin­ger und Ste­fan Schlags, die die Frak­ti­on im Bau­aus­schuss ver­tre­ten, leh­nen dies strikt ab.

„Im Umwelt­be­richt zum der­zeit gel­ten­den Flä­chen­nut­zungs­plan der Stadt Bay­reuth wird das Are­al als kli­ma­tisch beson­ders wert­vol­ler Raum aus­ge­wie­sen. Eine Bebau­ung könn­te nega­ti­ve kli­ma­ti­sche Effek­te für das Stadt­kli­ma her­vor­ru­fen“, erläu­tert Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Sabi­ne Stei­nin­ger. „Dar­über hin­aus wür­de eine wei­te­re Bebau­ung und Errich­tung von Stell­plät­zen die Ver­sie­ge­lung und damit auch die Beein­träch­ti­gung der Boden­funk­ti­on erhö­hen. Daher tat der Stadt­rat bis­her gut dar­an, sämt­li­chen Bestre­bun­gen, die Flä­chen aus dem Land­schafts­schutz­ge­biet her­aus­zu­neh­men, mehr­heit­lich eine kla­re Absa­ge zu ertei­len. Ich hof­fe, auch im Hin­blick auf die bereits dort leben­den Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner, aber auch auf die künf­ti­gen Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner der von der Gewog zu errich­ten­den Wohn­be­bau­ung, dass dies auch wei­ter­hin so bleibt, und die der­zeit hohe Erho­lungs- und Kalt­luft­ven­ti­la­ti­ons­funk­ti­on sowie das Land­schafts­bild nicht beein­träch­tigt wer­den.“

„Land­schafts­schutz­ge­bie­te sind aus gutem Grund groß­flä­chig ange­legt. Nur so kön­nen sie die genann­ten Funk­tio­nen erfül­len. In Zei­ten des Kli­ma­wan­dels wird eine öko­lo­gi­sche Stadt­ent­wick­lung immer wich­ti­ger. Wir haben uns im wahr­sten Sin­ne des Wor­tes schon genug Kalt­luf­t­ent­ste­hungs­ge­bie­te und Frisch­luft­schnei­sen ver­baut. Die Innen­stadt wird so immer schlech­ter belüf­tet und heizt sich immer wei­ter auf,“ ergänzt der stell­ver­tre­ten­de Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Ste­fan Schlags, der befürch­tet, dass wei­te­re Begehr­lich­kei­ten auf die Stadt zukom­men könn­ten. Er appel­liert daher an die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen im Aus­schuss: „Weh­ret den Anfän­gen und lasst die Fin­ger vom Land­schafts­schutz­ge­biet Unte­re Rot­main­aue, damit es auch wei­ter­hin für nach­fol­gen­de Genera­tio­nen erhal­ten bleibt.

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