GAL will Poli­zei-Fahr­rad­staf­fel für Bamberg

Posi­ti­ve Erfah­run­gen andern­orts: weni­ger Unfäl­le, weni­ger ver­kehrs­wid­ri­ges Fahren

Poli­zi­sten und Poli­zi­stin­nen auf Fahr­rä­dern – das kann sich die GAL-Stadt­rats­frak­ti­on künf­tig im Bam­ber­ger Stadt­bild gut vor­stel­len. Mit Schrei­ben bzw. Antrag an den Ober­bür­ger­mei­ster, den Poli­zei­di­rek­tor und die Stadt­wer­ke schla­gen Peter Gack und Ger­trud Leu­mer vor, dem Vor­bild von Städ­ten wie Köln, Stutt­gart, Mün­ster, Leip­zig, Karls­ru­he u. a. zu fol­gen. Dort gibt es regel­mä­ßi­ge Ein­sät­ze von Polizeibeamt*innen auf Dienst­fahr­rä­dern – und aller­orts wird das laut GAL durch­weg posi­tiv bewertet.

Eine wis­sen­schaft­li­che Stu­die, wel­che die Poli­zei-Fahr­rad­staf­fel in Ber­lin über Jah­re beglei­te­te, beschei­nig­te einen Rück­gang von Ver­kehrs­un­fäl­len mit Rad­be­tei­li­gung um 7,5%, bei Schwer­ver­letz­ten um 28%. „Ver­kehrs­wid­rig­kei­ten, sowohl gegen­über dem Rad­ver­kehr als auch durch den Rad­ver­kehr, nah­men ab“, zitiert Ger­trud Leu­mer die Stu­die. In den Umfra­gen wur­de der bes­se­re Bür­ger­kon­takt bei der Poli­zei-Fahr­rad­staf­fel gelobt und die hin­zu­ge­won­ne­ne zusätz­li­che Per­spek­ti­ve aus Radverkehrssicht.

Auf eine von der GAL initi­ier­te Anfra­ge der Grü­nen-MdL Katha­ri­na Schul­ze im Baye­ri­schen Land­tag schließt man sich auch im Innen­mi­ni­ste­ri­um der posi­ti­ven Bewer­tung an. „Der Ein­satz­wert der Fahr­rad­strei­fen zeigt sich in der beson­de­ren Mobi­li­tät, fle­xi­blen Ein­setz­bar­keit, erhöh­ten prä­ven­ti­ven Wir­kung sowie der Bür­ger­nä­he und der damit ver­bun­den Stei­ge­rung des sub­jek­ti­ven Sicher­heits­ge­fühls“, heißt es in dem Ant­wort­schrei­ben vom Janu­ar 2017 aus München.

„Poli­zei­ein­sät­ze sind Län­der­sa­che, über den Ein­satz von Dienst­fahr­rä­dern bestim­men jedoch die Poli­zei­in­spek­tio­nen vor Ort und müs­sen dies auch aus ihrem Bud­get finan­zie­ren“, erklärt Peter Gack. Des­halb habe sich die GAL an OB und Poli­zei­di­rek­tor gewen­det, um in einer gemein­sa­men Kam­pa­gne eine Poli­zei­fahr­rad­staf­fel auf den Weg zu brin­gen, denn „gera­de in einer Fahr­rad­stadt wie Bam­berg, die lei­der aber auch eine hohe Unfall­quo­te hat, wäre dies eben­so nötig wie pas­send.“ Die Stadt­wer­ke möch­ten Leu­mer und Gack als Spon­sor ins Spiel brin­gen. „Wir schla­gen vor, dass die Stadt­wer­ke als drit­ter Pro­jekt­part­ner das Spon­so­ring von E‑Bikes für eine Fahr­rad­staf­fel übernehmen.“

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