Kin­der-Vor­sor­ge der AOK Bam­berg

Dr. med. Patrick Muzzolini

Dr. med. Patrick Muz­zo­li­ni

Chan­cen nut­zen für die Gesund­heit unse­rer Kin­der!

Kosten­lo­se Vor­sor­ge-Unter­su­chun­gen, Imp­fun­gen, Über­ge­wicht bereits in jun­gen Jah­ren ver­mei­den: In Deutsch­land gibt es vie­le Ange­bo­te, die Eltern im Sin­ne der Gesund­heit ihrer Kin­der nut­zen kön­nen. Dr. med. Patrick Muz­zo­li­ni, ober­frän­ki­scher Obmann des Bun­des­ver­ban­des der Kin­der- und Jugend­ärz­te und Fach­arzt für Kin­der- und Jugend­heil­kun­de in Kulm­bach, bedau­ert, dass nicht alle Eltern die­se Mög­lich­kei­ten nut­zen. Im Gegen­teil: Je älter die Kin­der wer­den, desto sel­te­ner geht es zur Vor­sor­ge.

Früh­erken­nungs­un­ter­su­chun­gen:

Jedes Kind in Deutsch­land hat Anspruch auf neun kosten­lo­se Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen (U1 – U9) von der Geburt bis zum 6. Lebens­jahr sowie auf eine Jugend­ge­sund­heits­be­ra­tung (J1 für 12- bis 15-Jäh­ri­ge). Ziel die­ser Unter­su­chun­gen ist es, Gesund­heits- oder Ent­wick­lungs-stö­run­gen früh­zei­tig zu erken­nen, um mög­lichst rasch eine The­ra­pie oder För­der­maß­nah­me ein­zu­lei­ten und damit das Kind vor lang­fri­sti­gen Fol­gen für sei­ne gesun­de und alters­ge­mä­ße Ent­wick­lung zu bewah­ren.

„Ich emp­feh­le daher allen Eltern drin­gend, die Unter­su­chun­gen zu nut­zen“, betont Dr. Muz­zo­li­ni. „Nach aktu­el­len Erhe­bun­gen nut­zen in den ersten bei­den Lebens­jah­ren (bis U7) noch über 90 % das Ange­bot. Ca. 16 Pro­zent neh­men die Ange­bo­te nur teil­wei­se in Anspruch und wei­sen daher Lücken auf“, bedau­ert der Exper­te. „Und: Nur gut ein Drit­tel der Jugend­li­chen nimmt die J1-Jugend­ge­sund­heits­un­ter­su­chung wahr. Die­se ist wich­tig, um neben kör­per­li­chen und psy­cho­so­zia­len Fehl­ent­wick­lun­gen auch gesund­heit­li­che Pro­ble­me wie Über­ge­wicht, Bewe­gungs­man­gel und Sucht­ver­hal­ten früh­zei­tig erken­nen und behan­deln zu kön­nen. Mäd­chen haben unter ande­rem hier die Gele­gen­heit, sich gegen „Huma­ne Papil­lom­vi­ren“ (HPV), die Gebär­mut­ter­hals­krebs und Geni­tal­war­zen aus­lö­sen kön­nen, imp­fen zu las­sen. Nut­zen Sie die Früh­erken­nungs­un­ter­su­chun­gen. Sie sind eine wich­ti­ge Gesund­heits­vor­sor­ge für jedes ein­zel­ne Kind!“

Imp­fun­gen:

Imp­fen ist eine ein­fa­che, wir­kungs­vol­le Mög­lich­keit, sich vor anstecken­den Krank­hei­ten zu schüt­zen. Des­halb heißt es auch „Schutz­imp­fung“. „Sehr oft kann der Besuch einer der neun kosten­lo­sen Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen mit einer alters­ent­spre­chen­den Imp­fung ver­bun­den wer­den“, rät Dr. Muz­zo­li­ni. Der Medi­zi­ner weist dar­auf hin, dass, um einen siche­ren Impf­schutz zu errei­chen, nach der Grund­im­mu­ni­sie­rung meist meh­re­re Auf­frisch-Imp­fun­gen nötig sind. Nur wenn der Impf­plan weit­ge­hend ein­ge­hal­ten wird, kann der Kör­per genü­gend Abwehr­kraft auf­bau­en und so einen aus­rei­chen­den Schutz auf­bau­en. Dr Muz­zo­li­ni emp­fiehlt Eltern, ihren näch­sten Ter­min beim Kin­der­arzt zu nut­zen um den Impf­sta­tus ihres Kin­des über­prü­fen zu las­sen, damit kei­ne Impflücken ent­ste­hen und das Kind dadurch nicht aus­rei­chend geschützt ist.

Über­ge­wicht:

15 % der Kin­der und Jugend­li­chen in Deutsch­land sind über­ge­wich­tig. Bei mehr als einem Drit­tel von ihnen ist das so stark aus­ge­prägt, dass man von Adi­po­si­tas (Fett­lei­big­keit) spricht. „Im Ver­gleich zu den 1980er und 1990er Jah­ren hat sich der Anteil der über­ge­wich­ti­gen Kin­der und Jugend­li­chen um 50 Pro­zent erhöht!“, berich­tet Dr. Muz­zo­li­ni. Alar­mie­rend sei, dass der Anteil der über­ge­wich­ti­gen Kin­der mit zuneh­men­dem Alter wei­ter steigt. “Über­ge­wicht kann bereits bei Kin­dern zu Blut­hoch­druck, Fett­stoff­wech­sel­stö­run­gen oder Dia­be­tes füh­ren. Mit mög­li­chen Spät­fol­gen im Erwach­se­nen­al­ter“, warnt der Medi­zi­ner. Nicht zu unter­schät­zen sei­en auch die Wir­kun­gen auf das see­li­sche Wohl­erge­hen der Kin­der.

Wei­te­re Lei­stun­gen

Dr. Patrick Muz­zo­li­ni appel­liert daher an alle Eltern, die kosten­lo­sen Ange­bo­te zum Wohl ihrer Kin­der regel­mä­ßig zu nut­zen.
Er weist dar­auf hin, dass wei­te­re kosten­lo­se Lei­stun­gen, über die gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen Mög­lich­kei­ten hin­aus, im Kin­der- und Jugend­arzt­ver­trag der AOK Bay­ern ange­bo­ten wer­den. Knapp 280.000 Kin­der und Jugend­li­che sind bay­ern­weit ein­ge­schrie­ben. Damit gehö­re die­ser Qua­li­täts­ver­trag mit dem Schwer­punkt Prä­ven­ti­on zu einem der erfolg­reich­sten Haus­arzt­ver­trä­ge für Kin­der und Jugend­li­che in Deutsch­land. Er besteht seit elf Jah­ren und wird von den Ver­trags­part­nern ste­tig wei­ter­ent­wickelt.

Neu ist das Modul „Tele­me­di­zi­ni­sches Exper­ten­kon­sil“

„Die­ses nut­ze ich bei Bedarf sehr ger­ne für mei­ne klei­nen Pati­en­ten“, berich­tet Muz­zo­li­ni. Mit dem Tele­kon­sil kön­nen wir Kin­der- und Jugend­ärz­te uns bei unkla­ren Befun­den schnell und sicher aus­tau­schen. Die Pati­en­ten müs­sen dafür kei­ne lan­gen Wege in die Pra­xis eines zusätz­li­chen Exper­ten unter­neh­men. Kom­mu­ni­ziert wird online“, so Muz­zo­li­ni. Der Arzt wählt das Krank­heits­bild und den pas­sen­den Spe­zia­li­sten (z.B. Kin­der-Herz­spe­zia­list oder – Kin­der-Lun­gen­arzt) aus und über­mit­telt per digi­ta­lem Fra­ge­bo­gen die Krank­heits­da­ten des Kin­des. Ange­ben zum Ver­si­cher­ten selbst wer­den nicht wei­ter­ge­ge­ben. So ist der Daten­schutz voll­kom­men gewähr­lei­stet. Nach Aus­wer­tung aller Infor­ma­tio­nen gibt der Exper­te einen Dia­gno­seh­in­weis, einen The­ra­pie­vor­schlag oder Emp­feh­lun­gen zur Ver­laufs­kon­trol­le. So pro­fi­tie­ren die Kin­der bei bestimm­ten schwie­ri­gen oder sel­te­nen medi­zi­ni­schen Fra­ge­stel­lun­gen vom abso­lu­ten Exper­ten­wis­sen!

Zusätz­li­che Lei­stun­gen

Die Pra­xis von Dr. Muz­zo­li­ni nimmt von Beginn an am Kin­der- und Jugend­arzt­ver­trag teil: „Ein gro­ßer Vor­teil sind die zusätz­li­chen Lei­stun­gen. Zum Bei­spiel die Nie­ren­so­no­gra­fie bei Neu­ge­bo­re­nen oder die erwei­ter­ten Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen U10, U11 und J2. Beson­ders die Früh­erken­nung von Nie­ren­fehl­bil­dun­gen ist wich­tig, da Nie­ren­in­fek­tio­nen auf­grund erkenn­ba­rer ange­bo­re­ner Fehl­bil­dun­gen häu­fig sehr spät erkannt wer­den und dies zu einem Ver­lust der Nie­re füh­ren kann. Durch die zusätz­li­chen Unter­su­chun­gen U10 (7 bis 8 Jah­re) und U11 (9 – 10 Jah­re) gibt es mehr Mög­lich­kei­ten mit Kin­dern und Eltern aktu­el­le Fra­gen und Ent­wick­lun­gen zu bespre­chen“, freut sich der Medi­zi­ner.

Ins­ge­samt sieht der Ver­trag für Neu­ge­bo­re­ne eine Ultra­schall-Unter­su­chung von Nie­re und Bla­se vor. Eltern von Kin­dern zwi­schen dem drit­ten und ach­ten Lebens­mo­nat kön­nen die soge­nann­te „1–2‑3-Brei“-Beratung nut­zen. Sie hat das Ziel, dass die Fami­li­en den Über­gang von der Milch­nah­rung zu gesun­der Bei­kost rei­bungs­los gestal­ten und damit die Wei­chen früh­zei­tig in Rich­tung einer aus­ge­wo­ge­nen Ernäh­rung stel­len. Zudem beinhal­tet die Ver­ein­ba­rung eine erwei­ter­te Prü­fung der Spra­che und des Hörens, die Jugend­un­ter­su­chung J2 mit dem Gesund­heits­check sowie die Unter­su­chun­gen U10 mit Ent­wick­lungs­ana­ly­se und U11 zum Gesund­heits­sta­tus“, erklärt Direk­tor Peter Weber von der AOK Bam­berg. „Gera­de in die­ser Pha­se wer­den wich­ti­ge Wei­chen­stel­lun­gen für die sozia­le und gesund­heit­li­che Ent­wick­lung gestellt“.

„Die zusätz­li­chen Lei­stun­gen sind für AOK-Ver­si­cher­te, die im Kin­der- und Jugend­arzt­ver­trag ein­ge­schrie­ben sind, kosten­los“, erläu­tert Direk­tor Peter Weber. Für Ärz­te und Eltern ist die Teil­nah­me frei­wil­lig. Und: Die Eltern kön­nen den teil­neh­men­den Kin­der- oder Jugend­arzt ihres Ver­trau­ens frei wäh­len.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Ange­bo­ten rund um die Kin­der­ge­sund­heit gibt es unter www​.aok​.de/​b​a​y​e​r​n​/​k​i​n​der

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