EHC Bay­reuth: Sieg­tref­fer für Bad Nau­heim in der letz­ten Minu­te

Dezi­mier­te Tigers hal­ten dem Dau­er­druck fast Stand

Die deut­lich mehr unter Erfolgs­druck ste­hen­den Haus­her­ren über­nah­men fast in Best­be­set­zung von Beginn an das Kom­man­do gegen die ohne Hei­der, Gei­gen­mül­ler und Valen­tin Busch ange­tre­te­nen Tigers. Dage­gen fan­den die Ober­fran­ken beson­ders offen­siv nur schwer ins Spiel. Hin­ten lie­ßen sie aber wie so oft nur wenig Kla­res zu und dann war auch noch der auf­merk­sa­me Tor­wart Wie­de­mann zur Stel­le wenn er benö­tigt wur­de. Da sich EHC-Coach Waß­mil­ler zu 4 Kon­tin­gent­stür­mern ent­schie­den hat, blieb dies­mal Goa­lie Tomas Vos­vr­da drau­ßen. Durch zwei vom teil­wei­se extrem klein­lich pfei­fen­den Schieds­rich­ter kurz nach­ein­an­der aus­ge­spro­che­ne Stra­fen kam Bad Nau­heim dann in den Genuss einer dop­pel­ten Über­zahl. Die­sen „ziem­lich geschenk­ten“ gro­ßen Vor­teil nutz­ten sie dann auch zur Füh­rung. Die Schei­be lief schnell durch ihre Rei­hen und gegen den ful­mi­nan­ten „Onetimer“ von Kre­stan war Wie­de­mann chan­cen­los. Die Gelb-schwar­zen fan­den dar­auf aber eine schnel­le Ant­wort. Mit ihrer ersten eige­nen guten Mög­lich­keit gelang ihnen kei­ne zwei Minu­ten spä­ter der Aus­gleich. In die­sem flot­ten Angriff schei­ter­te erst Bar­tosch an Tor­wart Rämö, doch den Nach­schuss von Mar­sall konn­te der fin­ni­sche Goa­lie nicht mehr parie­ren. Als nach 14 Minu­ten Wohl­berg ganz allei­ne vor Rämö auf­tauch­te schoss er bei der näch­sten Top­chan­ce lei­der vor­bei. Ein wei­te­rer Tref­fer wäre gegen die doch spiel­be­stim­men­den Kur­städ­ter viel­leicht aber auch zu viel des Guten gewe­sen.

Ähn­li­ches Sze­na­rio auch im zwei­ten Abschnitt, wobei die erste kla­re Chan­ce dies­mal die Gäste hat­ten. Stas setz­te den Puck aber aus per­fek­ter Posi­ti­on über das Tor. Das Über­ge­wicht der Hes­sen wur­de nun aber immer deut­li­cher. Pha­sen­wei­se schnür­te man die Tigers in der eige­nen Zone ein. Begün­stigt durch wei­te­re Stra­fen blie­ben sie deut­lich am Drücker, doch ver­pass­ten die Bay­reu­ther es auch eini­ge Male sich trotz Schei­ben­kon­trol­le zu befrei­en. Wie­de­mann stand teil­wei­se unter Dau­er­be­schuss und lief dabei aber zu gro­ßer Form auf. Auf der Gegen­sei­te zeig­te Neu­zu­gang Robin­son sei­ne bril­lan­ten Hän­de, doch wur­den eini­ge star­ke Zuspie­le von sei­nen Kol­le­gen nicht genutzt. Die Par­tie war vom Kampf geprägt und blieb auf über­schau­ba­rem Niveau, wobei den Ein­hei­mi­schen Feld­vor­tei­le nicht abzu­spre­chen waren.

Mit dem Remis woll­ten sich der Tabel­len­elf­te nicht zufrie­den geben, was beim Punkt­rück­stand und zwei mehr absol­vier­ten Spie­len auch zu erwar­ten war. So for­cier­ten sie noch­mals ihre Bemü­hun­gen und leg­ten immer wie­der den Vor­wärts­gang ein. Bei einem Bay­reu­ther Über­zahl­spiel, dass wei­ter nicht ins Lau­fen kommt, star­te­ten sie sogar ein brand gefähr­li­ches Break, doch Wie­de­mann blieb ruhig und parier­te sicher. Der jun­ge Goa­lie wur­de so wie so immer mehr zum Fels in der Bran­dung und bot eine tadel­lo­se Vor­stel­lung. Glück hat­te er, als ein Fern­schuss bei 5 gegen 4 nur an den Pfo­sten krach­te, doch das gehört auch dazu. Ent­la­stungs­an­grif­fe gelan­gen den Tigers nun fast gar kei­ne mehr und so wur­de der Druck immer grö­ßer für die auf­op­fe­rungs­voll kämp­fen­den Wag­ner­städ­ter. Bis 45 Sekun­den vor Ende hiel­ten sie auch Stand, doch dann traf Sar­ault mit unbe­ab­sich­tig­ter Unter­stüt­zung eines EHC-Spie­lers zum 2–1, was kol­lek­ti­ven Jubel im Lager der Hes­sen aus­lö­ste. Durch die kla­ren Vor­tei­le an Spiel­an­tei­len und kann man sicher nicht von einem völ­lig unver­dien­ten Sieg der Bad­städ­ter spre­chen, doch so kurz vor Ende mit gro­ßem Kampf unter die­sen Umstän­den ein Unent­schie­den hal­ten und dann doch mit lee­ren Hän­den daste­hen ist bit­ter für den EHC. Nun heißt es wie­der auf­ste­hen, die­ses Spiel abha­ken und beim näch­sten Mal wie­der neu anfan­gen. Wenn eine Mann­schaft schon oft bewie­sen hat dass sie das kann, dann sind das die Bay­reuth Tigers.

Das näch­ste Heim­spiel der Tigers fin­det am Sonn­tag 29.01 um 18.30 Uhr gegen die Fal­ken aus Heil­bronn statt. Tickets für die Heim­spie­le des EHC fin­den sich hier: www.etix.com/ticket/v/11752/eisstadion-bayreuth-der-tigerk%E4fig?cobrand=Bayreuth

EC Bad Nau­heim – EHC Bay­reuth 2:1 (1–1;0–0;1–0)

  • 1 957 Zuschau­er
  • Stra­fen: BN: 8 Min BT: 14 Min
  • Power­plays: BN: 1/7 BT: 0/4
  • Bad Nau­heim: Rämö, Fle­ming – Ket­ter, Götz, Ger­stung, Kohl, Johans­son, Man­nes – Sla­ton, Lan­ge, Lascheit, Ala­nov (4), Frosch, Sar­ault, Hof­land, Kre­stan (2), Dineen (2), Mei­sin­ger
  • Bay­reuth: Wie­de­mann, Har­tung – Neher, Pav­lu, Lin­den, Kasten (2), Potac (2), May­er – Mar­sall (4), S.Busch, Robin­son (2), Kolozva­ry, Bar­tosch (4), Wohl­berg, Kuhn, Kuchej­da, Stas, Fröh­lich, Rypar
  • Tore: 1:0 (8) 5–4 Kre­stan (Johans­son, Sar­ault); 1:1 (10) Mar­sall (Bar­tosch, S.Busch); 2:1 (60) Sar­ault (Ala­nov, Götz)

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