Leser­brief zur Forch­hei­mer Stadt­rat­sit­zung am 26.01.2017

Vor­ab­be­mer­kung: Wür­de ein Stadt­rat oder eine Stadt­rä­tin in Forch­heim Nord woh­nen, hät­ten die Bedürf­nis­se der dor­ti­gen Bewoh­ner mehr zu Tage tre­ten kön­nen.

Vor der Stadt­rats­sit­zung fand eine Orts­be­ge­hung statt, die in der Sit­zung eine sel­ten leb­haf­te und bis auf weni­ge Aus­nah­men sach­li­che Dis­kus­si­on für das Pro und Con­tra der bei­den Vari­an­ten aus­lö­ste.

Die Ent­schei­dung für die stadt­na­he Vari­an­te ist im Prin­zip nach­voll­zieh­bar, jedoch erschien dem zuhö­ren­den Gast die Berück­sich­ti­gung der dort woh­nen­den Men­schen eher zweit­ran­gig gewe­sen zu sein. Sie wer­den mit noch mehr Lärm und wei­te­ren Ein­grif­fen in ihren Besitz leben müs­sen.

Lei­der wur­de die Dis­kus­si­on, unge­ach­tet der War­nung des OB, auf Wunsch der Mehr­heit des Stadt­rats trotz offe­ner Punk­te (wie sinn­voll ist ein nörd­lich gele­ge­ner wei­te­rer halb­sei­ti­ger Zugang auf den Bahn­steig) für been­det erklärt. Offen­sicht­lich war für die Stadt­rä­te der Preis das ein­zig bestim­men­de Argurment.

Vor­tei­le ande­rer Stand­or­te wur­den gar nicht erst dis­ku­tiert.

Zusam­men­fas­sung der Ent­schei­dung:

Vor­tei­le: fuß­läu­fig von Forch­heim-Nord und Lich­ten­ei­che leich­ter zu errei­chen

Nach­tei­le: für Schü­ler ein etwas län­ge­rer Fuß­weg, höhe­rer Lärm für die Bewoh­ner von FO-Nord, mehr Ein­griff in Eigen­tum von Bewoh­nern

Offe­ne Punk­te (lei­der nicht zu Ende dis­ku­tiert): wei­te­rer ein­sei­ti­ger Zugang von Westen, unge­klär­te Park­si­tua­ti­on der Pend­ler.

Nach­be­mer­kung: Die jetzt getrof­fe­ne Ent­schei­dung hät­te auch ohne jeg­li­che Dis­kus­si­on fal­len kön­nen. Wie­der gelang es dem Stadt­rat nicht, eine Dis­kus­si­on sinn­voll zu Ende zu füh­ren. Sich wie­der­ho­len­de Argu­men­ta­ti­on erset­zen nicht die Fähig­keit einer Bewer­tung: wo lie­gen die Vor­tei­le, wo die Nach­tei­le, was kann man tun, die Nach­tei­le zu lin­dern. Außer­dem: Im Land­rats­amt hängt ein Bea­mer an der Decke. Die­ser wur­de nicht ein­ge­setzt. Den Stadt­rat stört das nicht. Die Mit­glie­der haben die Unter­la­gen vor sich auf dem Tisch lie­gen. Die Zuhö­rer nicht. Aber das ist ein ande­res The­ma.

Otwin Schnei­der
Rai­ner Thie­me

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