Jahreshauptversammlung des BUND Naturschutz Kirchehrenbach

Achtköpfiger ehrenamtlicher BN-OG Vorstand im 3. Jahr, hat sich bewährt – Wolf-Dietrich Schröber überraschte mit einem Test seines fränkischen Honigsekt – Trauer um den unfassbaren plötzlichen Tod von Sabine Trautner (36) – Neue Zählmethode beim Krötentragen 2017 erforderlich.

Die Ortsgruppe (OG) Kirchehrenbach/Weilersbach des BUND Naturschutz (BN) widerlegte, inzwischen bereits im 3. Jahr erfolgreich, die Lebensphilosophie: „Viele Köche verderben den Brei“. Das Gegenteil ist der Fall. Seit 2014 „regiert“ ein achtköpfiger gleichberechtigter Vorstand mit bestem Erfolg, wie aus den Ergebnissen, Rechenschaftsberichten auf der BN- OG Jahreshauptversammlung am 20.1.2017 im Landgasthaus zum Walberla zu hören war.

Im stillen Gedenken und in Dankbarkeit an das aktive BN-Mitwirken von Sabine Trautner, sie war am 13. Jan. 2017, für alle unfassbar, 36 Jahre jung, plötzlich und unerwartet verstorben, eröffnete Annette Forster-Sennefelder die Runde der Rechenschaftsberichte des BN-Jahres 2016. Besondere Grußworte gab es für die beiden BN-Kreisvorsitzenden Ulrich Buchholz, Edith Fießer und dem ehemaligen BN-Orts- und Kreisvorsitzenden Heinrich Kattenbeck. Sie bedankten sich für die umfangreiche, vielfältige und aktive BN-Arbeit der BN-OG Kirchehrenbach und boten für den Bedarfsfall ihr aktives Mitwirken an.

Annette Forster-Sennefelder ist Koordinatorin, Schriftführerin und Ansprechpartnerin für alle Sparten (Landschaftspflege, Amphibienschutz, Artenschutz, naturkundliche Exkursionen, Naturerlebnisse für Kinder, Heimatschutz) der BN-OG-Arbeit. In drei Vorstandssitzungen wurden die Arbeiten gemeinsam besprochen und in einem vielfältigen, abwechslungsreichen Jahresprogramm in 2016 umgesetzt. Das BN-OG Jahresprogramm 2017 wird derzeit verteilt und öffentlich ausgelegt.

Wolf-Dietrich Schröber überraschte zu Beginn der JHV mit einem Test-Umtrunk seines trockenen Honigsektes aus dem eigenem Honigbestand. „Prickelnder Honig Genuss“ für einen besonderen Anlass, war die übereinstimmende, lobende Meinung. Namensvorschlag von Michael Sennefelder: „Flotte Biene”. Der Kirchehrenbacher Honigsekt wird mit einem erfahrenen Partner nach der Charlemagener-Apfelsekt-Methode erzeugt.

Johannes Bail ließ die faszinierende Orchideenwelt, im Rückblick die Orchideenwanderung, Revue passiere. Er freute sich über die große Teilnahme in 2016 (neue Wanderung: 18.6.2017 um 15:30 Uhr). Der Bestand der von der BN-OG gepflegten Orchideenwiese hat sich stabilisiert und sogar vermehrt. Mehr als 1000 Orchideen des breitblätterigen Knabenkrautes ergab seine letzte Zählung.

Wolf-Dietrich Schröber informierte über Situation und Probleme des Kreisbienenlehrstandes. Er wird als Info- und Schulungszentrum ausgebaut. Auch beim Kinderferienprogramm 2017 (3.8.2017) gibt es wieder „Lecker Honig“ – Kerzen aus Bienenwachs – Faszination Bienenvolk“ am Kreislehrbienenstand, Lützelsdorf, für Jung und Alt zu erleben.

Doris Philippi, auch Kontaktperson zur Vorstandsarbeit im erweiterten Vorstand der BN-KG Forchheim, berichtete über die Erlebnisse aus dem Kinderferienprogramm, an dem mehr als 30 Kinder teilnahmen. Überraschung beim Erforschen des Ehrenbaches gab es von Metzgermeister Hans Trautner. Er spendierte Wurstsemmeln. Danke.

Annette Grün dankte für das aktive achtwöchige „Kröten sammeln“ zwischen Leutenbach und Kirchehrenbach. 22 Helferinnen und Helfer hatten in den Früh- und Abendstunden insgesamt 10279 Amphibien vor dem Straßentod gerettet. Für 2017 ist wegen des Antrages auf Bau eines stationären Leitsystems eine erweiterte Zählmethode erforderlich. Dafür werden zusätzlich ehrenamtliche Mitwirkende gesucht. „Wer keine Erdkröten, Grasfrösche, Teich-oder Bergmolche anfassen möchte, könnte aber zum Aufschreiben der gesammelten Amphibien vor Ort mit tätig sein“, wirbt Annette Grün.

Walter Jordan sorgte für abwechslungsreiche BN-Wanderungen und Exkursionen. Die Winterwanderung mit Einkehr in Hohenschwärz war dieses Jahr besonders erlebnisreich, winterlich und schneereich. Alle waren begeistert.

Michael Sennefelder dankte Norbert Braun für die Vogelstimmenwanderung rund ums Walberla. 47 verschiedene Vogelarten wurden gehört. Am 14.05. um 6 Uhr heißt es wieder: Aufstehen! Kostenloses Tirili-tirila-Konzert erleben.

Für den Schatzmeister Michael Sennefelder gab es, dank des sehr guten Ergebnisses, Lob, Anerkennung und Applaus. Er legte die Finanz- und Wirtschaftslage der BN-OG detailliert und übersichtlich dar. Kassenprüferin Elke Albert bescheinigte eine hervorragende und einwandfreie Kassenführung. Ihr Antrag auf Entlastung des 8-köpfigen Vorstandes erfolgte einstimmig.

BIWO-Vorsitzender Heinrich Kattenbeck dankte Allen fürs aktive Mitmachen zum Schutze der Heimat-Kultur-Naturlandschaft und der Einzigartigkeiten von Flora und Fauna im unteren Wiesenttal. „Auch wenn jetzt der B 470 Neubau der Ostspange im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgenommen ist, heißt das noch lange nicht, dass sie auch gebaut wird“ beantwortete er die Frage: Wie geht es weiter? „Keine Stimme für Heimatzerstörer“, empfiehlt er für die Bundestagswahl 2017.

Mit einer Dia-Show: Untersuchung zur Käferfauna der Gemeinde Kirchehrenbach unter Berücksichtigung xylobianter Käfer in den Mittelwäldern, mit Schwerpunkt der letzten drei Jahre, begeisterte Dr. Johannes Bail. Von 297 xylobianten Käferarten stehen 27 % bereits auf der Roten Liste. Die Mittelwaldbewirtschaftung ist in Kirchehrenbach durch die Rechtler gesichert.

Nächstes offenes BN-OG-Mitgliedertreffen im Gasthaus zum Walberla ist am Freitag, 24. Febr. 2017 um 20 Uhr. Dabei geht es unter anderem um die BN-Haus-und Straßensammlung, Antrag Lehrpfad Walberla, Managementplan Walberla und Katzenköpfe, Waldbegehung mit der Försterin, Blühflecken bereichern die Landschaft.