Bam­ber­ge­rin hat Tau­sen­de Euro für angeb­li­chen Geld­ge­winn gezahlt

Einen nied­ri­gen fünf­stel­li­gen Euro­be­trag hat eine Bam­ber­ge­rin Mit­te Janu­ar in die Tür­kei über­wie­sen, nach­dem sie zuvor angeb­lich 300.000 Euro gewon­nen hat­te. Dank eines auf­merk­sa­men Bank­mit­ar­bei­ters konn­te nun eine wei­te­re Zah­lung an die Betrü­ger ver­hin­dert werden.

Die 63-Jäh­ri­ge aus dem Stadt­teil Bug erhielt zunächst den Anruf einer unbe­kann­ten Frau, die ihr den statt­li­chen Gewinn von 300.000 Euro ver­kün­de­te. In die­sem Zusam­men­hang soll­te die Bam­ber­ge­rin eine Gewinn­ge­bühr von rund 8.500 Euro in die Tür­kei über­wei­sen, was die­se auch tat. Weni­ge Tage bekam sie in einem erneu­ten Tele­fo­nat mit­ge­teilt, dass eine wei­te­re Zah­lung für den Erhalt der Geld­sum­me erfor­der­lich sei. Die gut­gläu­bi­ge Frau trans­fe­rier­te dar­auf­hin einen hohen Bar­geld­be­trag auf das glei­che Kon­to. Wenig spä­ter mel­de­te sich tele­fo­nisch ein angeb­li­cher Beam­ter des Bun­des­kri­mi­nal­am­tes, der behaup­te­te, dass die 63-Jäh­ri­ge Opfer von Betrü­gern gewor­den sei. Die­se Tat­sa­che traf zwar tat­säch­lich zu, jedoch steck­te der ver­meint­li­che Kri­mi­nal­be­am­te, Herr Graf, mit den Tätern unter einer Decke. Denn er gab an, zur ver­meint­li­chen Wie­der­erlan­gung des über­wie­se­nen Gel­des eine Sum­me von 10.000 Euro für sei­ne Kol­le­gen in der Tür­kei zu benö­ti­gen. Als die Frau auch die­ser Geld­for­de­rung nach­kom­men und den Betrag über­wei­sen woll­te, wur­de ein Bank­an­ge­stell­ter auf­merk­sam. Er wies die Bam­ber­ge­rin auf das offen­sicht­lich betrü­ge­ri­sche Vor­ge­hen hin, wor­auf zumin­dest eine erneu­te Geld­über­wei­sung ver­hin­dert wer­den konnte.

Die Ober­frän­ki­sche Poli­zei warnt wie­der­holt vor die­ser Betrugs­ma­sche und rät:

  • Fra­gen Sie sich stets, ob sie über­haupt an einem Gewinn­spiel teil­ge­nom­men haben.
  • Fra­gen Sie den Anru­fer nach Namen, Adres­se und Tele­fon­num­mer der Ver­ant­wort­li­chen, um wel­che Art von Gewinn­spiel es sich han­delt und was genau Sie gewon­nen haben. Notie­ren Sie sich sei­ne Antworten.
  • Geben Sie nie­mals Geld aus, um einen ver­meint­li­chen Gewinn ein­zu­for­dern, zah­len Sie kei­ne Gebüh­ren oder wäh­len gebüh­ren­pflich­ti­ge Son­der­num­mern (gebüh­ren­pflich­ti­ge Son­der­num­mern begin­nen z.B. mit der Vor­wahl: 0900…, 0180…, 0137…).
  • Las­sen Sie sich zeit­lich und emo­tio­nal nicht unter Druck setzen.
  • Geben Sie nie­mals per­sön­li­che Infor­ma­tio­nen wei­ter: kei­ne Tele­fon­num­mern und Adres­sen, Kon­to­da­ten, Bank­leit­zah­len, Kre­dit­kar­ten­num­mern oder Ähn­li­ches. Been­den Sie umge­hend das Gespräch.
  • Rufen Sie im Zwei­fel über die Iden­ti­tät und Berech­ti­gun­gen eines Poli­zei­be­am­ten selbst bei der Poli­zei­dienst­stel­le an und las­sen Sie sich von dort den Ein­satz bestätigen.
  • Die Poli­zei for­dert nie­mals Geld am Tele­fon oder fragt Sie über finan­zi­el­le Ver­hält­nis­se aus.
  • Wäh­len Sie in drin­gen­den Fäl­len den Not­ruf 110.

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