Ober­fran­ken ist Erfinderland

Dr. Heinrich Strunz, Vorsitzender des IHK-Innovationsausschusses

Dr. Hein­rich Strunz, Vor­sit­zen­der des IHK-Innovationsausschusses

Dop­pelt so vie­le Patent­an­mel­dun­gen wie im Bundesdurchschnitt

Von Unter­neh­men aus dem Kam­mer­be­zirk der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth wur­den im Jahr 2015 1098 Patent­an­mel­dun­gen ver­öf­fent­licht – im Ver­hält­nis zu Ein­woh­ner­zahl, Wirt­schafts­kraft und Zahl der Unter­neh­men wird damit der Bun­des­durch­schnitt um das Dop­pel­te über­trof­fen. Die­se Zahl ver­öf­fent­licht der Baye­ri­sche Indu­strie- und Han­dels­kam­mer­tag (BIHK) in der drit­ten Aus­ga­be des Reports “Paten­te in Bay­ern”, der die aktu­el­len Sta­ti­sti­ken aus dem Jahr 2015 zusam­men­fasst. Ins­ge­samt wur­den in jenem Jahr in Bay­ern 13.744 Patent­an­mel­dun­gen ver­öf­fent­licht, acht Pro­zent davon im Bezirk der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth. “Die Zah­len zei­gen die Inno­va­ti­ons­kraft ober­frän­ki­scher Unter­neh­men”, sagt IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin Chri­sti Degen. “Ober­fran­ken ist eine Innovationsregion.”

Der Anteil des Frei­staa­tes an den deut­schen Anmel­dun­gen beläuft sich auf 29 Pro­zent. Bay­ern ist damit Spit­zen­rei­ter bei den Paten­ten, berich­tet der BIHK. “In unse­rer Regi­on liegt der Schwer­punkt auf der Medi­zin­tech­nik”, kon­kre­ti­siert Dr. Hein­rich Strunz, Vor­sit­zen­der des IHK-Inno­va­ti­ons­aus­schus­ses und Vize­prä­si­dent der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth. Der IHK-Bezirk für Ober­fran­ken Bay­reuth domi­niert – gemein­sam mit dem Bezirk Mit­tel­fran­ken – das Tech­no­lo­gie­feld “Dia­gno­stik, Chir­ur­gie, Iden­ti­fi­zie­rung”: “Dort ent­fällt fast jede drit­te Patent­an­mel­dung in Bay­ern auf ein Unter­neh­men aus Ober­fran­ken.” Im deut­schen Kon­text trägt der Kam­mer­be­zirk mit 14 Pro­zent zur Tech­no­lo­gie­ent­wick­lung in die­sem Bereich bei. Die häu­fig­sten Patent­an­mel­der mit Erfin­dern aus dem Kam­mer­be­zirk waren im Jahr 2015 die Sie­mens AG, die Scha­eff­ler AG & Co. KG und Scha­eff­ler Tech­no­lo­gies GmbH & Co. KG, sowie die Bro­se Fahr­zeug­tei­le GmbH & Co. KG.

“Für for­schungs- und inve­sti­ti­ons­in­ten­si­ve Tech­no­lo­gie­er­neue­run­gen ist eine früh­zei­ti­ge Absi­che­rung des Know-hows essen­zi­ell, wenn das Pro­dukt oder das Ver­fah­ren bei Markt­ein­füh­rung geschützt sein soll. Auch für Tech­no­lo­gien, auf denen nach­fol­gen­de Ent­wick­lun­gen basie­ren, ist ein Gewerb­li­ches Schutz­recht emp­feh­lens­wert”, betont Dr. Strunz. Auch stra­te­gi­sche Alli­an­zen mit den Hoch­schu­len und For­schungs- und Ent­wick­lungs­ein­rich­tun­gen der Regi­on kön­nen dazu bei­tra­gen, Kosten und Risi­ken zu mini­mie­ren. Um die Unter­neh­men in der betrieb­li­chen For­schung und Ent­wick­lung zu unter­stüt­zen, for­dern die baye­ri­schen Indu­strie- und Han­dels­kam­mern eine steu­er­li­che Forschungsförderung.

Ansprech­part­ner zum The­ma Gewerb­li­che Schutz­rech­te ist bei der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth Dr. Domi­nik Erhard, Tel. 0921/886–247, E‑Mail erhard@​bayreuth.​ihk.​de. Der Paten­t­re­port ist auch online nach­zu­le­sen: https://​www​.bay​reuth​.ihk​.de/​P​u​b​l​i​k​a​t​i​o​n​e​n​-​I​n​n​o​v​a​t​i​o​n​-​U​m​w​e​l​t​.​htm

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