Sonn­tags­ge­dan­ken: Die Wahr­heit hin­ter dem Witz

Pfarrer Dr. Christian Fuchs

Pfar­rer Dr. Chri­sti­an Fuchs

Ein Pil­ger stapft durch die Wüste des Hei­li­gen Lan­des. Da kommt eine hung­ri­ge Löwen­fa­mi­lie brül­lend daher. Ent­setzt sinkt der from­me Mann auf die Knie und betet: “O HERR! Mach, dass die­se Unge­heu­er gläu­big wer­den!” Da sich eine zeit­lang nichts rührt, blickt er vor­sich­tig, hof­fend auf und sieht, wie die Löwen beten: “Komm, HERR Jesus, sei unser Gast und seg­ne, was Du uns besche­ret hast!”

Gläu­big sein zeigt sich also nicht nur dar­in, dass man betet, den Got­tes­dienst besucht, sich zur Gemein­de hält. Man­cher erklärt auch ganz offen, ohne Chri­stus ein anstän­di­ger Mensch sein zu kön­nen. Tat­säch­lich gibt es vie­le Bei­spie­le mora­li­schen Han­delns außer­halb der Kir­che und viel Fehl­ver­hal­ten inner­halb. Spielt es also kei­ne Rol­le, wel­chen Glau­ben man hat, wenn man sich nur ver­ant­wor­tungs­voll benimmt?

Der christ­li­che Glau­be besteht nicht nur dar­in, sich an die Gebo­te Got­tes zu hal­ten, ein guter Mensch sein zu wol­len. Alles kommt dar­auf an, dass ich auf Chri­stus ver­traue, der mei­ne Schuld gesühnt, mein Schick­sal geteilt und mei­nen Tod über­wun­den hat. Als Christ ver­traue ich dar­auf, dass Gott mich unbe­dingt liebt ohne Vor­be­din­gung und Gegen­lei­stung. Ich bin Got­tes Eben­bild, Stell­ver­tre­ter Got­tes auf Erden und er wird mich zum “ewi­gen Leben” füh­ren. Dar­an kön­nen Krank­heit, Unglück und Gewalt nichts ändern. Wenn ich dar­auf ver­traue, kann ich dann auch immer wie­der neu nach dem Wil­len Got­tes in mei­ner kon­kre­ten Lebens­si­tua­ti­on fra­gen. Dann kann ich auch im Gebet alles zu Gott tra­gen, was mich bewegt, mich freut oder bedrückt.

Wei­te­re Sonn­tags­ge­dan­ken

Pfar­rer Dr. Chri­sti­an Fuchs, www​.neu​stadt​-aisch​-evan​ge​lisch​.de

Infos zu Chri­sti­an Karl Fuchs:

  • geb. 04.01.66 in Neustadt/​Aisch
  • Stu­di­um der evang. Theo­lo­gie 1985 – 1990 in Neuendettelsau
  • Vika­ri­at in Schorn­weiss­ach-Vesten­bergs­greuth 1993 – 1996
  • Pro­mo­ti­on zum Dr. theol. 1995
  • Ordi­na­ti­on zum ev. Pfar­rer 1996
  • Dienst in Nürnberg/​St. Johan­nis 1996 – 1999
  • seit­her in Neustadt/​Aisch
  • blind

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