Bay­reu­ther Tigers rin­gen auch den Meis­ter nieder

Drei­er­pack von Valen­tin Busch, ein über­ra­gen­der Goa­lie Vos­vr­da und eine klas­se Mann­schafts­leis­tung sind der Schlüs­sel zum nächs­ten Pau­ken­schlag des EHC

Mit 5:2 (2–1;0–0;3–1) vor 1776 Zuschau­ern schlägt der EHC Bay­reuth den amtie­ren­den DEL2-Meis­ter aus Kas­sel. Die Tore für die Ober­fran­ken erziel­ten drei mal Valen­tin Busch, Ser­gej Stas und Mich­al Bar­to­sch mit einem tech­ni­schen Tor wegen eines Fouls an ihn Sekun­den vor Schluss vor dem lee­ren Tor.

Die­se Par­tie Auf­stei­ger gegen den amtie­ren­den Meis­ter hat­te einen extrem flot­ten Beginn und schon nach weni­gen Minu­ten und einer klei­nen Rau­fe­rei, erspiel­ten sich die sehr prä­sen­ten Ober­fran­ken leich­te Vor­tei­le. Nach einer unge­nutz­ten Groß­chan­ce von Mar­sall nach einem kapi­ta­len Abwehr­feh­ler der Hus­kies, traf Stas auch schon früh zum 1–0. Sei­nen leicht von einem Kas­se­ler abge­fälsch­ter Schuss konn­te Kel­ler nicht parie­ren. Als kei­ne 2 Minu­ten spä­ter Vos­vr­da bei sehr viel Ver­kehr vor sei­nem Gehäu­se kaum Sicht hat­te, nutz­te das Rit­ter zum Aus­gleich und es kam Sor­ge auf, dass der Schwung erlö­schen könn­te. Doch dem war nicht so, son­dern ganz im Gegen­satz dazu setz­ten die Wag­ner­städ­ter nach. Bis­sig im fore­check erober­ten sie in der geg­ne­ri­schen Zone die Schei­be und der frisch gekür­te Junio­ren­na­tio­nal­spie­ler Valen­tin Busch nutz­te das nach einer klas­se Ein­zel­ak­ti­on und sau­be­ren Schuss zum 2–1 für die Hausherren.

Im Mit­tel­ab­schnitt kamen die favo­ri­sier­ten Gäs­te zwar etwas bes­ser ins Spiel, die auf­op­fe­rungs­voll kämp­fen­den Gelb­schwar­zen boten ihnen aber wei­ter wenig Raum und wenn doch etwas durch kam, war der auf­merk­sa­me Vos­vr­da zur Stel­le. Die gut­klas­si­ge Par­tie bot aber alles was das Fan­herz begehrt und bei hohem Tem­po merk­te man nun stel­len­wei­se deut­li­cher die Qua­li­tät der Schlit­ten­hun­de. Beson­ders Gold­helm Pimm spul­te ein rie­si­ges Pen­sum ab, war kaum von der Schei­be zu tren­nen und ein stän­di­ger Unru­he­herd. Bei einem Über­zahl­spiel visier­te Sebas­ti­an Busch dann lei­der nur den Pfos­ten an, doch Kas­sel hat­te jetzt etwas mehr Spiel­an­tei­le. 20 Sekun­den vor der Pau­se zwan­gen die Gäs­te Vos­vr­da noch ein­mal zu einer Pracht­pa­ra­de. Im Sti­le einer Kra­ke mach­te er sich breit. Zog lie­gend noch das Bein hoch und wehr­te damit tat­säch­lich die Schei­be ab und ret­te­te sei­nem Team so die knap­pe Füh­rung in die Kabine.

Im Schluss­drit­tel gelang Valen­tin Busch nach einem per­fek­ten Power­play­zu­spiel von Wohl­berg schnell das 3–1 und gab sei­nem Team damit noch etwas mehr Sicher­heit. Trotz­dem ver­such­ten die Nord­hes­sen es wei­ter. Da aber die gut ein­ge­stell­te EHC-Abwehr und Vos­vr­da immer das bes­se­re Ende für sich behiel­ten, änder­te sich am Zwi­schen­stand lan­ge nichts. Da Kas­sel aber immer wie­der anlief, blieb die Par­tie auch hoch span­nend. Schon knapp 3 Minu­ten vor Ende zog ECK-Coach Ros­si sei­ne letz­te Opti­on und nahm sei­nen Goa­lie vom Eis und eine Aus­zeit. Kas­sel dräng­te und die Bay­reu­ther stemm­ten sich mit einem glän­zen­den Vos­vr­da dage­gen, bis Valen­tin Busch nach Zuspiel von Kas­ten zum drit­ten Mal an die­sen Abend ins ver­wais­te Tor ein­netz­te. Damit schien das Spiel ent­schie­den, doch die Tor­eu­pho­rie bekam den Tigers nicht. Noch nicht rich­tig sor­tiert und gegen eine völ­lig offe­ne Defen­si­ve schlu­gen die Hus­kies 14 Sekun­den spä­ter durch Boi­ar­chi­nov zurück und stell­ten den alten 2‑To­re-Abstand wie­der her. Das Knis­tern war schier zu spü­ren und erst 3 Sekun­den vor Ulti­mo folg­te die end­gül­ti­ge Erlö­sung. Mich­al Bar­to­sch gewann die Schei­be und wur­de vor dem lee­ren Tor gefoult, was fol­ge­rich­tig ein tech­ni­sches Tor zum völ­lig ver­dien­ten 5–2 End­stand bedeutete.

Mit dem vier­ten Heim­sieg in Fol­ge hal­ten sich die Tigers nach umju­bel­ten Vor­stel­lun­gen wei­ter hart­nä­ckig an Platz 10, was eine for­mi­da­ble Leis­tung für den Auf­stei­ger dar­stellt. Auch der amtie­ren­de Meis­ter muss­te das heu­te neid­los aner­ken­nen und klein bei geben. Das nächs­te Heim­spiel des EHC Bay­reuth fin­det Frei­tag den 02.12 um 20 Uhr im Tiger­kä­fig gegen die Wöl­fe Frei­burg statt. Tickets gibt es unter www​.etix​.com/​t​i​c​k​e​t​/​v​/​1​1​7​5​2​/​e​i​s​s​t​a​d​i​o​n​-​b​a​y​r​e​u​t​h​-​der tigerk%E4fig?cobrand=Bayreuth

EHC Bay­reuth – Kas­sel Hus­kies 5:2 (2–1;0–0;3–1)

  • 1779 Zuschau­er
  • Stra­fen: BT: 10 Min K: 12 Min
  • Power­plays: BT: 1/4 K: 0/3
  • Bay­reuth: Vos­vr­da, Wie­demann – Neher, Pav­lu, Hei­der (4), Lin­den, Kas­ten, Potac, May­er (2) – Mar­sall, Kolu­pay­lo, S.Busch, Koloz­va­ry (2), Bar­to­sch, Wohl­berg, Piskor, Kuhn, V.Busch, Stas (2), Fröh­lich, Rypar
  • Kas­sel: Kel­ler, Pant­kow­ski – Magi­not, McKen­zie, Lehi­ko­inen, Mar.Müller (2), Mapes, Mat.Müller (2), Hein­rich – Boi­ar­chi­nov, Christ, Proft, Rit­ter, Dow­ning, Merl (2), Wycisk, Schla­ger (2), Pimm (2), Meil­leur (2), Hungerecker
  • Tore: 1:0 (5) Stas (Kolu­pay­lo, Wohl­berg); 1:1 (7) Rit­ter (Hein­rich, Pimm); 2:1 (9) V.Busch (Kas­ten, S.Busch); 3:1 (43) 5–4 V.Busch (Wohl­berg, S.Busch); 4:1 (59) 5–6 V.Busch (Kas­ten, Pav­lu); 4:2 (59) 6–5 Boi­ar­chi­nov (McKen­zie); 5:2 (60) Bar­to­sch (tech­ni­sches Tor)