AOK Bam­berg zur Pfle­ge­ver­si­che­rung: Pfle­ge­grad statt Pflegestufe

Bis Mit­te Dezem­ber bekom­men vie­le Pfle­ge­be­dürf­ti­ge im Frei­staat Post von ihrer Pfle­ge­kas­se. Die AOK Bay­ern infor­miert mehr als 160.000 Ver­si­cher­te in einem per­sön­li­chen Brief über ihren neu­en Pfle­ge­grad. Künf­tig gibt es statt der bis­he­ri­gen drei Pfle­ge­stu­fen fünf Pfle­ge­gra­de. Sie gel­ten ab nächs­tem Jahr.

Dabei gilt auch: Je höher die Beein­träch­ti­gun­gen auf­grund gesund­heit­li­cher Schä­di­gun­gen und damit ver­bun­den der Bedarf an per­so­nel­ler Unter­stüt­zung, des­to höher ist der Anspruch auf Leis­tun­gen der Pfle­ge­ver­si­che­rung. „Zunächst ist aber wich­tig, dass jeder, der Ende 2016 Leis­tun­gen der Pfle­ge­ver­si­che­rung bezieht, die­se auch ab 2017 min­des­tens in glei­cher Höhe bekommt“, betont Peter Weber, Direk­tor der AOK Bam­berg. Dafür sor­gen die Bestands­schutz­re­geln – kein Pfle­ge­leis­tungs­emp­fän­ger wird schlech­ter gestellt. Für die Umstel­lung auf Pfle­ge­gra­de zum Ende des Jah­res müs­sen die Pfle­ge­be­dürf­ti­gen, die bereits eine Pfle­ge­stu­fe haben, kei­nen neu­en Antrag stel­len. Die AOK küm­mert sich und teilt den Pfle­ge­be­dürf­ti­gen ohne erneu­te Begut­ach­tung ihren neu­en Pfle­ge­grad mit.

„Pfle­ge­be­dürf­ti­ge mit aus­schließ­lich kör­per­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen bekom­men anstel­le der bis­he­ri­gen Pfle­ge­stu­fe den nächst­hö­he­ren Pfle­ge­grad“, erklärt Weber. Das heißt zum Bei­spiel: Statt Pfle­ge­stu­fe 1 bekom­men sie dann den Pfle­ge­grad 2. Ver­si­cher­te, bei denen zusätz­lich eine ein­ge­schränk­te All­tags­kom­pe­tenz fest­ge­stellt wur­de – klas­si­scher Wei­se fällt dar­un­ter die Demenz –, erhal­ten den über­nächs­ten Pfle­ge­grad, zum Bei­spiel: Der heu­ti­ge Pfle­ge­stu­fe-1-Leis­tungs­be­zie­her erhält dann künf­tig den Pfle­ge­grad 3.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Pfle­ge­gra­den und was sich sonst noch zum Jah­res­wech­sel in der Pfle­ge­ver­si­che­rung ändert, gibt es bei Mar­tin Loef­fel­holz von Col­berg von der AOK in Bam­berg unter der Ruf­num­mer 0951/9336–370 oder in der jeder Geschäfts­stel­le oder im Internet.

Inter­net-Tipp: www.aok.de./bayern/psg2