Mela­nie Huml will Öffent­li­chen Gesund­heits­dienst wei­ter stärken

Bay­erns Gesund­heits­mi­nis­te­rin: ÖGD-Medi­zi­ner haben Her­aus­ra­gen­des auch bei Flücht­lin­gen geleistet

Bay­erns Gesund­heits­mi­nis­te­rin Mela­nie Huml will den Öffent­li­chen Gesund­heits­dienst (ÖGD) im Frei­staat wei­ter stär­ken und aus­bau­en. Huml beton­te am Don­ners­tag anläss­lich einer Tagung des Ärz­te­ver­bands Öffent­li­cher Gesund­heits­dienst Bay­ern e.V. in Bam­berg: „Die Ärz­tin­nen und Ärz­te des ÖGD in Bay­ern neh­men eine unver­zicht­ba­re Rol­le in unse­rem Gesund­heits­we­sen ein. Sie küm­mern sich enga­giert um den Gesund­heits­schutz unse­rer Bevöl­ke­rung, aber auch um deren Gesund­heits­vor­sor­ge und ‑ver­sor­gung. Des­halb ist es mir ein wich­ti­ges Anlie­gen, den ÖGD in Bay­ern und vor allem sei­ne Attrak­ti­vi­tät als Arbeit­ge­ber wei­ter zu stär­ken, um mehr jun­ge Ärz­te für die Arbeit im öffent­li­chen Gesund­heits­dienst zu gewinnen.“

Die Gesund­heits­mi­nis­ter der Bun­des­län­der haben in der 89. Gesund­heits­mi­nis­ter­kon­fe­renz (GMK) im Juni 2016 diver­se Maß­nah­men zur nach­hal­ti­gen Stär­kung des ÖGD beschlos­sen, so etwa die Anleh­nung der tarif- und besol­dungs­recht­li­chen Rege­lun­gen an die Ver­gü­tun­gen in den Kran­ken­häu­sern. Die Minis­te­rin unter­strich: „Dies kann ein Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung sein. Denn klar ist: Wir ste­hen im Wett­be­werb um die bes­ten Ärz­tin­nen und Ärz­te gegen die Kon­kur­renz aus den Kli­ni­ken, Pra­xen und der Industrie.“

Huml füg­te hin­zu: „Ich bin der fes­ten Über­zeu­gung, dass der ÖGD bereits in der uni­ver­si­tä­ren Aus­bil­dung von ange­hen­den Ärz­ten eine grö­ße­re Rol­le ein­neh­men muss. Wir brau­chen eine bes­se­re Zusam­men­ar­beit in For­schung und Leh­re. Des­halb muss der The­men­schwer­punkt ‚Öffent­li­cher Gesund­heits­dienst‘ auch an den Uni­ver­si­tä­ten struk­tu­rell ver­an­kert wer­den. Das haben wir auch in der GMK vorgeschlagen.“

Die Minis­te­rin erläu­ter­te: „Auf­grund der gestie­ge­nen Her­aus­for­de­run­gen an den ÖGD müs­sen wir wei­te­re Ärz­tin­nen und Ärz­te gewin­nen. Nicht zuletzt auf­grund der vie­len Asyl­su­chen­den, die im ver­gan­ge­nen Jahr zu uns gekom­men sind, ist der Staats­re­gie­rung bewusst, dass wir deut­lich mehr Ärz­te brauchen.“

Im Nach­trags­haus­halt konn­te die Gesund­heits­mi­nis­te­rin fast 100 zusätz­li­che Arzt­stel­len durch­set­zen. Huml füg­te hin­zu: „Ohne unse­ren schlag­kräf­ti­gen ÖGD hät­ten wir die Orga­ni­sa­ti­on der Gesund­heits­un­ter­su­chun­gen, die Durch­füh­rung von Imp­fun­gen und ande­ren Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men sowie die Unter­stüt­zung beim Auf­bau der medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung der Asyl­be­wer­ber nicht gewähr­leis­ten können.“

Die Minis­te­rin hob her­vor: „Unse­re Ärz­tin­nen und Ärz­te haben hier Her­aus­ra­gen­des geleis­tet. Durch ihre gro­ße Fle­xi­bi­li­tät und ihr Orga­ni­sa­ti­ons­ge­schick konn­ten wir in Bay­ern errei­chen, dass die vor­ge­schrie­be­nen Gesund­heits­un­ter­su­chun­gen zuver­läs­sig und zeit­ge­recht durch­ge­führt wer­den. Ihnen ist es gelun­gen, in kür­zes­ter Zeit eine kom­ple­xe Infra­struk­tur für die Gesund­heits­un­ter­su­chun­gen und Gesund­heits­schutz­maß­nah­men bei Asyl­su­chen­den in allen Land­krei­sen auf­zu­bau­en! Dafür gebüh­ren ihnen Dank und Anerkennung.“

Der Ärz­te­ver­band Öffent­li­cher Gesund­heits­dienst Bay­ern e.V. ist die gewähl­te Inter­es­sen­ver­tre­tung der ange­stell­ten und ver­be­am­te­ten Ärz­tin­nen und Ärz­te, die im Öffent­li­chen Gesund­heits­dienst in Bay­ern tätig sind. Der­zeit hat der Ver­band rund 200 Mitglieder.