Stu­die: Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg kann zum Vor­rei­ter der Ener­gie­wen­de werden

Die Euro­päi­sche Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg kann in aus­ge­wähl­ten Berei­chen als Modell­re­gi­on für die Ener­gie­wen­de in Deutsch­land vor­an­ge­hen. Das ist das Ergeb­nis einer Unter­su­chung der Ener­gie­agen­tur Nord­bay­ern GmbH zusam­men mit der Kom­pe­tenz­in­itia­ti­ve ENER­GIE­re­gi­on Nürn­berg e.V., die die Foren für „Wirt­schaft & Infra­struk­tur“ und „Kli­ma­schutz und nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung“ der Euro­päi­schen Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg gemein­sam in Auf­trag gege­ben haben.

Dr. Micha­el Fraas, Wirt­schafts­re­fe­rent der Stadt Nürn­berg und Geschäfts­füh­rer des Forums Wirt­schaft und Infra­struk­tur der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg: „Die Euro­päi­sche Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg ist mit ihrer aus­ge­wie­se­nen wirt­schaft­li­chen und wis­sen­schaft­li­chen Kom­pe­tenz ein Motor für die tech­ni­sche Umset­zung der Ener­gie­wen­de. Wir wol­len aber nicht nur Lösun­gen für Ande­re anbie­ten, son­dern als Refe­renz­re­gi­on zei­gen, wie die Umset­zung der Ener­gie­wen­de im Zusam­men­spiel zwi­schen Städ­ten und länd­li­chen Räu­men ganz kon­kret gelin­gen kann. Mit der Unter­su­chung Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg als Ener­gie­wen­de-Refe­renz­re­gi­on regen wir eine inten­si­ve Dis­kus­si­on über die Zukunft der Ener­gie­ver­sor­gung in Nord­bay­ern an.“ Die Unter­su­chung iden­ti­fi­ziert vier Hand­lungs­fel­der, auf denen die Euro­päi­sche Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg fünf bis zehn Jah­re schnel­ler sein kann als ande­re Metro­pol­re­gio­nen in Deutschland.

Gro­ße Chan­cen wer­den in der insti­tu­tio­nel­len Ver­an­ke­rung der Ener­gie­wen­de in der Metro­pol­re­gi­on gese­hen. Der Kli­ma­pakt (gemein­sa­me Kli­ma­schutz­zie­le der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg) und die Akti­vi­tä­ten der Städ­te und Land­krei­se bie­ten hier schon eine gute Ausgangslage.

Dr. Peter Plus­ch­ke, Geschäfts­füh­rer des Forums „Kli­ma­schutz und nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung“ und Refe­rent für Umwelt und Gesund­heit der Stadt Nürn­berg: „Der Kli­ma­pakt der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg von 2012 wird der­zeit aktua­li­siert und um die Sek­to­ren Ver­kehr und Land­wirt­schaft erwei­tert. Mit die­ser wei­te­ren Kon­kre­ti­sie­rung bekennt sich unse­re Metro­pol­re­gi­on zur umfas­sen­den Umset­zung ihrer kli­ma­schutz­po­li­ti­schen Zielsetzungen.“

Die Exper­ten schla­gen in der Stu­die bin­den­de Zie­le für den Kli­ma­pakt, ein über­grei­fen­des Pro­jekt­ma­nage­ment und eine stär­ke­re Ver­pflich­tung der Wirt­schaft vor.

Eben­falls emp­foh­len wird

  • der Aus­bau von Sek­tor-über­grei­fen­den und dezen­tra­len Energiesystemen,
  • die Erpro­bung von neu­en regio­na­len Markt­mo­del­len für die Sys­tem­in­te­gra­ti­on von rege­ne­ra­ti­ven Ener­gien und Betrei­ber­mo­del­len für den zukünf­ti­gen Alt­be­stand an erneu­er­ba­ren Energieanlagen,
  • ein Aus­bau der Ener­gie­ef­fi­zi­enz in den wirt­schaft­li­chen Leit­bran­chen der Euro­päi­schen Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg und die Stei­ge­rung des Anteils an Ener­gie­ef­fi­zi­enz­sa­nie­run­gen mit höchs­ter Sanie­rungs­qua­li­tät im Wohngebäudesektor.

Die Ergeb­nis­se wur­den auf einer gemein­sa­men Sit­zung der Foren für Wirt­schaft & Infra­struk­tur und Kli­ma­schutz und nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung in Tir­schen­reuth vor­ge­stellt und die­nen als Dis­kus­si­ons­grund­la­ge für die wei­te­re Ent­wick­lung in der Region.

Zur Iden­ti­fi­ka­ti­on der Hand­lungs­fel­der wur­de ein Bench­mark mit den Metro­pol­re­gio­nen Deutsch­lands erar­bei­tet und Inter­views mit Exper­ten geführt. Außer­dem wur­de eine SWOT-Ana­ly­se für die Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg erstellt, d. h. eine Ana­ly­se der Stär­ken (Strengths), Schwä­chen (Weak­ne­s­ses), Chan­cen (Oppor­tu­ni­ties) und Risi­ken (Thre­ats). Die Unter­su­chung wur­de aus Mit­teln der Euro­päi­schen Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg finanziert.

Die Stu­die kann im Inter­net abge­ru­fen wer­den unter www​.metro​pol​re​gi​onnuern​berg​.de/​p​r​o​j​e​k​t​e​/​l​a​u​f​e​n​d​e​-​p​r​o​j​e​k​t​e​/​e​n​e​r​g​i​e​w​e​n​d​e​m​o​d​e​l​l​r​e​g​ion