Jakob Matt­ner VICE VER­SA im Bam­ber­ger Kesselhaus

Der Kunst­ver­ein Bam­berg und das Künst­ler­haus Vil­la Con­cordia prä­sen­tie­ren im Kunst­raum Kes­sel­haus und in der Gale­rie Kunst im Gang Arbei­ten des in Ber­lin leben­den Licht­künst­lers Jakob Matt­ner. Gezeigt wer­den Licht­in­stal­la­tio­nen und seri­el­le Arbei­ten auf Papier.

Das von Ruß geschwärz­te, von Arbeits- und Was­ser­spu­ren gezeich­ne­te Kes­sel­haus des Alten Kran­ken­hau­ses in Bam­berg ver­wan­delt sich in einen poe­tisch magi­schen Raum, des­sen Haupt­ak­teu­re, Licht und Schat­ten, uns in ihren Bann zie­hen. Jakob Matt­ner hat schon wäh­rend sei­nes Stu­di­ums der Bild­haue­rei das Licht zu sei­nem The­ma erko­ren, nicht das har­te Licht im Gegen­satz zur Fin­ster­nis, son­dern eben das Hin-und Her, „im flie­ßen­den Über­gang“ – , das Zwie­licht, wie er sel­ber betont. Phä­no­me­ne des Sehens, von Licht­re­fle­xio­nen, ‑bre­chun­gen und Spie­ge­lun­gen beschäf­ti­gen ihn in Raum­in­stal­la­tio­nen eben­so wie in den seri­el­len Arbei­ten auf Papier.

Die Serie „Der fer­ne Klang“ von 2015, die hier erst­mals außer­halb der Gale­rie voll­stän­dig gezeigt wird, wirkt wie ein Bei­trag zur Erfor­schung des Kos­mos. Wis­sen­schaft­li­che Bil­der von Son­ne, Mond und Erde zei­gen eine ver­blüf­fen­de Ähn­lich­keit zur indi­vi­du­el­len Bil­der­welt des Künst­lers, die sich hier aus einer ande­ren run­den Form ent­wickelt, näm­lich der Schall­plat­te in ihrer aller­frü­he­sten Erschei­nung, als man die Töne noch sehen konnte.

In der Gale­rie Kunst im Gang gibt es ein Wie­der­se­hen mit Land­schafts­bil­dern, die wäh­rend des Sti­pen­dia­ten­auf­ent­halts 2012/13 im Künst­ler­haus Vil­la Con­cordia an der Reg­nitz ent­stan­den sind, Spie­ge­lun­gen als Gou­achen auf Papier. Es sind stil­le Land­schaf­ten, die uns in der Schwe­be hal­ten von geahn­ten und rea­len Zustän­den, Bil­der einer gedehn­ten Zeit.

  • Ver­nis­sa­ge im Kes­sel­haus, Unte­re Sand­str. 42 a, Sams­tag 20. August, 18 Uhr, Begrü­ßung Dr. Bar­ba­ra Kah­le, Vor­sit­zen­de des Kunst­ver­eins Bam­berg, Ein­füh­rung Anna Maig­ler Kunst­hi­sto­ri­ke­rin / Ber­lin. Es spielt das Bam­ber­ger Viol­in­duo Eva Sohni-Wen­go­bor­ski und Man­fred Wengoborski
  • Dau­er der Aus­stel­lung 21.8. – 2. 10 Öff­nungs­zei­ten: Fr 15 – 18 Uhr, Sa-So 11- 18 Uhr
  • Ver­nis­sa­ge in der Gale­rie KUNST IM GANG, Im Bau­ern­feld 18 am Sonn­tag, den 21. August, 15 Uhr, Begrü­ßung Diet­lin­de Schunk Assen­ma­cher, Gale­ri­stin, Ein­füh­rung Nora Gom­rin­ger, Direk­to­rin des Künst­ler­hau­ses Vil­la Concordia
  • Dau­er der Aus­stel­lung in der Gale­rie 21.8. – 18.9. Öff­nungs­zei­ten: Sa-So 15–18 Uhr

Jakob Matt­ner (geb. 1946 in Lübeck) lebt und arbei­tet in Ber­lin. Er stu­dier­te an der Hoch­schu­le für Kün­ste in Ber­lin Bild­haue­rei und wur­de für sei­ne Arbei­ten und Pro­jek­te viel­fach aus­ge­zeich­net, 2012/13 war er Sti­pen­di­at im Künst­ler­haus Vil­la Con­cordia in Bam­berg. Zahl­rei­che Aus­stel­lun­gen im In- und Aus­land zei­gen die Bedeu­tung sei­ner Werk­kom­ple­xe. Zuletzt war in den Chem­nit­zer Kunst­samm­lun­gen eine gro­ße Ein­zel­aus­stel­lung zu sehen (2015).

Zu den Aus­stel­lun­gen erschei­nen ein Kata­log sowie eine Edition.