BIWO dis­ku­tier­te mit dem Vor­sit­zen­den des Ver­kehrs­aus­schus­ses des Deut­schen Bun­des­ta­ges

BIWO Vertreter, im Gespräch in Himmelkron, mit dem Vorsitzenden des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages, Martin Burkert, MdB (3. v.l.), Andreas Schwarz, MdB (rechts)

BIWO Ver­tre­ter, im Gespräch in Him­mel­kron, mit dem Vor­sit­zen­den des Ver­kehrs­aus­schus­ses des Deut­schen Bun­des­ta­ges, Mar­tin Bur­kert, MdB (3. v.l.), Andre­as Schwarz, MdB (rechts)

Am Diens­tag, 12.4. tagt der Kreis­aus­schuss. Für die Bür­ger­initia­ti­ve pro Wie­sent­tal BIWO, ste­hen ban­ge Fra­gen an: Wird es der CSU gelin­gen mit poli­ti­schen Macht­ver­hält­nis­sen die bis­he­ri­ge Aus­wei­sung der O‑OU Forch­heim im BVWP 2030 zu kip­pen? Wird sich die SPD von der CSU ein­fan­gen las­sen, wenn die­se vom vier­spu­ri­gen auf zwei­spu­ri­gen Neu­bau redu­ziert, um damit das Nut­zen-Kosten-Ver­hält­nis zu ver­bes­sern? Folgt die SPD dem irri­gen Argu­ment des Land­rats, dass sich damit die Umwelt­be­trof­fen­heit ver­rin­gert? Und wird Her­mann Ulm die SPD zu einer Mei­nungs­än­de­rung dahin­ge­hend bewe­gen, dass die Rea­li­sie­rung der Mon­ster­tras­se durch das EU geschütz­te Natu­ra 2000 Gebiet, für die Anbin­dung der Orts­stra­ßen in der Frän­ki­schen Schweiz an den Bal­lungs­raum eine nicht zu unter­schät­zen­de Bedeu­tung hat?

Land­rat Her­mann Ulm und die CSU hof­fen auf die poli­ti­sche Gemein­sam­keit und Zustim­mung der SPD in der öffent­li­chen Sit­zung des Kreis­aus­schus­ses am Diens­tag, 12.4.. Beschluss­vor­la­ge: „Der Land­rat will sich beauf­tra­gen las­sen, sich poli­tisch für die Ein­grup­pie­rung des Pro­jek­tes der süd­öst­li­chen Orts­um­fah­rung der Stadt Forch­heim ein­zu­set­zen mit der For­de­rung in die Dring­lich­keits­ka­te­go­rie vor­dring­li­cher Bedarf (VB) des BVWP 2030 auf­ge­nom­men zu wer­den“.

BIWO Vor­sit­zen­der Hein­rich Kat­ten­beck und die BIWO Vor­stands­mit­glie­der Hol­ger Stöhr und Ger­hard Koch, hol­ten sich am Wochen­en­de auf der SPD Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung: „Der neue Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan“ in Him­mel­kron, wo es um die Wei­chen­stel­lung für die ober­frän­ki­schen Ver­kehrs­vor­ha­ben ging, Rat und Argu­men­ta­ti­ons­hil­fe zur wei­te­ren Vor­ge­hens­wei­se für ihr Anlie­gen, dass die Ost­span­ge nicht in den vor­dring­li­chen Bedarf kommt.

Der Vor­sit­zen­de des Ver­kehrs­aus­schus­ses des Deut­schen Bun­des­ta­ges, Mar­tin Bur­kert, MdB, mach­te ihnen in Him­mel­kron, mit sei­nen detail­lier­ten Aus­füh­run­gen Hoff­nun­gen, weil die Bewer­tungs­kri­te­ri­en für die Dring­lich­keits­ka­te­go­rie ent­schei­dend sind und nicht der poli­ti­sche „Wunschwil­le“. Die BIWO Mit­glie­der konn­ten ihre Beden­ken, Äng­ste und For­de­run­gen, unter­stützt vom SPD Kreis­vor­sit­zen­den Rei­ner Bütt­ner, detail­liert vor­tra­gen. Auch die Ver­tre­ter von Bünd­nis 90/​Die Grü­nen, sowie der BUND Natur­schutz der Kreis­grup­pe Forch­heim und der BN-Lan­des­ver­band Bay­ern, der Kreis­vor­sit­zen­de Hel­mut Schmitt des Umwelt­ver­ban­des, Lan­des­bund für Vogel­schutz (LBV) signa­li­sier­ten, dass sie in ihren Stel­lung­nah­men kei­nen vor­dring­li­chen Bedarf (VB) for­dern, im Gegen­teil.

SPD Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter Andre­as Schwarz, MdB, bestä­tig­te, dass er die BIWO-Anlie­gen för­dert und unter­stützt und sich für deren Fach­ar­gu­men­te ein­setzt. Für den vor­dring­li­chen Bedarf der O‑OU Forch­heim sind die erfor­der­li­chen Kri­te­ri­en nicht gege­ben, nicht vor­han­den und kön­nen nicht erfüllt wer­den. Die BIWO kri­ti­siert die CSU-For­de­rung für die Orts­um­fah­rung (OU) Gos­berg für den BVWP 2030 dahin­ge­hend, dass man kei­ne Rea­li­sie­rung im Son­der­bau­last­pro­gramm geprüft hat. Sie kann ja gar nicht im BVWP 2030 berück­sich­tigt wer­den, da durch Gos­berg kei­ne Bun­des­stra­ße geht.

BIWO Vor­sit­zen­der Hein­rich Kat­ten­beck will mit sei­nen BIWO-Arbeits­krei­sen, mit der Alter­na­ti­ve eines bes­se­ren Ver­kehrs­kon­zept für den öst­li­chen Land­kreis Forch­heim agie­ren, und mit zahl­rei­chen qua­li­fi­zier­ten Stel­lung­nah­men gegen den immensen poli­ti­schen Druck der CSU-Reprä­sen­tan­ten, CSU Bun­des­tags- und Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten auf den CSU Bun­des­mi­ni­ster Dob­rindt reagie­ren.

BIWO Vor­sit­zen­der Hein­rich Kat­ten­beck : „Ich gewin­ne ver­stärkt den Ein­druck, es geht den Hono­ra­tio­ren der CSU weni­ger dar­um zu akzep­tie­ren, dass die Vor­aus­set­zun­gen und For­de­run­gen zur Auf­nah­me der O‑OU Forch­heim in den vor­dring­li­chen Bedarf im BVWP 2030 gar nicht erreich­bar sein kön­nen, weil sie feh­len, son­dern mehr dar­um, poli­ti­sche Stär­ke zu zei­gen und poli­tisch durch­zu­set­zen will: Wir akzep­tie­ren die­se Aus­wei­sung WB* poli­tisch auf gar kei­nen Fall“.

Alle BIWO Arbeits­krei­se tref­fen sich am Don­ners­tag, 14. April um 19 Uhr im Gast­haus zur Eisen­bahn zur nicht öffent­li­chen Erör­te­rung ihrer Stel­lung­nah­men.