Erz­bi­schof Schick mahnt Poli­tik und Kirche

Pre­digt in Leu­ps: „Wer sich über Recht und Gesetz hin­weg­setzt, trägt zum Cha­os bei“

(bbk) Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Lud­wig Schick hat Kir­che und Poli­tik dazu auf­ge­ru­fen, beson­ders in unru­hi­gen Zei­ten nach Recht und Gesetz zu han­deln. „Sich zum Bei­spiel in der Flücht­lings­kri­se über Geset­ze hin­weg­set­zen oder sie in Fra­ge stel­len, kann nicht gut gehen“, sag­te Schick am Frei­tag in einer Pre­digt bei einem Pasto­ral­be­such in Leu­ps (Deka­nat Auer­bach). Wer sich nicht an Recht und Gesetz hält, beson­ders in schwie­ri­gen Zei­ten, tra­ge zum Cha­os bei. Das gel­te auch für die Kir­che, sag­te Schick und beton­te: „Hal­ten wir uns an Recht und Gesetz, das hilft uns, Kri­sen zu bestehen und zu überstehen!“

Schick rief dabei dazu auf, den hei­li­gen Josef als Vor­bild zu neh­men. Er ste­he für Ruhe, Treue und Gerech­tig­keit. Die­se Eigen­schaf­ten sei­en gegen­wär­tig so wich­tig wie das täg­li­che Brot. „Lei­der Got­tes gehen sie der­zeit vie­len Men­schen ab, auch Poli­ti­kern“, sag­te Schick. In der Gesell­schaft herr­sche zu viel Hek­tik, die dann auch noch als Spon­ta­ni­tät und Krea­ti­vi­tät kaschiert wür­de. „Auch Ver­ant­wor­tungs­trä­ger reden, ent­schei­den, han­deln, agie­ren, ohne vor­her nach­ge­dacht zu haben.“ Vie­le Wor­te wür­den heu­te gespro­chen und Reden gehal­ten, die spä­ter umin­ter­pre­tiert und zurück­ge­nom­men wer­den müss­ten. „Ruhe und Beson­nen­heit sind not­wen­dig, um klug zu reden, ver­ant­wort­lich zu ent­schei­den und nach­hal­tig zu han­deln“, so Schick.

Der Erz­bi­schof fuhr im Hin­blick auf den hei­li­gen Josef fort: „Wir brau­chen Men­schen wie Josef: in Ehe und Fami­lie, in unse­ren Dör­fern und Städ­ten sowie in der deut­schen, euro­päi­schen und inter­na­tio­na­len Poli­tik. Men­schen, die ruhig und beson­nen, treu und gerecht sowie gehor­sam dem Wil­len Got­tes gegen­über sind, tra­gen zur Zivi­li­sa­ti­on des Rechts und der Lie­be bei.“

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