MdB Anet­te Kram­me (SPD): War­ten auf Barrierefreiheit

Auch am Kir­chen­lai­ba­cher Bahn­hof müs­sen Rei­sen­de wei­ter­hin auf Bar­rie­re­frei­heit ver­zich­ten. Par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tä­rin Anet­te Kram­me hat­te sich nach einem Besuch des Bahn­hofs an Bahn­chef Dr. Rüdi­ger Gru­be gewandt und drin­gend eine Sanie­rung der Ver­kehrs­sta­ti­on angemahnt.

Der Bahn­hof Speichersdorf/​Kirchenlaibach habe als Kno­ten­punkt­bahn­hof für die gan­ze Regi­on der Land­krei­se Bay­reuth, Tir­schen­reuth und Neustadt/​Waldnaab eine wich­ti­ge Ver­kehrs­funk­ti­on, so Kram­me. Der Bahn­hof sei jedoch zum Sanie­rungs­fall gewor­den. „Das Gebäu­de gam­melt vor sich hin und in der Unter­füh­rung zu den Glei­sen staut sich bei Stark­re­gen regel­mä­ßig das Was­ser. Größ­tes Man­ko des Bahn­hofs ist vor allem die feh­len­de Bar­rie­re­frei­heit“, führ­te Anet­te Kram­me in ihrem Schrei­ben aus.

„Der­zeit spre­chen der Frei­staat Bay­ern und die Deut­sche Bahn über den wei­te­ren bar­rie­re­frei­en Aus­bau der baye­ri­schen Bahn­hö­fe für den Zeit­raum 2018 bis 2023. Fest­le­gun­gen dazu wer­den aller­dings erst im Lau­fe des Jah­res 2016 mög­lich sein“, ant­wor­te­te Kon­zern­be­voll­mäch­tig­ter Klaus-Die­ter Josel der Abge­ord­ne­ten. Er sicher­te zu, dass alle Bahn­hö­fe über 1.000 Rei­sen­de pro Tag – und somit auch Kir­chen­lai­bach – erneut geprüft würden.

Als höchst unbe­frie­di­gend bezeich­net Anet­te Kram­me die Ant­wort der Deut­schen Bahn. Sie will sich nun bei Bun­des­ver­kehrs­mi­ni­ster Dob­rindt für ein wei­te­res Bun­des­för­der­pro­gramm zur Her­stel­lung von Bar­rie­re­frei­heit an Bahn­hö­fen ein­set­zen. „Spei­chers­dorf ist ja nicht der ein­zi­ge Ort, der seit Jah­ren auf einen bar­rie­re­frei­en Umbau war­tet. Auch in Peg­nitz bei­spiels­wei­se wird man Jahr um Jahr ver­trö­stet“, so die Abgeordnete.

Das Pro­blem mit gestau­tem Was­ser in der Unter­füh­rung am Bahn­hof Kir­chen­lai­bach sei laut DB-Kon­zern­be­voll­mäch­tig­ten Josel im Übri­gen inzwi­schen durch den Ein­bau einer zwei­ten Pum­pe gelöst. Maß­nah­men am Bahn­hofs­ge­bäu­de wird die Deut­sche Bahn aller­dings nur inso­fern durch­füh­ren, als es sich um Ver­kehrs­si­cher­heits­maß­nah­men han­delt. Das Gebäu­de sol­le ja ver­kauft werden.

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