Gruß­wort des Forch­hei­mer Land­rats zu Weih­nach­ten und zur Jahreswende

Dr. Hermann Ulm

Dr. Her­mann Ulm

Gedan­ken zu Weih­nach­ten und zum Jahreswechsel

Lie­be Mit­bür­ge­rin­nen und Mitbürger,

der Advent wird ger­ne als die besinn­li­che Zeit des Jah­res bezeich­net. In der Rea­li­tät ist er lei­der oft von vor­weih­nacht­li­chem Stress und Hek­tik geprägt, all­zu oft also so gar nicht besinn­lich. Den­noch hof­fe ich, dass es Ihnen in den zurück­lie­gen­den Tagen und Wochen doch hin und wie­der gelun­gen ist, für eini­ge Stun­den abzu­schal­ten und die schö­nen Momen­te der zwei­fel­los stim­mungs­vol­len Zeit zu genie­ßen. Gera­de wenn sich ein Jahr sei­nem Ende zuneigt, schweift der Blick ger­ne auf das in den ver­gan­ge­nen zwölf Mona­ten Erleb­te zurück, wir sor­tie­ren Gedan­ken und Ereignisse.

Viel­leicht wagen wir aber auch einen Blick nach vor­ne und fra­gen uns, was das kom­men­de Jahr alles mit sich brin­gen mag. Eines der Haupt­the­men ist dabei sicher­lich, wie sich die Flücht­lings­zah­len wei­ter­ent­wickeln wer­den. Im Jahr 2015 hat sich die­se Zahl enorm erhöht – Ten­denz wei­ter stei­gend. Immer mehr Men­schen ver­las­sen ihre von Bür­ger­krie­gen zer­rüt­te­ten Hei­mat­län­der und suchen bei uns in der Euro­päi­schen Uni­on Schutz, um ein siche­res Leben füh­ren zu kön­nen. Auch uns im Land­kreis Forch­heim stel­len die ste­tig stei­gen­den Flücht­lings­zah­len vor immer kom­ple­xe­re Auf­ga­ben. Dan­ke allen, die beruf­lich oder ehren­amt­lich das Ihre dazu bei­tra­gen, den zu uns kom­men­den Men­schen eine Unter­kunft, Ver­sor­gung und mensch­li­che Nähe zu geben.

Die Asyl­be­wer­be­rin­nen und Asyl­be­wer­ber set­zen sich viel­fäl­ti­gen Risi­ken und Gefah­ren aus, um vor Ter­ror, Dis­kri­mi­nie­rung und Krieg zu flie­hen. Wie bru­tal die­ser Ter­ror ist, führ­ten uns die Ereig­nis­se in Frank­reich auf schreck­lich­ste Wei­se vor Augen. Die­se Tat­sa­che ver­deut­licht uns, dass ein fried­li­ches und selbst­be­stimm­tes Leben nicht selbst­ver­ständ­lich, son­dern etwas Wert­vol­les ist.

Aber auch bei uns gibt es vie­le Per­so­nen, die ihre Lieb­sten ver­lo­ren haben und ohne sie zurecht­kom­men müs­sen. Des­halb soll­ten wir unse­re Freun­de und die Fami­lie schät­zen sowie uns Zeit für ein har­mo­ni­sches Mit­ein­an­der nehmen.

Das Weih­nachts­fest und den Jah­res­wech­sel möch­te ich zum Anlass neh­men, all denen zu dan­ken, die dar­an mit­ge­ar­bei­tet haben, den Land­kreis Forch­heim lebens- und lie­bens­wert zu gestal­ten. Mein Dank gilt beson­ders den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, die sich auf kari­ta­ti­vem, sport­li­chem und kul­tu­rel­lem Gebiet in Kir­chen, Ver­ei­nen, Ver­bän­den und Insti­tu­tio­nen ehren­amt­lich enga­giert haben. Es ist ein gro­ßes Anlie­gen von mir, dass die­se Krea­ti­vi­tät und Tat­kraft auch im Jahr 2016 in vor­bild­li­cher Wei­se in unse­ren ver­schie­de­nen Land­kreis­tei­len gelebt wer­den. Ich wün­sche mir, dass wir uns alle in den kom­men­den Tagen ein wenig zurück­leh­nen und den All­tags­stress für kur­ze Zeit ver­ges­sen kön­nen. Ihnen, Ihren Ange­hö­ri­gen und ganz beson­ders den­je­ni­gen, die sich momen­tan ein­sam und allei­ne füh­len, wün­sche ich fro­he und geseg­ne­te Weih­nach­ten. Für das neue Jahr alles Gute, Gesund­heit, Glück und Harmonie.

Ihr
Dr. Her­mann Ulm
Landrat

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