Jetzt mit dem Füt­tern der Vögel beginnen

Ver­schie­de­ne Vogel­ar­ten mögen unter­schied­li­ches Futter

Mit dem ange­kün­dig­ten ersten Schnee beginnt am Wochen­en­de die kal­te Jah­res­zeit und die hei­mi­schen Vögel freu­en sich über ein zusätz­li­ches Nah­rungs­an­ge­bot. Der LBV emp­fiehlt daher, jetzt mit der Füt­te­rung der Vögel zu begin­nen. “Gera­de nach fro­sti­gen Näch­ten suchen Mei­sen, Fin­ken und Spat­zen nach ein­fa­chen Fut­ter­mög­lich­kei­ten, um ihre über Nacht ver­lo­re­nen Ener­gie­re­ser­ven schnell wie­der auf­zu­stocken”, erklärt LBV-Agrar­bio­lo­ge Alf Pil­le. Mit dem geeig­ne­ten Fut­ter kön­nen sich Natur­freun­de ganz unter­schied­li­che Vogel­ar­ten in den Gar­ten oder an den Bal­kon ein­la­den. Wer dabei die Exper­ten­tipps des LBV befolgt, kann die hung­ri­gen Gäste am Fut­ter­haus beson­ders gut beob­ach­ten und Pro­ble­me mit Kat­zen und Krank­hei­ten verhindern.

Jede Vogel­art hat ihre Vor­lie­ben. Mit der Art des Fut­ters las­sen sich die gefie­der­ten Besu­cher daher gezielt ein­la­den. Amseln und Rot­kehl­chen sind Weich­fut­ter­fres­ser, die ger­ne Äpfel, Rosi­nen oder Getrei­de­flocken fres­sen. Fin­ken wie der Stieg­litz, Vogel des Jah­res 2016, Dom­pfaff und Zei­sig sind Kör­ner­fres­ser. Sie mögen Erd­nuss­bruch, Son­nen­blu­men­ker­ne und ener­gie­rei­che, ölhal­ti­ge Säme­rei­en wie Hanf oder Mohn. Fett­fut­ter eig­net sich beson­ders gut für Spech­te und Klei­ber. Mei­sen, Haus­sper­lin­ge (“Spat­zen”) und Feld­sper­lin­ge dage­gen neh­men fast alles an. “Bie­tet man in sei­nem Gar­ten also Weich­fut­ter, eine Kör­ner­mi­schung und Fett­fut­ter, ist die Fut­ter­stel­le für fast alle häu­fi­gen Win­ter­vö­gel inter­es­sant”, erklärt der LBV-Bio­lo­ge Alf Pil­le. Kei­nes­falls dür­fen altes Brot oder Essen­re­ste ver­füt­tert wer­den, da Salz und Gewür­ze für die mei­sten Vögel unver­träg­lich sind und ihnen schaden.

“Bil­li­ges Fut­ter oft gestreckt” – Hygie­ne am Fut­ter­platz ver­mei­det Krankheiten

Der LBV rät, beim Vogel­fut­ter vor allem auf Qua­li­tät zu ach­ten. “Sehr bil­li­ges Fut­ter ent­hält oft Füll­stof­fe ohne Nähr­wert, ist mit Sand gestreckt und kann zur Aus­brei­tung der stark all­er­ge­nen Pflan­ze Ambro­sia bei­tra­gen”, warnt Pil­le. Hoch­wer­ti­ge Wild­vo­gel-Fut­ter­mi­schun­gen ent­hal­ten die für Vögel wesent­li­chen Nähr­stof­fe und beu­gen Man­gel­er­schei­nun­gen vor. Sehr wich­tig ist auch die Hygie­ne am Fut­ter­platz. “In klas­si­schen Fut­ter­häus­chen, in denen die Vögel beim Fres­sen sit­zen, kann das Fut­ter leicht ver­ko­ten. Daher soll­ten die­se unbe­dingt täg­lich gerei­nigt oder noch bes­ser durch Fut­ter­si­los ersetzt wer­den”, so Alf Pil­le. Dar­über hin­aus ist zu beach­ten, dass kei­ne Näs­se ins Fut­ter­haus ein­dringt, da sich anson­sten Krank­heits­er­re­ger ausbreiten.

Damit sich die Vögel an die Fut­ter­stel­le gewöh­nen und immer wie­der­keh­ren, soll­ten Vogel­freun­de durch­ge­hend füt­tern und jetzt begin­nen, denn das natür­li­che Nah­rungs­an­ge­bot nimmt in den näch­sten Wochen immer wei­ter ab. “Spä­te­stens zum ersten Schnee soll­te die Fut­ter­stel­le bestückt sein. Steht sie jetzt schon, wis­sen die Vögel beim ersten Schnee gleich ganz genau, wo sie schnell Nah­rung fin­den”, erklärt Alf Pil­le. Selbst­ver­ständ­lich ist die Vogel­füt­te­rung aber kein Ersatz für einen natur­na­hen Gar­ten. “Doch rich­tig durch­ge­führt scha­det sie sicher­lich nicht, hilft eini­gen häu­fi­gen Vogel­ar­ten und macht Spaß”, so Pil­le weiter.

Grund­sätz­lich soll­te sich der Fut­ter­platz an einer über­sicht­li­chen Stel­le befin­den, so dass die Vögel die Umge­bung gut ein­se­hen kön­nen, wie zum Bei­spiel weni­ge Meter von einem Gebüsch ent­fernt. “So kön­nen sich Kat­zen schlech­ter anschlei­chen und die Vögel füh­len sich sicher, sind ruhi­ger und bes­ser zu beob­ach­ten” rät der LBV-Bio­lo­ge. Rezep­te zum Sel­ber­ma­chen von Vogel­fut­ter, vie­le wei­te­re wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen zur Füt­te­rung, Steck­brie­fe der wich­tig­sten Vogel­ar­ten am Fut­ter­haus und die Bestell­mög­lich­keit eines kosten­lo­sen Falt­blatts bie­tet der LBV unter www​.lbv​.de/​f​u​e​t​t​ern.

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