Land­rats­amt Bam­berg: Neu­er Netz­ent­wick­lungs­plan 2025 steht zur Konsultation

„P 44 mod. – Nicht mit uns!“

Seit Ende Okto­ber 2015 steht der neue Netz­ent­wick­lungs­plan 2025 zur Kon­sul­ta­ti­on. Die­ser aktu­el­le Ent­wurf bringt einen völ­lig neu­en Tras­sen­aus­bau ins Gespräch. Das soge­nann­te Netz­aus­bau­pro­jekt P 44mod. sieht eine Netz­ver­stär­kung im bestehen­den Tras­sen­raum mit zwei zusätz­li­chen Strom­krei­sen zwi­schen Alten­feld über Wür­gau nach Luders­heim vor.

Maß­geb­lich hier­von wäre auch der Land­kreis Bam­berg betrof­fen. Der Netz­ent­wick­lungs­plan 2025 sieht die Ver­stär­kung einer bereits bestehen­den 380 kV-Lei­tung vor. Hier­für müss­ten die Masten der bestehen­den Tras­se erneu­ert und durch grö­ße­re ersetzt wer­den oder eine neue Par­al­lel­tra­sse errich­tet wer­den, die den öst­li­chen Land­kreis zwi­schen Wat­ten­dorf und But­ten­heim wei­ter durch­schnei­den würde.

Die Pla­nung zu P 44 mod. ist das Ergeb­nis der Koali­ti­ons­ver­ein­ba­rung vom 1. Juli 2015, wonach die von der Bun­des­netz­agen­tur bereits im Netz­ent­wick­lungs­plan 2014 bestä­tig­te Netz­ver­stär­kung P 44 zwi­schen Schal­kau und Gra­fen­rhein­feld „aus poli­ti­schen Grün­den ver­wor­fen“ wurde.

Land­rat Johann Kalb hat den Kreis­tag Bam­berg über die­se neu­en Ent­wick­lun­gen bereits in der Kreis­tags­sit­zung am 9. Novem­ber 2015 infor­miert und ange­kün­digt, sich zeit­nah mit den betrof­fe­nen Bür­ger­mei­stern über das wei­te­re gemein­sa­me Vor­ge­hen zu ver­stän­di­gen. Auch wur­de schon Kon­takt mit den ande­ren betrof­fe­nen Nach­bar­land­krei­sen Lich­ten­fels, Coburg und Forch­heim auf­ge­nom­men. „Wir müs­sen über die Land­kreis­gren­zen hin­weg eine ein­heit­li­che Linie ver­tre­ten und uns gemein­sam für die Inter­es­sen unse­rer Bür­ger ein­set­zen“, so Land­rat Kalb.

Der Land­kreis Bam­berg wird sich mit Nach­druck dafür ein­set­zen, dass es nicht zur Umset­zung der neu­en Alter­na­tiv­tra­sse P 44 mod. kom­men wird. Die­se ist nicht nur 38 km län­ger als der ursprüng­li­che Ver­lauf, son­dern auch fach­lich nicht gerechtfertigt.

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