Bam­berg: „Lite­ra­tur in der Uni­ver­si­tät“ star­tet ins Wintersemester

Robert Schin­del und „Bam­berg liest“ zu Gast

Im neu­en Gedicht­band Robert Schin­dels steht die Refle­xi­on von Zeit­lich­keit im Mit­tel­punkt. Zudem neh­men die Gedich­te über das Dich­ten selbst einen bedeu­ten­den Raum ein – nicht zuletzt jedoch geht es in ihnen auch immer um das Schil­lern­de, Facet­ten­rei­che der Sinn­lich­keit und des Lebens. „Schar­lachnat­ter“ lau­tet der Titel des Gedicht­ban­des, aus dem der Wie­ner Lyri­ker am 18. Novem­ber an der Uni­ver­si­tät lesen wird.

Schin­del, der bereits im Jah­re 2010 die Poe­tik­pro­fes­sur in Bam­berg inne­hat­te, wur­de 1944 in Bad Hall als Sohn jüdi­scher Wider­stands­kämp­fer gebo­ren. Neben der Lyrik schreibt Schin­del auch Roma­ne, Dra­men und Essays, in denen er unter ande­rem Fra­gen der jüdi­schen Iden­ti­tät reflek­tiert und an die Juden­ver­nich­tung erin­nert. „Wir freu­en uns sehr, mit Robert Schin­del einen der inter­es­san­te­sten Ver­tre­ter der jüdisch-deutsch­spra­chi­gen Gegen­warts­li­te­ra­tur erneut in Bam­berg begrü­ßen zu dür­fen“, sagt Prof. Dr. Iris Her­mann, Inha­be­rin der Pro­fes­sur für Neue­re deut­sche Lite­ra­tur­wis­sen­schaft an der Uni­ver­si­tät Bamberg.

Ver­an­stal­tet wird die Lesung vom Zen­trum für Inter­re­li­giö­se Stu­di­en, der Pro­fes­sur für Juda­istik und der Pro­fes­sur für Neue­re deut­sche Lite­ra­tur­wis­sen­schaft an der Uni­ver­si­tät Bam­berg. Sie ist Teil der Rei­he „Lite­ra­tur in der Uni­ver­si­tät“, in der in die­sem Seme­ster wei­te­re Lesun­gen fol­gen. Die Ver­an­stal­tung beginnt um 20 Uhr im Hör­saal U2/00.25, An der Uni­ver­si­tät 2.

Bereits am Abend zuvor fin­det zum Auf­takt der Rei­he „Lite­ra­tur in der Uni­ver­si­tät“ eine Lesung in Koope­ra­ti­on mit dem Lite­ra­tur­fe­sti­val „Bam­berg liest“ statt. Getreu dem Mot­to „Du sollst dir ein Bild machen!“ ver­fass­ten zwei Stu­den­tin­nen und zwei Schü­le­rin­nen Kurz­ge­schich­ten zu aus­ge­wähl­ten Kunst­wer­ken des Histo­ri­schen Muse­ums Bam­berg und such­ten Ant­wor­ten auf fol­gen­den Fra­gen: Wer ist der Künst­ler? Wer oder was ist dar­ge­stellt? Wel­che Geschich­te steht dahin­ter? Unter­stützt wur­den die Nach­wuchs­schrift­stel­le­rin­nen dabei von renom­mier­ten Autorin­nen und Autoren. Es arbei­te­ten Lay­la Wasch­ner und Nina Mül­ler, Johan­na Fug­mann und Nev­fel Cum­art, Judith Bal­ling und Chri­stoph Poschen­rie­der sowie Jule Kon­rad und Gun­ther Gel­tin­ger zusam­men. Aus die­sem Pro­jekt her­aus ent­stand nun zum fünf­ten Mal ein Tand­em­buch, das ab sofort im Buch­han­del erhält­lich ist. Am Diens­tag, den 17. Novem­ber 2015, wird es im Rah­men einer Gemein­schafts­le­sung vor­ge­stellt. Beginn der Ver­an­stal­tung ist um 20 Uhr im Hör­saal U2/00.25, An der Uni­ver­si­tät 2.

Der Ein­tritt zu bei­den Ver­an­stal­tun­gen ist frei. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu der Rei­he „Lite­ra­tur in der Uni­ver­si­tät“ fin­den Sie auf den Inter­net­sei­ten des Lehr­stuhls für Neue­re deut­sche Lite­ra­tur­wis­sen­schaft unter: www​.uni​-bam​berg​.de/​g​e​r​m​-​l​i​t1/

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