“Pla­nen­schlit­zer” auf fri­scher Tat festgenommen

Höchstadt an der Aisch (ots) – Der Ver­kehrs­po­li­zei Erlan­gen ist es in der ver­gan­ge­nen Nacht (03. auf 04.11.2015) gelun­gen fünf “Pla­nen­schlit­zer” auf fri­scher Tat fest­zu­neh­men. Die Män­ner aus Ost­eu­ro­pa ste­hen im drin­gen­den Ver­dacht Ban­den­die­be zu sein und wer­den auf Antrag der Staats­an­walt­schaft Nürn­berg-Fürth einem Haft­rich­ter vorgeführt.

Mit den Ermitt­lun­gen gegen die mut­maß­li­che Ban­de ist das zustän­di­ge Fach­kom­mis­sa­ri­at für Eigen­tums­kri­mi­na­li­tät der Kri­mi­nal­in­spek­ti­on Erlan­gen betraut. Die Beam­ten prü­fen der­zeit für wie vie­le Fäl­le genau die Tat­ver­däch­ti­gen ver­ant­wort­lich gemacht wer­den kön­nen, nach­dem seit Anfang letz­ter Woche (sie­he auch Mel­dung 2056 vom 27.10.2015) im Land­kreis Erlan­gen-Höchstadt an über einem Dut­zend Sat­tel­auf­lie­gern die Pla­nen auf­ge­schlitzt wur­den. Sie stan­den alle­samt an der A 3 auf den Tank­rast­an­la­gen Aurach-Nord und Stei­ger­wald-Süd, wo letzt­lich gestern Nacht auch die Fest­nah­me der Män­ner erfolg­te. Sie führ­ten mut­maß­li­ches Tat­werk­zeug wie Klin­gen und Cut­ter­mes­ser mit sich, hat­ten jedoch zu die­sem Zeit­punkt von den bereits ange­gan­gen Sat­tel­auf­lie­gern noch nichts ent­wen­det. Anders hin­ge­gen in der Nacht zum Diens­tag (03.11.2015), in der es nicht bei einem Dieb­stahls­ver­such blieb. In die­sem Fall wur­den von einem auf­ge­schlitz­ten Auf­lie­ger an der Rast­an­la­ge Aurach-Nord eine Viel­zahl von hoch­wer­ti­gen Küchen­ma­schi­nen im Wert von zir­ka 50.000 Euro gestoh­len und bei den Fäl­len vom 27.10.2015 war, wie bereits berich­tet, sogar ein Lkw-Fah­rer nie­der­ge­schla­gen und mit Reiz­gas attackiert worden.

Die Kri­po Erlan­gen geht nun­mehr dem Ver­dacht nach, dass den Beschul­dig­ten im Alter zwi­schen 24 und 40 Jah­ren die gesam­ten Serie zu Last gelegt wer­den kann und es sich um eine orga­ni­sier­te Ban­de han­delt. Die Män­ner haben kei­nen festen Wohn­sitz in Deutsch­land und wer­den spä­te­stens mor­gen dem zustän­di­gen Ermitt­lungs­rich­ter zur Klä­rung der Haft­fra­ge vorgeführt.

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