Feu­er­wehr-Akti­ons­wo­che in Bay­reuth: „Frau­en zur Feuerwehr!“

Symbolbild Polizei

Vom 19. bis 27. Sep­tem­ber zahl­rei­che Übun­gen im Stadt­ge­biet und ein Tag der offe­nen Tür bei der Feuerwache

Unter dem Mot­to „Frau­en zur Feu­er­wehr!“ fin­det vom 19. bis 27. Sep­tem­ber wie­der die tra­di­tio­nel­le Akti­ons­wo­che der baye­ri­schen Feu­er­weh­ren statt. Auch die Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren Bay­reuth, Lai­neck und Wolfs­bach betei­li­gen sich mit Übun­gen an der Akti­ons­wo­che. Am Sonn­tag, 27. Sep­tem­ber, steht außer­dem ein Tag der offe­nen Tür bei der Feu­er­wa­che auf dem Programm.

Frau­en gehö­ren seit vie­len Jah­ren zum festen Bestand­teil zahl­rei­cher Feu­er­weh­ren. Den­noch sind sie in den Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren nach wie vor unter­re­prä­sen­tiert. In Bay­reuth liegt der Anteil der weib­li­chen Ein­satz­kräf­te ledig­lich bei sie­ben Pro­zent. Dies zu ändern, ist das erklär­te Ziel der dies­jäh­ri­gen Akti­ons­wo­che. So sol­len vor allem mehr Frau­en für den Feu­er­wehr­dienst begei­stert und damit auch die Ein­satz­be­reit­schaft der ehren­amt­li­chen Feu­er­weh­ren gesi­chert werden.

Längst sind die Zei­ten vor­bei, in denen das Enga­ge­ment in einer Feu­er­wehr eine rei­ne Män­ner­sa­che war. Ob sie ein schwe­res Lösch­fahr­zeug steu­ern, unter Atem­schutz­ge­rä­ten Brän­de bekämp­fen oder als Grup­pen­füh­re­rin für eine Mann­schaft ver­ant­wort­lich sind – in Bay­reuths Frei­wil­li­ger Feu­er­wehr üben auch Frau­en seit vie­len Jah­ren die­se ver­ant­wor­tungs­vol­le Tätig­keit aus. Heut­zu­ta­ge ist Feu­er­wehr ein span­nen­des Hob­by für die gan­ze Familie.

Im Rah­men der dies­jäh­ri­gen Akti­ons­wo­che infor­miert die Bay­reu­ther Feu­er­wehr über ihre Auf­ga­ben, die ent­spre­chen­de Aus­rü­stung und die not­wen­di­ge Aus­bil­dung. Die Stadt Bay­reuth unter­hält eine Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr mit einer Stän­di­gen Wache. Hier arbei­ten haupt­be­ruf­li­che Feu­er­wehr­kräf­te im 24 Stun­den-Schicht­dienst und sind bei jeder Scha­dens­la­ge sofort ein­satz­be­reit. Bei grö­ße­ren Ein­sät­zen wer­den die haupt­amt­li­chen Kräf­te von den frei­wil­li­gen Feu­er­wehr­leu­ten unter­stützt. Die­se wer­den über Funk­mel­de­emp­fän­ger und Sire­nen Zuhau­se oder bei der Arbeit alar­miert und ste­hen in kür­ze­ster Zeit der hil­fe­su­chen­den Bevöl­ke­rung zur Ver­fü­gung. Egel zu wel­cher Tages- oder Nachtzeit!

Die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Bay­reuth wur­de im ver­gan­ge­nen Jahr 803 Mal alar­miert. Sie wur­de zu 351 Brand­ein­sät­zen und 452 Hil­fe­lei­stun­gen geru­fen. Bei die­sen Ein­sät­zen wur­den ins­ge­samt 104 Per­so­nen aus lebens­be­droh­li­cher Lage geret­tet. Lei­der muss­ten auch wie­der 14 Tote gebor­gen werden.

Inter­es­sier­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger kön­nen sich wäh­rend der anste­hen­den Feu­er­wehr­ak­ti­ons­wo­che bei zahl­rei­chen Übun­gen im Bay­reu­ther Stadt­ge­biet ein Bild von der Arbeit der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Bay­reuth machen.

Außer­dem lädt die Bay­reu­ther Feu­er­wehr am 27. Sep­tem­ber zu einem Tag der offe­nen Tür in die Feu­er­wa­che, An der Feu­er­wa­che 4, ein. Zwi­schen 10 und 17 Uhr haben Besu­che­rin­nen und Besu­cher die Mög­lich­keit, sich bei span­nen­den Vor­füh­run­gen und klei­nen Ein­satz­übun­gen über die wich­ti­ge Arbeit der Feu­er­wehr zu infor­mie­ren. Neben der Feu­er­wa­che selbst kön­nen auch die Ein­satz­fahr­zeu­ge besich­tigt wer­den. Der Ver­ein Bay­reu­ther Feu­er­wehr-Muse­um wird eben­falls mit histo­ri­schen Lösch­fahr­zeu­gen ver­tre­ten sein.