Inter­na­tio­na­ler Muse­ums­tag am 17.Mai: Die Muse­en um den Bam­ber­ger Dom packen den roten Faden wie­der aus!

Selfie-Aktion. Foto: Birgit Kastner

Sel­fie-Akti­on. Foto: Bir­git Kastner

Fast 2000 Meter roten Faden hat­ten Bam­ber­ger Stri­cker- und Häk­le­rin­nen im ver­gan­ge­nen Jahr anläss­lich des Muse­ums­tags für die Muse­en um den Bam­ber­ger Dom gefer­tigt: Auch zum dies­jäh­ri­gen Inter­na­tio­na­len Muse­ums­tag am 17. Mai soll der Faden wie­der zu Ehren kom­men und die ver­schie­de­nen Muse­en auf dem Dom­berg mit­ein­an­der ver­bin­den. Dies­mal ist es das Leit­the­ma „Muse­um. Gesell­schaft. Zukunft“, das den inhalt­li­chen Bogen der Füh­run­gen im Diö­ze­san­mu­se­um, His­to­ri­schen Muse­um, Staats­ga­le­rie und den Prunk­räu­men der Neu­en Resi­denz spannt. Aktu­el­le gesell­schaft­li­che Trends auf­grei­fend, ist es an die­sem Tag mög­lich und gewünscht, Fotos und Vide­os aus den Muse­en in die sozia­len Netz­wer­ke zu stel­len. Der Ein­tritt in die Muse­en, zu den Füh­run­gen und dem Kin­der- und Jugend­an­ge­bot ist frei.

„Selfie“-Aktion

Längst erobern soge­nann­te „Sel­fies“, Selbst­por­träts mit Smart­phone oder Tablet, aus den gro­ßen Muse­en das welt­wei­te Netz: Besu­cher aller Alters­klas­sen hal­ten den Moment ihrer Begeg­nung mit den Kunst­wer­ken fest und ver­schi­cken sie online in ihre Freun­des- und Bekann­ten­krei­se. „In den Muse­en um den Bam­ber­ger Dom sind nor­ma­ler­wei­se Sel­fies nicht mög­lich, da das Foto­gra­fie­ren nicht in allen Häu­sern erlaubt ist. Doch möch­ten wir am Muse­ums­tag alle ganz herz­lich ein­la­den, Fotos aus den Muse­en in ihre Netz­wer­ke zu pos­ten“, erläu­tert die Dom­berg­ko­or­di­na­to­rin Bir­git Kast­ner die Idee zur „Sel­fie-Akti­on“ am Muse­ums­tag. Die Akti­on steht direkt im Zusam­men­hang mit dem Mot­to „Muse­um. Gesell­schaft. Zukunft“. Die Zukunft von Samm­lun­gen und ihren Kunst­wer­ken fin­det nicht mehr nur im Muse­um, son­dern auch in der digi­ta­len Welt statt: Muse­en sind im Inter­net und in sozia­len Netz­wer­ken zu fin­den, ihre Kunst­wer­ke sind nicht mehr nur dem Wis­sen­schaft­ler und dem Besu­cher vor Ort und zugäng­lich. Sie ver­brei­ten sich über pri­va­te Fotos auf der gan­zen Welt und wer­den für jeder­mann leicht auf­find­bar. Die Auf­find­bar­keit kann durch einen soge­nann­ten „Hash­tag“, einen Ver­weis mit­hil­fe einer Rau­te, erleich­tert wer­den. Für Muse­ums­tags­fo­tos aus Bam­berg heißt das: #Bam­berg und #IMT15 (Inter­na­tio­na­ler Muse­ums­tag 2015). Die Muse­ums­lei­tun­gen wei­sen dar­auf hin, dass Sel­fie-Sticks, Sta­ti­ve und Blitz nicht erlaubt sind.

Par­al­lel dazu läuft ein Video-Wett­be­werb für 14- bis 21-Jäh­ri­ge, zu dem das Zen­trum Welt­erbe Bam­berg ein­lädt. Ent­ste­hen sol­len fünf­mi­nü­ti­ge Kurz­fil­me mit per­sön­li­chen Ein­drü­cken vom Welt­erbe. Dazu darf man am 17. Mai mit dem Han­dy oder der Kame­ra aus­nahms­wei­se in den Dom­berg­mu­se­en fil­men. Die Bei­trä­ge kön­nen auf Deutsch, Eng­lisch, Fran­zö­sisch oder Spa­nisch oder ohne Ton gedreht sein und wer­den prämiert.

Füh­run­gen in ara­bi­scher und rus­si­scher Sprache

Neben dem ganz­tä­gi­gen Kurz­füh­rungs­pro­gramm in allen Häu­sern haben die Muse­en ein viel­sei­ti­ges Pro­gramm für Kin­der, Jugend­li­che und die gan­ze Fami­lie mit Schwer­punkt am Nach­mit­tag vor­be­rei­tet. Hin­zu kom­men ein­fa­che und leicht ver­ständ­li­che Erklä­run­gen von Kunst­wer­ken durch Jugend­li­che an fes­ten Sta­tio­nen im Diö­ze­san­mu­se­um, dem His­to­ri­schen Muse­um und der Staats­ga­le­rie. Erst­ma­lig am Muse­ums­tag bie­tet das His­to­ri­sche Muse­um auch fremd­spra­chi­ge Füh­run­gen an. Für aus­län­di­sche Bür­ger oder Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund fin­det um 14 Uhr eine ara­bi­sche Füh­rung und um 15:30 Uhr eine Füh­rung in rus­si­scher Spra­che statt.

Dom­berg – Muse­en um den Bam­ber­ger Dom

Die 2012 gegrün­de­te Koope­ra­ti­on der Muse­en um den Bam­ber­ger Dom begeht 2015 zum zwei­ten Mal gemein­sam den inter­na­tio­na­len Muse­ums­tag. Die Dach­mar­ke „Dom­berg – Muse­en um den Bam­ber­ger Dom“ ver­eint das Diö­ze­san­mu­se­um, das His­to­ri­sche Muse­um, die Staats­ga­le­rie, die Prunk­räu­me der Neu­en Resi­denz und die Staats­bi­blio­thek. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sowie das aus­führ­li­che Muse­ums­tags­falt­blatt zum Her­un­ter­la­den gibt es auf www​.dom​berg​-bam​berg​.de

Der 38. inter­na­tio­na­le Muse­ums­tag steht welt­weit unter dem Mot­to „Muse­um. Gesell­schaft. Zukunft“ und wird vom Inter­na­tio­na­len Muse­ums­rat ICOM seit 1978 jähr­lich aus­ge­ru­fen. Der Inter­na­tio­na­le Muse­ums­tag möch­te auf das brei­te Spek­trum der Muse­ums­ar­beit und die the­ma­ti­sche Viel­falt der Muse­en in aller Welt auf­merk­sam machen.