Im Frän­ki­sche Schweiz-Muse­um Tüchers­feld dreht sich alles um die Fledermäuse!

Mausohren Kolonie. Foto: A. Niedling

Maus­oh­ren Kolo­nie. Foto: A. Niedling

Fle­der­mäu­se kennt jeder – zumin­dest aus dem Fern­se­hen bzw. als nied­li­che Comic­fi­gur. Und doch: Wie und wo sie genau leben, was sie fres­sen, wis­sen nur Weni­ge. Das Frän­ki­sche Schweiz-Muse­um hat sich des­halb die­ser hoch­in­ter­es­san­ten Tie­re in sei­ner Früh­jahrs­aus­stel­lung angenommen.

Bei uns in Bay­ern kom­men 18 ver­schie­de­ne Arten vor. Beson­ders die Höh­len in der Frän­ki­schen Schweiz sind für sie idea­le Unter­schlüp­fe, in denen sie den Win­ter ver­brin­gen. Sie flie­gen des­halb mit­un­ter wei­te Strecken, um hier in der kal­ten Jah­res­zeit zu überwintern.

Auch wenn in Fran­ken noch zahl­rei­che Fle­der­mäu­se zu beob­ach­ten sind, ste­hen nahe­zu alle Arten auf der Roten Liste, sind also vom Aus­ster­ben bedroht. Zu schaf­fen machen ihnen vor allem Ver­än­de­run­gen ihrer Umwelt: Wär­me­dämm­maß­nah­men an Gebäu­den schlie­ßen Spal­ten und Dach­stüh­le, die ihnen als Unter­schlupf und Som­mer­quar­tie­re die­nen, Ver­än­de­run­gen der Umwelt durch Flur­be­rei­ni­gung und Besei­ti­gung von Streu­obst­wie­sen ent­zie­hen ihnen ange­stamm­te Jagd­re­vie­re, und der Ein­satz von Insek­ti­zi­den ver­knappt ihr Nah­rungs­an­ge­bot und fügt ihnen beim Ver­zehr bela­ste­ter Nah­rungs­tie­re gesund­heit­li­che Schä­den zu.

Das Frän­ki­sche Schweiz-Muse­um infor­miert über Leben und Gewohn­hei­ten der ein­zi­gen flie­gen­den Säugetiere.

Erstaun­lich ist vor allem ihre Fähig­keit, sicher durch die Nacht zu flie­gen und dabei ziel­ge­recht Insek­ten zu fan­gen. Hier­zu sto­ßen sie kur­ze, hohe, für den Men­schen unhör­ba­re aus. Die Schall­wel­len wer­den von Hin­der­nis­sen und Beu­te­tie­ren reflek­tiert. Mit ihren trich­ter­för­mi­gen Ohren fan­gen die Fle­der­mäu­se die Echo­t­ö­ne wie­der auf. Aus den Unter­schie­den zwi­schen ihren eige­nen Rufen und den Echo­t­ö­nen errech­net dann ihr Gehirn Grö­ße, Art, Ober­flä­chen­struk­tur und Bewe­gung der den Schall reflek­tie­ren­den Hin­der­nis­se. Die­se Lei­stung schaf­fen heu­te kaum die modern­sten Radaranlagen!

Die Aus­stel­lung „Fle­der­mäu­se – Jäger der Nacht“ im Frän­ki­sche Schweiz-Muse­um macht jun­ge und älte­re Besu­cher näher mit die­sen ein­zig­ar­ti­gen, wirk­lich fas­zi­nie­ren­den Lebe­we­sen bekannt. Sie infor­miert, wie­so eine Fle­der­maus fliegt, was auf ihrem Spei­se­plan steht, wie sie in der Dun­kel­heit unfall­frei fliegt, wie man Fle­der­mäu­se schüt­zen kann usw. In der Aus­stel­lung kön­nen Besu­cher auch selbst in einen Dun­kel­par­cours mit Hin­der­nis­sen aus­pro­bie­ren, wie schwie­rig dar­in die Ori­en­tie­rung uns Men­schen fällt.

Die Aus­stel­lung ist bis zum 17. Mai Diens­tag bis Sonn­tag täg­lich im Frän­ki­sche Schweiz-Muse­um zu besu­chen. Auch am Oster­sonn­tag ist geöffnet!!

Frän­ki­sche Schweiz-Muse­um Tüchersfeld
Am Muse­um 5 | 91278 Pottenstein
Tel.: 09242–1640 | Fax: 09242–1056
www​.fsmt​.de | info[at]fsmt.de

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