Erz­bi­schof Schick wür­digt ehren­amt­li­che Arbeit bei Flüchtlingsbetreuung

Appell an Poli­tik: Schaf­fung neu­er Ein­rich­tun­gen darf sich nicht wegen Behör­den­streit verzögern

Erzbischof Schick (r) mit Vertretern der Behörden auf dem Gelände der Einrichtung. Foto: Pressestelle des Ordinariats/Harry Luck

Erz­bi­schof Schick ® mit Ver­tre­tern der Behör­den auf dem Gelän­de der Ein­rich­tung. Foto: Pres­se­stel­le des Ordinariats/​Harry Luck

(bbk) Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Lud­wig Schick hat das Enga­ge­ment der ehren- und haupt­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter bei der Betreu­ung von Asyl­be­wer­bern gewür­digt. „Ich dan­ke Ihnen, dass Sie auch in schwie­ri­gen Situa­tio­nen und bei gro­ßer Bela­stung immer Freund­lich­keit und Hilfs­be­reit­schaft zei­gen“, sag­te Schick bei einem Besuch der Flücht­lings­auf­nah­me­ein­rich­tung am Diens­tag in Zirn­dorf. „Bei allen büro­kra­ti­schen Zwän­gen ste­hen die Men­schen mit ihren per­sön­li­chen Schick­sa­len bei Ihnen im Mit­tel­punkt, auch dann, wenn sie nicht in Deutsch­land blei­ben dür­fen und in ihre Hei­mat­län­der zurück­keh­ren müssen.“

„Die Men­schen sind nach einer lan­gen Flucht vol­ler Hoff­nung hier ange­kom­men und oft trau­ma­ti­siert“, sag­te Schick und hob dabei beson­ders die not­wen­di­ge Betreu­ung der Kin­der und Jugend­li­chen her­vor. Beim Besuch der Cari­tas-Kin­der­ta­ges­stät­te auf dem Gelän­de über­zeug­te er sich von der päd­ago­gi­schen Arbeit, nahm am Mor­gen­kreis teil und über­reich­te den Kin­dern klei­ne vor­öster­li­che Geschen­ke. „In allen Flücht­lings­ein­rich­tun­gen soll­te es eine Kin­der­ta­ges­stät­te geben“, for­der­te Schick. Anschlie­ßend sprach er mit Ehren­amt­lern, die Kin­dern und Jugend­li­chen beim Deutsch­ler­nen hel­fen. „Ihre Auf­ga­be ist wich­tig, um den Kin­dern, die nichts für ihre Situa­ti­on kön­nen, eine Zukunft zu ermög­li­chen.“ Der Erz­bi­schof über­reich­te eine Geld­spen­de, um die Arbeit im Sozi­al­zen­trum, wo rund 50 Ehren­amt­li­che tätig sind, zu unterstützen.

„Es ist unse­re Pflicht als Chri­sten, jeden Flücht­ling will­kom­men zu hei­ßen“, sag­te Schick und beton­te: „Zugleich müs­sen wir alles dafür tun, dass die Grün­de für Flucht und Ver­trei­bung nicht mehr gege­ben sind.“ Das Über­win­den von Krieg, Hun­ger und Ver­fol­gung sei die beste Flücht­lings­ar­beit. Zugleich appel­lier­te Schick an die Poli­tik, den Bau drin­gend not­wen­di­ger neu­er Erst­auf­nah­me­la­ger nicht durch büro­kra­ti­sche Que­re­len zu ver­zö­gern. Dass sich die für Früh­jahr 2016 geplan­te Inbe­trieb­nah­me der Ein­rich­tung in Bay­reuth wegen Unstim­mig­kei­ten zwi­schen Stadt und Staats­re­gie­rung ver­schie­ben soll, sei kein gutes Zei­chen, so der Erzbischof.

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