AOK Bam­berg: Bewusst genie­ßen

Wer sei­nen natür­li­chen Mecha­nis­mus von Hun­ger und Sät­ti­gung beach­tet, isst sel­ten zu viel. Gera­de beim Abneh­men ist es wich­tig und nütz­lich, auf die­se Zei­chen zu ach­ten, die der Kör­per aus­sen­det. „Im besten Fal­le isst man gera­de beim Abneh­men nur dann, wenn man wirk­lich hung­rig ist – und nur solan­ge, bis man das erste Gefühl von Sät­ti­gung ver­spürt“, so Doris Spod­dig, Ernäh­rungs­fach­kraft von der AOK-Direk­ti­on in Bam­berg.

Ein Signal das anzeigt „Ich bin satt”, ist zum Bei­spiel die Magen­deh­nung. Von Bedeu­tung ist dabei das Volu­men einer Mahl­zeit. Ein gro­ßer Salat­tel­ler führt leich­ter zur Magen­deh­nung und macht des­halb schnel­ler satt als ein klei­ner Ham­bur­ger. Und umge­kehrt gilt: Wer mit Ham­bur­gern oder Scho­ko­la­de eine Magen­deh­nung erreicht, kann ver­mut­lich das Abneh­men ver­ges­sen. „Mit dem Ver­zehr gro­ßer Kalo­rien- und damit ins­be­son­de­re beträcht­li­cher Fett­men­gen in kur­zer Zeit, über­rennt man sozu­sa­gen sei­nen Sät­ti­gungs­me­cha­nis­mus”, so Spod­dig. Das heißt, auch wer sehr schnell isst, neigt stets dazu, sich zu über­es­sen.

Gera­de beim Abneh­men ist Genie­ßen wich­tig

Daher rät Spod­dig dazu, sich vor dem Essen zu ent­span­nen, die Auf­merk­sam­keit nach innen zu len­ken und sich zu fra­gen, ob man im Moment ech­ten Hun­ger oder eher Gelü­ste hat und einem eigent­lich etwas ganz ande­res fehlt als Essen. Aller­dings besteht bei eini­gen Men­schen die Gefahr, dass sie jedes Mal essen „wie ein Scheu­nendre­scher“, wenn der Hun­ger als zu groß emp­fun­den wird. Gera­de dann ist es wich­tig, nicht so lan­ge wei­ter zu essen, bis sich bereits ein Völ­le­ge­fühl mel­det, son­dern zwi­schen den ein­zel­nen Bis­sen immer wie­der eine Pau­se ein­zu­le­gen, um den ersten Anzei­chen von Sät­ti­gung, die der Kör­per sen­det, eine Chan­ce zu geben. „Bei der Ernäh­rungs­um­stel­lung haben man­che auch gute Erfah­run­gen damit gemacht, vor dem Essen erst ein­mal etwas zu trin­ken“, so Spod­dig. Für ande­re Abnehm­wil­li­ge hat es sich als hilf­reich erwie­sen, bei den ersten Anzei­chen von Hun­ger grund­sätz­lich erst ein­mal zu kalo­ri­en­frei­en Durst­lö­schern zu grei­fen, um sicher zu sein, dass sie nicht Hun­ger mit Durst ver­wech­seln.

Zum Sat­tes­sen beim Abneh­men eig­nen sich bei­spiels­wei­se eine gro­ße Roh­kost- oder Salat­por­ti­on oder auch eine fett­ar­me Gemü­se­sup­pe her­vor­ra­gend.

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