Größ­ter Cry­stal­auf­griff der Bay­reu­ther Kri­po – Dro­gen­dea­ler in Haft

Gemein­sa­me Pres­se­er­klä­rung des Poli­zei­prä­si­di­ums Ober­fran­ken und der Staats­an­walt­schaft Bay­reuth

LKR. BAY­REUTH. Der größ­te Auf­griff von Cry­s­tal im Zustän­dig­keits­be­reich der Kri­po Bay­reuth und Staats­an­walt­schaft Bay­reuth gelang den Spe­zia­li­sten des Fach­kom­mis­sa­ri­ats für Rausch­gift­de­lik­te am Diens­tag. Die beein­drucken­de Men­ge von rund 520 Gramm Cry­s­tal sowie 200 Gramm Mari­hua­na zogen die Beam­ten bei der Fest­nah­me eines 37-jäh­ri­gen Man­nes aus dem Ver­kehr. Der Schmugg­ler und Dea­ler sitzt bereits in Unter­su­chungs­haft. Unter­stüt­zung erhiel­ten die Kri­po­be­am­ten vom Rausch­gift­ein­satz­kom­man­do Nord­bay­ern sowie dem Zoll.

Den 37-Jäh­ri­ge aus dem süd­li­chen Land­kreis Bay­reuth hat­ten die Kri­mi­na­ler schon seit eini­ger Zeit im Visier. Nach inten­si­ven Ermitt­lun­gen und ope­ra­ti­ven Maß­nah­men ver­dich­te­ten sich die Hin­wei­se, dass der Mann ins­be­son­de­re die gefähr­li­che Dro­ge Cry­s­tal in grö­ße­rem Stil aus der Tsche­chi­schen Repu­blik nach Deutsch­land schmug­gelt, um sie dort gewinn­brin­gend zu ver­kau­fen.

Erfolg­rei­che Fest­nah­me

Bei einer gemein­sam geplan­ten Akti­on von Ein­satz­kräf­ten der Kri­po Bay­reuth, dem Rausch­gift­ein­satz­kom­man­do und dem Zoll sowie in enger Zusam­men­ar­beit mit der Staats­an­walt­schaft Bay­reuth zog sich die Schlin­ge am Diens­tag zu.

Als der Ford mit dem 37-Jäh­ri­gen und sei­ner Bei­fah­re­rin in den Mor­gen­stun­den auf der Bun­des­stra­ße B470 bei Eschen­bach in Rich­tung Peg­nitz unter­wegs war, stopp­ten meh­re­re Poli­zei­fahr­zeu­ge das Auto. Die Beam­ten nah­men den über­rasch­ten Mann und sei­ne 23 Jah­re alte Bekann­te fest und brach­ten sie nach Bay­reuth zur Dienst­stel­le der Kri­po. Wie ein Dro­gen­schnell­test zeig­te, hat­te der 37-Jäh­ri­ge erst kürz­lich Amphet­amin in den Hän­den gehabt.

Getarn­tes Schmug­gel­ver­steck ent­deckt

Das Auto wur­de sicher­ge­stellt und auf das Gelän­de der Bay­reu­ther Kri­po gebracht. Spe­zi­ell aus­ge­rü­ste­te Beam­te der „Mobi­len Kon­troll­ein­heit Ver­kehrs­we­ge“ (KEV) des Zolls aus Selb, nah­men mit Unter­stüt­zung von tech­ni­schem Gerät und einem Dro­gen­such­hund den Wagen genau­er unter die Lupe. Bei der inten­si­ven Durch­su­chung weck­te ins­be­son­de­re ein Reser­ve­rad das Inter­es­se der Beam­ten. Aus des­sen Inne­rem för­der­ten sie ins­ge­samt rund 520 Gramm Cry­s­tal und 200 Gramm Mari­hua­na, geschickt ver­steckt und getarnt, zuta­ge. Die beacht­li­che Rausch­gift­men­ge stell­ten sie anschlie­ßend sicher. Auch rund 50 Stück in Deutsch­land ver­bo­te­ne Böl­ler hat­te der 37-Jäh­ri­ge noch in sei­nem Auto dabei.

Woh­nung durch­sucht

Auf­grund der gefun­de­nen Rausch­gift­men­ge erließ ein Rich­ter des Amts­ge­richts auf Antrag der Staats­an­walt­schaft Bay­reuth einen Durch­su­chungs­be­schluss für die Woh­nung des Tat­ver­däch­ti­gen im süd­li­chen Land­kreis, den die Kri­po­be­am­ten bereits kurz dar­auf voll­zo­gen. In den Räu­men stell­ten sie, neben Spei­cher­me­di­en und Auf­zeich­nun­gen, auch ein Tüt­chen mit Resten von Cry­s­tal sicher.

Haft­be­fehl erlas­sen

Wäh­rend die 23-jäh­ri­ge Bekann­te des Tat­ver­däch­ti­gen nach bis­he­ri­gen Ermitt­lun­gen nicht an dem Dro­gen­schmug­gel und ‑geschäf­ten betei­ligt ist und wie­der ent­las­sen wur­de, führ­ten die Poli­zi­sten den Dro­gen­dea­ler auf Anord­nung der Staats­an­walt­schaft Bay­reuth am Diens­tag dem Ermitt­lungs­rich­ter vor. Die­ser erließ Haft­be­fehl gegen den 37-Jäh­ri­gen, der nun in einer Justiz­voll­zugs­an­stalt ein­sitzt. Die Ermitt­lun­gen der Rausch­gift­spe­zia­li­sten und der Staats­an­walt­schaft dau­ern an.

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