Erz­bi­schof Lud­wig Schick lässt 15 Frau­en und Män­ner zur Tau­fe zu

„Freu­en Sie sich, dass Sie getauft wer­den“

Bildnachweis: Pressestelle Erzbistum Bamberg/Christoph Gahlau

Bild­nach­weis: Pres­se­stel­le Erz­bis­tum Bamberg/​Christoph Gahl­au

(bbk) Im Erz­bis­tum Bam­berg berei­ten sich momen­tan 15 Frau­en und Män­ner auf die Tau­fe vor. Erz­bi­schof Lud­wig Schick hat die­se am ersten Fasten­sonn­tag in der Nagel­ka­pel­le des Bam­ber­ger Doms nun zur Tau­fe zuge­las­sen. In ihren Hei­mat­ge­mein­den wer­den die Tauf­be­wer­ber an Ostern getauft, emp­fan­gen zum ersten Mal die Kom­mu­ni­on und wer­den gefirmt.

Ver­schie­de­ne Pfar­rer und pasto­ra­le Mit­ar­bei­ter berei­ten die Frau­en und Män­ner in spe­zi­el­len Kur­sen auf den Emp­fang der Sakra­men­te vor. „Tau­fe ist die Bin­dung und Bezie­hung zu Jesus Chri­stus“, sag­te Erz­bi­schof Schick in sei­ner Pre­digt anläss­lich der Zulas­sung der Tauf­be­wer­ber. Die Tau­fe sei aber zudem auch die Auf­nah­me in die Gemein­schaft der Chri­sten. Kein Christ kön­ne allei­ne Got­tes­dienst fei­ern.

Die 15 Frau­en und Män­ner, die sich um die Tau­fe bewer­ben, gehör­ten bis­lang nicht der Kir­che an, weil sie bis­lang nicht getauft wur­den oder sie bekann­ten sich zu einer ande­ren Reli­gi­on. Unter den Tauf­be­wer­ber waren unter ande­rem Frau­en aus Kame­run und Gha­na, sowie ein jun­ger Mann aus Asi­en.

Amir Att­ahi (19) wur­de in Afgha­ni­stan gebo­ren und wuchs in der ira­ni­schen Haupt­stadt Tehe­ran auf. „Von Kind an woll­te ich Christ wer­den, doch im Iran gab es kei­ne Chri­sten“, erzählt der jun­ge Mann. Sei­ne Mut­ter woll­te unbe­dingt, dass er Mus­lim bleibt, doch er habe sich ganz bewusst für das Chri­sten­tum ent­schie­den, berich­tet Att­ahi stolz. Erst seit zwei Jah­ren lebt er in Deutsch­land. Den Got­tes­dienst zu sei­ner Tauf­zu­las­sung fand er „sehr gut.“
„Ich wün­sche Ihnen eine gute Vor­be­rei­tung und beglück­wün­sche Sie, dass Sie sich tau­fen las­sen wol­len“, pre­dig­te Erz­bi­schof Schick. Die Moti­ve für Ihre Ent­schei­dung sei­en sehr unter­schied­lich, erin­ner­te der Bam­ber­ger Ober­hir­te. Eini­ge der Tauf­be­wer­ber hät­ten sich für den katho­li­schen Glau­ben ent­schie­den, weil der Part­ner oder die Part­ne­rin auch katho­lisch sei­en. Und für ande­re, weil sie nun ihren Lebens­mit­tel­punkt in einem christ­li­chen Land hät­ten.

„Freu­en Sie sich, dass Sie getauft wer­den“, ermu­tig­te Erz­bi­schof Schick die Frau­en und Män­ner. Er selbst wis­se aus sei­ner Lebens­er­fah­rung, dass die Tau­fe glück­lich mache. „Ich wün­sche Ihnen daher ein schö­nes, aber auch nach­hal­ti­ges Fest für Ihr gan­zes Leben.“

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